VonFlorian Dörrschließen
Mehrere Feuerwehren sind zum stillgelegten AKW Biblis ausgerückt, um Wasser von einer nahe gelegenen Fläche zu pumpen. Betreiber RWE äußert sich zur Lage.
Update vom Dienstag, 4. Juni, 8.55 Uhr: Die Fläche neben dem stillgelegten Atomkraftwerk Biblis, die aufgrund des Hochwassers am Rhein überschwemmt wurde, wird weiterhin entwässert. Die Situation bleibt unverändert, wie ein Sprecher des Betreibers RWE am Dienstag gegenüber der dpa bestätigte. „Wir pumpen weiter und versuchen, den Pegel zu stabilisieren.“
Die betroffene Zone ist der Standort, an dem die beiden 2023 demontierten Kühltürme des Blocks A einst standen. Laut Berichten vom Montag tritt hier Wasser aus dem Erdboden aus. Dieses Wasser wird über ein Grabensystem abgeleitet und fließt auf benachbarte Felder.
Seit Montag sind das Technische Hilfswerk und lokale Feuerwehren mit Pumpen vor Ort im Einsatz. RWE zufolge liegt das betroffene Gebiet deutlich tiefer als das eigentliche Gelände des Kraftwerks, welches auf Deichkronenhöhe aufgeschüttet wurde. Der Sprecher betonte am Dienstag, dass die Situation weiterhin keine Auswirkungen auf das stillgelegte Atomkraftwerk habe.
Erstmeldung vom Dienstag, 4. Juni, 7.53 Uhr: Nach den heftigen Niederschlägen in Süddeutschland sind am Montag (3. Juni) auch in Hessen die Flusspegel weiter angestiegen. Im Rhein-Main-Gebiet trafen die Behörden teilweise Schutzmaßnahmen gegen steigende Wasserstände von Rhein und Main und stellten Hochwasserschutzwände auf. Auch das ehemalige Atomkraftwerk Biblis im Landkreis Bergstraße steht im betroffenen Gebiet.
Ex-Atomkraftwerk Biblis in Hochwasser-Zone
Aufgrund des Hochwassers am Rhein wurde ein Gebiet nahe dem stillgelegten AKWs Biblis überschwemmt. Ein Sprecher des Betreibers RWE berichtete am Montag von einem Wasseraustritt aus dem Erdboden. Die betroffene Fläche war einst Standort der beiden Kühltürme von Block A, die 2023 demontiert wurden. Das Wasser wird durch ein Grabensystem und auf benachbarte Felder abgeleitet. Mehrere Feuerwehren aus der Umgebung seien am Montag mit Pumpen im Einsatz gewesen, um die Lage zu stabilisieren. Das überschwemmte Gebiet liegt deutlich niedriger als das eigentliche Gelände des Kraftwerks, welches auf Deichhöhe aufgeschüttet wurde. Bezüglich des stillgelegten Atomkraftwerks sei die Situation „vollkommen unkritisch“, so der Sprecher.
Hochwasser tritt in Gelände ein: AKW Biblis wird seit 2017 abgebaut
Nach der Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 und im Rahmen des deutschen Atomausstiegs wurde das Kraftwerk Biblis außer Betrieb genommen. Seit 2017 wird die Anlage abgebaut. Zwei der ursprünglich vier Kühltürme sind noch vorhanden.
Das Hochwasser sorgte am Wochenende sowie am Montag für Probleme in Südhessen, aber auch im Norden des Bundeslandes. In Alsfeld etwa bahnte sich eine Schlammlawine ihren Weg durch den Stadtteil Elbenrod, zeitweise war die A7 überflutet, in Teilen der Region mussten reihenweise Keller leergepumpt werden.
