VonSebastian Reichertschließen
Es gibt leider keine weißen Weihnachten in der Region Fulda, stattdessen mehrere Tage lang eine Dauerregenlage mit Sturm und Temperaturen bis zu 13 Grad. Der Liftbetrieb auf der Wasserkuppe wurde an Heiligabend eingestellt.
Update vom 24. Dezember, 13.00 Uhr: Die Ski- und Rodelarena auf der Wasserkuppe hat am Sonntag an Heiligabend nach dem Regen der vergangenen Tage den Skibetrieb eingestellt. Am Vortag hatte es noch geheißen, dass der Lift am 24. Dezember laufen soll. „Die Piste ist komplett weich“, sagte Florian Heitmann am Sonntagmittag auf Nachfrage.
„Es ist auch kein schönes Winterwetter. Da würden sowieso kaum Leute kommen“, ergänzte der Lift-Betriebsleiter. Am ersten Weihnachtsfeiertag soll nun ebenfalls geschlossen bleiben. Am Montagnachmittag soll dann entschieden werden, ob der Lift am zweiten Weihnachtsfeiertag gegebenenfalls wieder laufen kann.
Fulda: Viel Regen statt weißer Weihnachten - Skibetrieb auf Wasserkuppe eingestellt
Erstmeldung vom 23. Dezember, 13.16 Uhr: Fulda - Das nationale Warnzentrum des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zerschlug am Samstagvormittag (23. Dezember) mit seiner Wetter-Prognose für die nächsten Tage die letzten vagen Hoffnungen auf weiße Weihnachten in der Region Fulda zerstört
In ihrer Vorhersage für Hessen sprechen die Wetter-Experten von einer mehrtägigen Dauerregenlage mit Unterbrechungen. Es soll demnach zudem windig werden. Zeitweise ziehen Sturmböen auf, und es soll an Weihnachten im östlichen Hessen sehr mild werden.
Schnee an Weihnachten scheint flächendeckend in Deutschland einfach nicht mehr möglich zu sein.
Nachdem es am Samstag bedeckt und regnerisch bleiben soll - mit Höchsttemperaturen zwischen 7 und 10 Grad und in Hochlagen auch mit stürmischen Böen bis Sturmböen - soll in der Nacht zu Sonntag auch in der Region Fulda und im östlichen Hessen starke Bewölkung aufziehen.
„An Heiligabend soll es bedeckt werden. Zeitweise gibt es teils kräftige Regen. Die Temperaturen steigen auf 9 bis 11 Grad. Meist herrscht mäßiger bis frischer Südwestwind, zeitweise mit starken bis stürmischen Böen, in Hochlagen Sturmböen“, sagt Diplom-Meteorologe Marcel Schmid von der DWD-Wettervorhersagezentrale.
Fulda: Regen, Sturm, bis 13 Grad - keine weißen Weihnachten in der Region
Auch am ersten Weihnachtsfeiertage soll das Regenwetter in Hessen anhalten. In der Nacht bleibt es weiterhin stark bewölkt bis bedeckt. Zeitweise gibt es Regen. Weiterhin wehen starke, im Bergland stürmische Böen oder Sturmböen aus Südwest. Tagsüber bleibt es überwiegend bedeckt.
Zeitweise regnet es. Die Temperaturen steigen auf 10 bis 13 Grad. „Verbreitet gibt es starke, im Bergland stürmische Böen aus Südwest, exponiert sowie in Gipfellagen auch Sturmböen“, sagt der DWD-Meteorologe. Auch in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag bleibt das Wetter regnerisch-stürmisch.
Tagsüber wird es am Dienstag wechselnd bis stark bewölkt, dabei gibt es laut der Prognose in Hessen gelegentlich etwas Regen. „Es ist seit Jahren wie verhext, Schnee an Weihnachten scheint flächendeckend in Deutschland einfach nicht mehr möglich zu sein. Und daran ändert sich auch dieses Jahr nichts“, sagt Marcel Schmid.
Nach der Verabschiedung von Sturmtief Zoltan bleibt der Tiefdruckeinfluss nach Angaben des DWD bestehen. Dies hängt vor allem mit Tief Abdul zusammen, das sich über Weihnachten hinweg vom Nordatlantik über Südskandinavien ins Baltikum verlagert.
Der Skibetrieb auf der Wasserkuppe läuft aktuell
Eine Kalt-Warm-Luftmassengrenze diagonal über Deutschland sorgt für länger anhaltende Niederschläge. Teils schneit es nach Osten zu bis in tiefe Lagen und im Erzgebirge mitunter unwetterartig, sagen die Experten für Samstag voraus. Doch auch dieser Schnee soll bis Weihnachten schmelzen.
„Die angespannte Dauerregen- und gebietsweise Hochwasserlage findet ihre Fortsetzung“, ergänzt Marcel Schmid mit Blick auf ganz Deutschland. „Die Schneefallgrenze liegt jenseits der Gipfellagen der Mittelgebirge und sinkt erst am zweiten Weihnachtsfeiertag im Norden und der Mitte wieder auf etwa 1000 Meter ab.“
Wetter: Keine weiße Weihnacht - zum Fest wird es mild, nass und windig
Erst im Laufe des zweiten Weihnachtsfeiertages geht dem Wind von Westen allmählich die Puste aus. Etwas freundlicher soll sich das Wetter über die Feiertage im Süden von Deutschland gestalten. Dort bleibt es laut DWD-Prognose zumeist trocken. Die Sonne kann sich zeit- und gebietsweise durchsetzen.
Trotz des aktuell nicht so winterlich-schönen Wetter, bemüht man sich in der Ski- und Rodelarena auf der Wasserkuppe den Skibetrieb aufrechtzuerhalten. Der Märchenwiesenlift und der Zauberteppich hat weiterhin täglich geöffnet - von 9.30 bis 18 Uhr, an Heiligabend bis 16 Uhr. Auf den Pisten liegen aktuell bis zu 30 Zentimeter Schnee. .

