VonAnna Kirschnerschließen
Für die Fußballmannschaft an Bord dieses Fliegers war es ein unschönes Wochenende. Eigentlich sollte es ins Trainingslager gehen. Doch der Flug endet, wo er begann.
Frankfurt – Das haben sich die Profis vom SV Wehen Wiesbaden (SVWW) anders vorgestellt. In der Nacht auf Sonntag (30. Juni) sollte die Reise von Frankfurt nach Südafrika gehen. Dort war ein Trainingslager für die Mannschaft in der 3. Bundesliga geplant. Doch der Flug LH576 kam dort nicht an.
Der Flieger, ein Airbus A340-313, hob zunächst mit einer zu verkraftenden Verspätung von etwa 20 Minuten ab. Doch nach viereinhalb Stunden Flugzeit drehte er über der Sahara (Niger) wieder um und kehrte zum Startflughafen Frankfurt zurück. Laut der Mitteilung des SV Wehen Wiesbaden auf seiner Website waren Triebwerkprobleme am Flugzeug Grund für die Rückkehr.
Der Mitteilung zufolge setzten die SVWW-Verantwortlichen „alle Hebel in Bewegung“, um andere Flüge zu finden. Doch wegen der Gruppengröße und der Kurzfristigkeit fand die Mannschaft keinen Ersatz. Die Konsequenz: Das Trainingslager des SVWW in Südafrika findet nicht statt. Zu dieser Entscheidung sei man nach intensivem Austausch mit allen beteiligten Partnern der Reise gekommen, heißt es.
„Sehr enttäuscht“: Trainingslager des SV Wehen Wiesbaden fällt aus
„Wir sind sehr enttäuscht, dass das Trainingslager nach den vielen Monaten der Vorbereitung nicht stattfinden kann“, so Nico Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung beim SVWW. Da bereits am Donnerstag (4. Juli) das erste Testspiel geplant gewesen war, machte eine Anreise nach Montag (1. Juli) keinen Sinn, vor allem mit Blick auf die Gesundheit der Spieler, sagte Schäfer. „Unser bereits zuvor nach Südafrika gereistes Projektteam wird sich jetzt darum kümmern, dass wir zumindest die sozialen Projekte umsetzen können“, heißt es weiter.
Das Training der SVWW-Profis wird statt in Südafrika nun im Stadion auf dem Halberg in Taunusstein-Wehen abgehalten. Neue Testspielgegner als Ersatz der beiden Testspiele in Südafrika werden gesucht.
Der Pannenflieger mit der Kennung D-AIGL ist zumindest dem Portal flightradar24 zufolge seither nicht abgehoben. Der geplante Rückflug von Kapstadt nach Frankfurt am Sonntag hat logischerweise nicht stattgefunden. Der SVWW will eventuelle Schadensersatzansprüche prüfen. (anki)
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