„Lichtertreiben“ und Strahlkraft

So will die Bremer Innenstadt durch die Wintersaison kommen

+
Stimmungsvolle Szenen in der Bremer Innenstadt: „Lichtertreiben“ vor der farbig illuminierten Fassade des Doms.
  • schließen

Bremen – Es werde Licht! Verschiedene Winter-Aktionen sollen in der dunklen Jahreszeit in der Bremer Innenstadt besondere Akzente und auch Glanzlichter setzen. So kehren die „Lichter der City“ mit ihren Fassaden-Farbenspielen zurück. Auch das Team des Bremer Karnevals wird in der Altstadt aktiv.

Erst einmal kommt die Weihnachtszeit – natürlich mit dem Weihnachtsmarkt vom 27. November bis zum 23. Dezember. Mitten auf dem Marktplatz dreht sich ein nostalgisches Etagenkarussell, rundherum finden sich in der City unter anderem 38 Stände mit Kunsthandwerk, 43 Imbisse und 15 Ausschankbetriebe, 17 Stände mit Süßwaren sowie weitere 32 Stände mit Kleidung, Schmuck, Gewürzen und Spielwaren. Ebenfalls in der Zeit vom 27. November bis 23. Dezember öffnet der „Schlachte-Zauber“ an der Weser – mit Musikanten, Gauklern und Händlern im „Freibeuter-Dorf“ und winterlichem Hüttenzauber. Bereits Mitte November beginnt der Aufbau.

Neu ist der von Anliegern des Ansgariquartiers und der Bremer City-Initiative organisierte „Winterwald“ am Ansgarikirchhof, der den Weihnachtsmarkt praktisch erweitert und das Quartier verstärkt in den Fokus rücken soll. Mit festlich beleuchteten Tannenbäumen, winterlich geschmückten Genuss-Holzhütten und leuchtenden 3D-Tieren öffnet der „Winterwald“ in der Zeit vom 27. November bis 31. Dezember. „Ich freue mich sehr über das neue Angebot in der Innenstadt, das den Weihnachtsmarkt wunderbar ergänzt“, so Bremens Tourismus-Chef Oliver Rau. Auch in der Lloydpassage gibt es wieder einen Weihnachtsmarkt (27. November bis 30. Dezember).

Blick über den Bremer Weihnachtsmarkt.

Vogt: „Beleuchtung zieht Besucher in die Bremer Innenstadt“

Und nach dem Fest? Da plant die Einzelhandelsvereinigung City-Initiative zum vierten Mal in Folge das Illuminationsspektakel „Lichter der City“, bei dem Lichtkünstler Gebäudefassaden neu in Szene setzen – vom 29. Dezember bis zum 14. Januar 2024 unter dem Motto „Farbenspiel“. „Die ,Lichter der City‘ sind zu einem besonderen Erlebnis in der dunklen Jahreszeit geworden – sie haben mittlerweile im Wortsinn Strahlkraft für Bremen“, so Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). „Die vorherigen Jahre haben gezeigt, dass die Beleuchtung Besucher in die Innenstadt zieht.“

Regelmäßig dabei ist das stimmungsvolle „Lichtertreiben“ der Initiative Bremer Karneval und des „Stelzen-Art“-Teams um Samba-Karneval-Initiatorin Janine Jaeggi. Am Sonnabend, 13. Januar 2024, wird das „Lichtertreiben“ den klassischen Bremer Samba-Karneval ersetzen. „Nach den zurückliegenden drei turbulenten Jahren, in denen das Organisationsteam des Bremer Karnevals drei neue Veranstaltungskonzepte entwickelt hat, steht nun eine kreative Umbauphase an, um Kräfte, Ideen und Energien neu zu sammeln und zu ordnen“, so Jaeggi und Ramona Schmalen von der Karnevals-Initiative.

Post zieht aus: Bremen kauft das Gebäude Domsheide 15

Am 13. Januar werden illuminierte Masken-, Tanz- und Stelzenfiguren Liebfrauenkirche, Altstadt und Schnoor bevölkern, um „eine märchenhafte Welt zwischen Licht und Dunkelheit“ heraufzubeschwören. Die Figuren bewegen sich zwischen den Projektionen und beleuchteten Fassaden von „Lichter der City“, um alles zu einem „bewegenden Gesamtkunstwerk“ zu verbinden, wie es heißt.

Apropos – die Innenstadt hat am Dienstag auch den Senat beschäftigt. Es wurde beschlossen, das Gebäude Domsheide 15 (Post/Neubau) zu kaufen. Nach den Ankäufen der Häuser Domsheide 3 und 4/5 in Nachbarschaft des Konzerthauses Glocke seien „nun gemeinsam mit den Gerichtsgebäuden mehrere prägende Immobilien an der Domsheide in öffentlicher Hand“, so ein Sprecher des Wirtschaftsressorts. Die Post (Postbank) werde den Standort spätestens zum 31. Dezember 2024 aufgeben, hieß es. Der Kaufpreis liegt dem Vernehmen nach bei etwa 3,5 Millionen Euro.

Kommentare