VonLeon Schmittschließen
Im Juni verzeichnet Fulda einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Unternehmen zeigen positive Signale. Doch die Herausforderungen bleiben bestehen.
Fulda - Im Juni verzeichnete die Region Fulda einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum Mai um 79 auf insgesamt 4875 Personen, wie die Agentur für Arbeit mitteilt. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 3,7 Prozent, während sie im Vormonat noch 3,8 Prozent betrug und im Vorjahr bei 3,6 Prozent lag.
Arbeitslosigkeit in Fulda geht leicht zurück
„Von einem echten wirtschaftlichen Aufschwung kann noch keine Rede sein, dennoch sehen wir kleine Anzeichen für eine verbesserte Stimmung bei den Unternehmen“, bewertet Arbeitsagentur-Chef Matthias Dengler die Entwicklung.
Im Vergleich zum Vormonat meldeten sich 25 Personen weniger arbeitslos, während 63 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beendeten, etwa durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung. Der Arbeitgeberservice registrierte zudem einen Anstieg beim Stellenzugang um 5,2 Prozent im Vergleich zum Mai. Der Bestand an offenen Stellen bleibt somit auf einem hohen Niveau, mit aktuell 1362 zu besetzenden Positionen in der Region Fulda. In nahezu allen Bereichen besteht laut Mitteilung ein Bedarf an qualifiziertem Personal.
Ein Blick auf die Vorjahresdaten zeigt jedoch weiterhin eine schwächere Konjunktur. Innerhalb eines Jahres stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 255 Personen, was einem Anstieg von 15,5 Prozent entspricht. Ende des Monats waren im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit in Fulda 1898 Menschen arbeitslos gemeldet. Das Jobcenter des Landkreises verzeichnete im gleichen Zeitraum einen leichten Rückgang um 2 Personen auf 2977.
Besonders junge Menschen betroffen
Besonders betroffen von der steigenden Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat sind junge Menschen im Alter von 20 bis 25 Jahren. „Zum einen sind junge Männer und Frauen teilweise nach Abschluss der Ausbildung nicht übernommen worden. Häufig fehlt aber auch ein Berufsabschluss“, erläutert Agenturleiter Dengler.
„Unser Ziel ist es, den Personen in diesen Fällen eine Qualifizierung, bzw. eine Umschulung zu ermöglichen. Damit bringen wir die Menschen nicht nur persönlich weiter, sondern unterstützen auch die Betriebe in der Region bei der Deckung ihres aktuellen und zukünftigen Fachkräftebedarfs.“
Unternehmen nutzen Kurzarbeit
Unternehmen in der Region setzen vermehrt auf Kurzarbeit, um Beschäftigungsverhältnisse zu stabilisieren. Im Juni meldeten 19 Betriebe im Landkreis Fulda Kurzarbeit für 289 Beschäftigte an. Im Dezember 2024 hatten 21 Betriebe Kurzarbeitergeld für 1222 Mitarbeiter in Anspruch genommen, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe.
