Frequenz liegt über den Vor-Corona-Werten

Bremer Innenstadt gut zu Fuß: Weihnachtsmarkt lässt Passantenzahlen steigen

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Es läuft besser – in der Bremer City (hier: Sögestraße) steigt die Passanten-Zahl.
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Bremen – Es läuft wieder besser in der Bremer Innenstadt – buchstäblich, denn es laufen wieder mehr Passanten durch das Zentrum. Das geht aus Zahlen hervor, die jetzt von der Einzelhandels-Vereinigung City-Initiative veröffentlicht wurden.

Demnach wurden in der 48. Kalenderwoche (vom 28. November bis zum 2. Advent am 4. Dezember) knapp 512.000 Passanten in der Bremer Innenstadt gezählt; die meisten von ihnen am Sonnabend (144.000). Zum Vergleich: in der 48. Kalenderwoche des vergangenen Jahres waren gut 320.000 Fußgänger verzeichnet worden; 2020 sind es knapp 229.000 gewesen. Vor der Pandemie – in der Vergleichswoche des Jahres 2019 – wurden gut 446.000 Passanten gezählt. Damit liegt der aktuelle Wert deutlich über dem letzten Vor-Corona-Wert.

Die Einzelhändler freuen sich darüber, keine Frage. Schon im Oktober hatten die Passanten-Werte im Altstadtbereich um 7,5 Prozent über den Frequenzen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 gelegen. „Damit ist die positive Entwicklung besser als in den fünf größten Städten Deutschlands“, heißt es in einer Stellungnahme der City-Initiative – unter Bezug auf den Newsletter des Handelsverbands Wohnen und Büro, basierend auf den Daten des Statistischen Bundesamts.

Glanzlichter der Vorweihnachtszeit überstrahlen Bremens Problemzonen

Die City-Initiative zählt (seit Jahren) an sechs Standorten in der Innenstadt kontinuierlich über ein fest installiertes Lasersystem. „Der positive Trend in der Bremer Innenstadt hatte bereits im Sommer begonnen und setzt sich in der Adventszeit fort“, kommentiert die Initiative. Weihnachtsmarkt und „Schlachte-Zauber“ ziehen das Publikum wieder an – während die Bremer City nach wie vor von Schließungen und Leerständen, Coronafolgen und Diskussionen um Parkgebühren und Autofreiheit geplagt wird. In diesen Tagen jedoch scheinen die Glanzlichter der Vorweihnachtszeit das zu überstrahlen.

Nun: „Die Energiekrise spielt auch in diesen Tagen eine Rolle, entsprechende Maßnahmen zur Energieeinsparung werden von allen Akteuren umgesetzt, und gleichzeitig füllen sich die Innenstadt-Quartiere und Einkaufsstraßen mit Bremern sowie Butenbremern und Tagestouristen auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken oder denjenigen, die sich gerne weihnachtliche Genüsse gönnen“, so formuliert es die City-Initiative. Jens Ristedt, der Vorsitzende, sagt: „Der Bremer Weihnachtsmarkt zählt zu den schönsten im Norden und ist für die Bremer City ein überregionaler, großer Magnet. Die Menschen möchten den Zauber der Vorweihnachtszeit erleben, sich und ihren Liebsten etwas Gutes tun.“ Gerade nach den zurückliegenden beiden Jahren und auch angesichts der gegenwärtigen Krise seien „steigende Besucherzahlen ein positives Zeichen für alle Innenstadtakteure“.

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