Vorhersage

Juckende Augen und Niesreiz: Pollenbelastung in Kassel und Nordhessen explodiert

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Pollen belasten Allergiker nicht erst im kalendarischen Frühling. Bei manchen Arten beginnt die Saison früher. Für Kassel und Nordhessen liegen aktuelle Meldungen vor.

Kassel – Bei einigen Menschen in Kassel und Nordhessen können sie dieser Tage schon auftauchen: Symptome wie tränende und juckende Augen, Niesreiz, Fließschnupfen oder Asthma. Pollen sind die häufigsten Auslöser von diesen allergischen Symptomen und schon im Raum Nordhessen aktiv.

Pollenbelastung in Hessen schon im Februar – DWD legt Prognosen vor

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) aktualisiert täglich gegen 11 Uhr seinen sogenannten Pollenflug-Gefahrenindex. Damit wird ersichtlich, wie hoch die Pollenbelastung in Hessen ist. Aktuell (Stand: 25. Februar, 13 Uhr) lautet die Prognose für die Region Nordhessen wie folgt:

TagPrognose
Dienstag, 25. FebruarHasel und Erle (gering bis mittel)
Mittwoch, 26. FebruarHasel (gering bis mittel) und Erle (keine bis gering)
Donnerstag, 27. FebruarHasel (gering bis mittel) und Erle (gering bis mittel)

Dass die Pollensaison zum jetzigen Zeitpunkt schon in vollem Gange ist, hängt mit den klimatischen Veränderungen zusammen. Die Saison beginnt heutzutage oft schon im Januar oder Februar, in sehr milden Wintern sogar schon im Dezember. Denn milde Winter lassen Pflanzen eher austreiben. Hinzu kommt, dass die derzeitige Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs „außergewöhnlich“ ist. „Und genau das sorgt für eine massive Pollenfreisetzung“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Prognose zu Pollenbelastung über Hessen – Hasel und Erle in der Saison

Die Pollenkörper der Haselblüte sorgen bei Allergikern schon im Februar für Beschwerden.

Wie intensiv die Symptome letztendlich sind, ist nach Angaben des DWD von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Zwischen der Stärke der Symptome und der Anzahl der Pollen in der Luft bestehe hingegen ein enger Zusammenhang. Die Pollenkonzentration werde durch verschiedene Faktoren beeinflusst, beispielsweise durch die Pollenquelle, die geografische Lage, die Pflanzenart und die lokalen Witterungsbedingungen.

Hasel

Hasel gehört zur Familie der Birkengewächse. Sie blüht von Januar bis April. Ihr Blühbeginn ist nach Angaben des DWD auch schon Ende Dezember möglich. Der Strauch kommt vom Norddeutschen Tiefland bis zu 1400 Meter Höhe in den Alpen, in Laubwäldern und an Waldrändern vor. Das Allergiepotenzial ist mäßig, zu Kreuzreaktionen kommt es mit Birke, Erle, Hainbuche, Eiche, Rotbuch und Esskastanie.

Nicht nur die Pollenkonzentration, sondern auch der Allergengehalt in den Pollen ist laut DWD maßgeblich für die Stärke der Allergiesymptome. Demnach weisen zum Beispiel Pollen aus Gebieten mit höherer Luftschadstoffbelastung einen höheren Allergengehalt auf. Luftschadstoffe wie Stickoxide oder Ozon können die Eigenschaften von Pollen und dadurch ihr allergenes Potenzial verstärken. (nok)

Erle

Die Erle gehört zur Familie der Birkengewächse. Die Schwarzerle blüht von Februar bis April, die Grau-Erle von Februar bis März und die Grün-Erle von April bis Juni. In Europa ist die Schwarz-Erle weit verbreitet mit Ausnahme vom Norden Skandinaviens und von Island. Sie wächst meist im Flachland, bevorzugt an nassen Standorten, aber auch im Gebirge. Die Grau-Erle ist in Europa weit verbreitet, besonders zwischen 500 und 1.600 Höhenmetern. Die Grün-Erle ist die einzige strauchförmige Erlenart in Europa. Sie kommt in Tallagen und im Gebirge bis zu 2800 m bevorzugt an feuchten Hangen, Bach- und Waldrändern vor.

Das Allergiepotenzial ist mäßig, zu Kreuzreaktionen kommt es mit Birke, Hasel, Hainbuche, Eiche, Rotbuche und Esskastanie.

Die Kraniche ziehen wieder über Kassel und Nordhessen hinweg. Bis zu 280.000 dieser majestätischen Vögel werden erwartet. Besonders bei günstigen Wetterbedingungen bieten sie ein beeindruckendes Schauspiel.

Rubriklistenbild: © Imago/Deutscher Wetterdienst

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