Ihren Blutzuckerwert konnten die Schülerinnen und Schüler am Stand der Diacom Altenhilfe von (von links) Lisa Methner, Helena Reich und Lisa Hartmann messen lassen.
Etwa 300 Schülerinnen und Schüler haben sich bei der Ausbildungsmesse an der Adam-von-Trott-Schule in Sontra über Berufe und Betriebe informiert.
Sontra – Berufliche Möglichkeiten und Unternehmen aus der näheren und weiteren Umgebung haben die Schülerinnen und Schüler der Adam-von-Trott-Schule am Mittwoch (29. Mai) kennengelernt. Rund 30 Stände luden zum Fragenstellen und Kontakteknüpfen ein. Laut Lehrer Karsten Rabe, Schulkoordinator für Berufsorientierung, haben sich noch wenige Tage vor der Messe Unternehmen angemeldet.
„Wir haben wieder versucht, mehrere Branchen abzubilden“, so Rabe, der die Messe organisiert. Einige der Aussteller sind seit den Anfängen 2015 dabei, in diesem Jahr waren die Pflegeberufe stärker vertreten. Besonders interessant fand Katharina aus einer neunten Hauptschulklasse den Stand der Diacom Altenhilfe. Neben einem Bingo-Spiel gab es hier Blutdruck- und Blutzuckermessungen. Lisa Hartmann nahm einer Schülerin einen Tropfen Blut für die Messung ab und zeigte zwei weiteren wenig später mithilfe eines UV-Lichts, wieso das Tragen von Ringen beim Desinfizieren der Hände ein Problem darstellt. Mit den praktischen Angeboten habe der Stand das Interesse geweckt, so Helena Reich, was den Weg für Gespräche über die Pflege bereitet habe. „Man konnte sie wirklich alles fragen“, lobt Katharina. Nach einer Ausbildung habe die 16-Jährige auf der Messe nicht gesucht, da sie sich bereits zuvor für eine berufliche Richtung entschieden hatte.
Ausschlaggebend war der Messebesuch für Muhammad Bin. Besucht hatte der 15-Jährige gezielt die Stände der Bundeswehr in Göttingen und der Awo-Pflegeschule in Eschwege. „Ich mache selbst ein Praktikum in der Altenpflege“, sagt der Schüler einer achten Hauptschulklasse. Die Arbeit dort bereite ihm Freude, er lobt seine Kollegen und die Arbeitszeiten. Nach der Messe sei der 15-Jährige sicher, dass er in der Pflege arbeiten möchte. Er sagt begeistert: „Es steht jetzt zu hundert Prozent fest.“
Eingeladen wurde die Bundeswehr laut Rabe mit Blick auf die Ausbildungsmöglichkeiten zu rund 50 zivilen Berufen. Ebenso wie am Stand der Bundespolizei war das Interesse der Besucher hier besonders groß. Viele stellten bei der Bundespolizei laut Horst Naumann die Fragen, die sie auf Arbeitsblättern erhalten hatten. Dienen sollen die Bögen vor allem beim Besuch größerer Messen dazu, Informationen für die eigene Berufswahl und die Weiterarbeit im Unterricht festhalten können, so Rabe. Einige Schüler seien laut Naumann mit sehr gezielten Fragen zum Tagesablauf bei der Bundespolizei oder den einzelnen Aufgabenbereichen zum Stand gekommen. Dass Schulen Messen veranstalten, sei wichtig, damit junge Menschen einen Überblick über die beruflichen Möglichkeiten erhalten. Während auch am Stand von Hessen-Mobil im Außenbereich sowie beim Deutschen Roten Kreuz immer wieder Betrieb herrschte, sei das Interesse an handwerklichen Berufen gesunken.
Insgesamt nahmen laut Rabe rund 300 Schüler an der Messe teil, die sich vor allem an Schüler der achten bis 13. Klasse richtet. Unter der Leitung von Lehrer Jörg Rittenbach hatten die beiden zehnten Realschulklassen Schülerpatenschaften für die Betriebe übernommen und für die Verpflegung gesorgt. Ein Teil des Geldes aus dem Verkauf von Essen und Getränken soll für die Abschlussfeier verwendet werden. Einen Teil der Einnahmen spenden die Klassen für selbst ausgewählte soziale Projekte.
Positive Rückmeldungen der Aussteller gab es laut Rabe. Sein Dank gilt dem Hausmeisterteam für das Vorbereiten des Raumes. Bei der Messe sind neue Kontakte für Besuche im Berufswahlraum der Schule und Betriebserkundungsfahrten entstanden. Mit vier Fahrten zu Betrieben binnen zwei Wochen geht es für die neunten Realschulklassen nun weiter. (Eden Sophie Rimbach)
Das war die Ausbildungsmesse der Adam-von-Trott-Schule in Sontra