VonJutta Rippegatherschließen
Die Querelen treten in den Hintergrund. Vereint im „Team Robert“.
Die Debatte über die Querelen im Landesvorstand der Grünen blieb moderat. Der späte Zeitpunkt dürfte kaum der Grund gewesen sein. Wer Zoff hätte machen wollen, wäre bis zum Abend geblieben oder hätte tagsüber eine andere Gelegenheit genutzt. Die meisten Mitglieder gehen entspannt mit den Ereignissen der vergangenen Tage um. Einen Skandal um gesponserte Reisen wittert kaum jemand. Ärger verursacht vielmehr die schlechte Krisenkommunikation. Die setzte sich fort. Noch- Vorsitzender Ewald redete am Samstag nicht mit der Presse. Souverän ist das nicht.
Starker Rückenwind
Der Parteitag sollte einer des Aufbruchs sein, ein Startschuss für das „Team Robert“ - entsprechendes Werbematerial lag aus. Das ist den Grünen gelungen. Mit starkem Rückenwind schicken sie das neue Spitzenduo Lührmann-Nouripour ins Rennen. Federn lassen musste Tarek Al-Wazir, der sich wohl ein besseres Ergebnis erhofft hatte. Doch in der Zeit der schwarz-grünen Koalition in Wiesbaden hat er auch in der eigenen Partei Sympathien eingebüßt. Für den Realpolitiker aus Offenbach ist es die richtige Zeit für ein neues Kapitel.
