Die nächste Hürde ist genommen

Isar-Kaufhaus: Landratsamt prüft – Abriss und Neubau am Untermarkt rücken näher

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Die nächste Hürde für den Abriss ist genommen: Dem Landratsamt liegen seit vergangener Woche alle Stellungnahmen zum Abriss und Neubau des ehemaligen Isar-Kaufhauses in Wolfratshausen vor.

Die nächste Hürde für den Abriss ist genommen: Dem Landratsamt liegen seit vergangener Woche alle Stellungnahmen zum Abriss und Neubau des ehemaligen Isar-Kaufhauses in Wolfratshausen vor.

Wolfratshausen – Die nächste Hürde für den Abriss ist genommen: Dem Landratsamt liegen seit vergangener Woche alle Stellungnahmen zum Abriss und Neubau des ehemaligen Isar-Kaufhauses in Wolfratshausen vor. Die Kreisbehörde könne nun in die „endgültige Prüfung“ des Vorhabens einsteigen, berichtet Sabine Schmid von der Pressestelle des Landratsamts.

Die letzte Stellungnahme, die zum Projekt der Untermarkt 7-11 GmbH abgegeben wurde, stammt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Wann das Landratsamt die Prüfung abschließt, ist unbekannt. „Ich kann keinen Termin sagen, aber wir hoffen, dass die Genehmigung bald erfolgen kann“, sagt Schmid.

Investor Harald Mosler, Geschäftsführer der Untermarkt 7-11 GmbH, rechnet damit, den endgültigen Bescheid in „einigen Tagen oder Wochen“ in den Händen zu halten. Wenn es soweit ist, „werden wir sofort loslegen“. Wie berichtet soll der Gebäudekomplex des ehemaligen Isar-Kaufhauses abgerissen werden. An seiner Stelle ist ein Neubau geplant, der sich in die Optik der historischen Altstadt einfügt. Dort sind Ladenflächen im Erdgeschoss vorgesehen, Praxen und Wohnungen sollen darüber entstehen.

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Die Pläne liegen seitdem Landratsamt bereits seit einigen Monaten vor. „Es hat uns nicht überrascht, dass es so lange dauert“, sagt Mosler. Die Untermarkt 7-11 GmbH sei froh, dass das Projekt so detailliert geprüft eird. Beispielsweise wurden die Auswirkungen des Gebäudes mit großer Ladenfläche und 15 Wohnungen auf die Bundesstraße geprüft. Ein Förster lieferte seine Einschätzung zu Risiken im Bergwald auf der Rückseite.

„Wenn all diese Aspekte eingängig kontrolliert worden sind, haben wir alle Argumente für das Projekt auf unserer Seite“, so der Rechtsanwalt. Er spielt auf die Klagen an, die Anwohner gegen das Projekt beim Verwaltungsgericht München eingereicht haben. Die drei Verfahren seien weiterhin rechtshängig, erklärt der Pressesprecher des Verwaltungsgerichts München, Martin Friedrich. Frühestens zum Ende des Jahres rechne die Kammer mit einer Terminierung der Verfahren. Gegenstand der Klagen ist laut Friedrich nicht die endgültige Baugenehmigung, „sondern der vom Landratsamt erteilte Bauvorbescheid“.

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Sobald die Kreisbehörde die Genehmigungen für den Abriss und den Neubau am Wolfratshauser Untermarkt ausgesprochen hat, rechnet Investor Harald Mosler damit, dass die Anwohner auch dagegen klagen werden. Eine aufschiebende Wirkung haben die Klagen nicht: Erteilt das Landratsamt die Genehmigung, können Abriss und Neubau sofort erfolgen. Lediglich eine einstweilige Verfügung könnte die Arbeiten stoppen. „Ich sehe dem aber mit einer grundsätzlichen Gelassenheit entgegen“, betont Mosler. Dominik Stallein

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