VonChristoph Manusschließen
Der Frankfurter Energieversorger Mainova hat im ersten Halbjahr 2023 weniger Geld mit Strom und Gas verdient als zuletzt. Das Unternehmen plant riesige Investitionen.
Der Frankfurter Energieversorger Mainova hat für das erste Halbjahr ein bereinigtes Ergebnis erzielt, das mit 71,1 Millionen Euro genau 15 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums liegt. Nach Zahlen des Unternehmens lief das Geschäft in allen operativen Segmenten, also etwa im Bereich Stromversorgung, Gasversorgung und Erneuerbare Energien, deutlich schlechter als im ersten Halbjahr 2022. Besser entwickelte sich nur das Segment Beteiligungen.
Vorstandschef Constantin Alsheimer spricht von einem zufriedenstellenden Ergebnis. Die Umsetzung der Energiewende und die Entwicklung an den Energiemärkten blieben jedoch herausfordernd. Schon im ersten Halbjahr habe das mehrheitlich städtische Unternehmen knapp 200 Millionen Euro investiert, für das laufende Jahr liege die Summe bei 600 Millionen Euro. Das Geld fließe schwerpunktmäßig in einen starken Ausbau des Stromnetzes, die Umrüstung des bisher mit Kohle betriebenen Heizkraftwerks West im Frankfurter Gutleut in ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk und den Neubau eines Rechenzentrums, das Mainova als besonders nachhaltig bewirbt.
Mainova darf neue Aktien ausgeben - bis zu eine Milliarde Erlös erhofft
Zuletzt hatte Mainova sich etwa am Bau eines riesigen Solarparks in Brandenburg beteiligt. „Das Ziel ist klar: Bis 2040 wollen wir klimaneutral sein.“ Dazu investiere Mainova in den nächsten fünf Jahren mehr als zwei Milliarden Euro.
Um diesen Investitionskurs zu ermöglichen, haben die Gesellschafter dem Energieversorger vor kurzem grünes Licht für eine Kapitalerhöhung gegeben. Mainova hofft, mit der Ausgabe neuer Aktien eine Milliarde Euro zu erlösen.
