VonFabian Raddatzschließen
Ab sofort ist der Cannabis-Konsum in Deutschland offiziell erlaubt. Die sogenannte „Bubatzkarte“ zeigt, wo das Kiffen in Bremen möglich ist.
Bremen – Manche grauste es vor dem Tag, andere konnten es wiederum kaum erwarten: Seit dem 1. April dieses Jahres ist der Konsum von Cannabis in Deutschland offiziell erlaubt. Richterbund und Ärztekammer schlagen Alarm, doch es gibt auch viele Stimmen unter Experten, die in der Legalisierung den richtigen Schritt sehen – weg von einer gescheiterten Drogenpolitik.
Erlaubt ist es ab sofort, bis zu 25 Gramm Cannabis bei sich zu tragen. Doch wer meint, er könne mit einem Joint im Mund den ganzen Tag durch die Gegend laufen, der dürfte enttäuscht sein: Denn das Kiffen wird nicht an allen Orten erlaubt sein. Zwischen 7 und 20 Uhr ist der öffentliche Konsum von Cannabis in einem Umkreis von 100 Metern rund um Schulen, Kitas, Jugendzentren und Spielplätzen sowie in Fußgängerzonen und öffentlich zugänglichen Sportstätten verboten.
„Bubatzkarte“: Hier ist in Bremen bald das Kiffen erlaubt
Diese Regelung schränkt das Kiffen vor allem in Städten ein, wie Seite bubatzkarte.de zeigt. Dort sind alle Verbotszonen in Deutschland verzeichnet. In Ballungsräumen wie Bremen sind die rot markierten Bereiche zahlreich. Auf dem Land kifft es sich dagegen deutlich entspannter – zeigt die Bubatzkarte für Niedersachsen.
Allerdings befinden sich zwischen den roten Verbotszonen auch Bereiche, wo Cannabis legal konsumiert werden dürfte. In Bremen gibt es größere freie Flächen in Schwachhausen, auf Linie des Bürgerparks, wo das Kiffen legal wäre. Auch in Oberneuland, rund um den Bereich der Rockwinkeler Heerstraße gibt es eine größere Freifläche zwischen den Verbotszonen.
Cannabis-Konsum in Bremen: In Findorff schwierig, in Oberneuland einfacher
Schwieriger ist es da in Findorff, wo die hohe Dichte an Einrichtungen zahlreiche Verbotszonen mit sich bringt. Einige Ausnahmen davon würden jeweils die westlichen Abschnitte der Münchener Straße und der Hemmstraße bieten. Auch große Teile der Bürgerweide wären legal. Vorsicht jedoch vor dem Bereich rund um den Schlachthof. Als Kulturzentrum mit Jugendprogramm gehört dieser zu den Einrichtungen, wo das Kiffen illegal wäre.
Wer in Bremen entspannt einen Joint rauchen will, der findet eventuell im Bereich rund um Rockwinkeler Heerstraße in Bremen-Oberneuland sein Glück. In Hemlingen gibt es laut „Bubatzkarte“ rund um die Nautheimer Straße und Colshornstraße größere „Kiff-Zonen“. In Arsten ist es die Arster Heerstraße und in Bremen-Mahndorf der Bereich westlich des Bremer Kreuzes.
„Bubatzkarte“-Macher geben keine Garantie auf Vollständigkeit
So oder so dürfte es für Kiffer schwierig werden, genau zu wissen, wo sich die nächste Schule oder Einrichtung befindet, wenn sie sich einen Joint anzünden. Wie genau die kleinteilige Regelung durchgesetzt werden soll, das bleibt eine andere Frage.
Zudem geben die Macher der „Bubatzkarte“, die Firma „Kowelenz Social“ aus Fellbach in Baden-Württemberg, keine Garantie auf Vollständigkeit. So in etwa im Landkreis Rotenburg, wo das Kiffen auch nicht überall erlaubt sein wird, einige Jugendhilfeeinrichtungen als auch Spielplätze nicht verzeichnet.
Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa & bubatzkarte.de

