VonSebastian Petersschließen
Erneut hat die GDL einen Streik bekanntgegeben. Am Dienstagabend wird der Bahnverkehr im Nah- und Fernverkehr eingestellt. Die S-Bahn Hamburg ist wieder betroffen.
Hamburg – Im anhaltenden Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu einem weiteren Streik aufgerufen, der vom 24. bis zum 29. Januar auch den Personenverkehr stark beeinträchtigen wird. Diese neueste Entwicklung im Konflikt folgt auf frühere Arbeitskämpfe, die bereits erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr hatten. Der Streik wird am 23. Januar um 18:00 Uhr durch Mitarbeitende der DB Cargo beginnen und sich ab dem 24. Januar auf alle Unternehmen der Deutschen Bahn und die City-Bahn Chemnitz ausweiten. Auch auf die S-Bahn Hamburg wird der Streik erneut starke Auswirkungen haben.
Streik-Auswirkungen auch beim HVV spürbar – GDL Streik betrifft ebenfalls die S-Bahn Hamburg
Neuer GDL-Streik legt Bahnverkehr lahm – S-Bahn Hamburg betroffen
Die GDL hat erneut zum Bahnstreik aufgerufen. Beginn ist um 18 Uhr am 23. Januar 2024 für den Cargo-Betrieb. Um 2 Uhr, am 24. Januar 2024, schließt sich der Personenbeförderungsverkehr an. Der Streik soll planmäßig am Montag, dem 29. Januar, um 18:00 Uhr enden.
Die GDL hat ihre Unzufriedenheit mit den Verhandlungen und dem jüngsten Angebot der Deutschen Bahn AG öffentlich gemacht. Laut einer Erklärung der Gewerkschaft, zitiert von der Tagesschau, zeigt die Bahn keinen wirklichen Willen zur Einigung und setzt ihren bisherigen Kurs der Konfrontation fort. Eine Pressekonferenz ist für den Vormittag angesetzt, um die Entscheidung für den Streik weiter zu erläutern.
Berufspendler werden durch den neu angekündigten Streik erneut schwer getroffen. Aber „einfach“ zu Hause bleiben und nicht zur Arbeit fahren, ist keine wirkliche Alternative, wie Arbeitsrechtsanwalt Heiko Hecht erklärt.
Erneuter GDL-Streik: Bahnverkehr in Hamburg wird lahmgelegt – mehrere Tage betroffen
Auf der anderen Seite kritisiert die Deutsche Bahn die GDL für die erneute Streikankündigung scharf. Die Bahn argumentiert, dass sie Kompromissbereitschaft gezeigt habe, indem sie ein neues Angebot mit einer optionalen Reduzierung der Arbeitszeit auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich ab 2026 vorgelegt hat. Wer sich gegen diese Reduzierung entscheidet, würde eine Lohnerhöhung von 2,7 Prozent erhalten. Ein Bahnsprecher bezeichnete das Handeln der GDL als „absolut unverantwortlich“.
Frühere GDL-Streiks führten bereits zu erheblichen Einschränkungen
Der bevorstehende Streik markiert den vierten in diesem Tarifkonflikt. Frühere Streiks der GDL hatten bereits zu erheblichen Einschränkungen im Personenverkehr geführt. DB-Personalvorstand Martin Seiler äußerte Kritik an der GDL und warf ihr vor, Streiks nicht als letztes Mittel, sondern als Mittel der Selbstinszenierung zu nutzen.
Die Situation bleibt angespannt, während Reisende und Pendler sich auf erhebliche Beeinträchtigungen im Bahnverkehr einstellen müssen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob und wie sich die Tarifverhandlungen weiterentwickeln und ob eine Einigung in Sicht ist.
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