VonLeon Schmittschließen
Jetzt dreht der Sommer noch einmal richtig auf. In Deutschland kratzen die Temperaturen in den nächsten Tagen an der 40-Grad-Marke. Die Hitze erreicht auch Hessen - und bringt Gefahren mit sich.
Fulda - Nachdem Gewitter und Stürme das Wetter in Deutschland bestimmt haben - auch in Osthessen hinterließ das Unwetter in der Nacht auf Donnerstag Spuren -, rollt nun eine große Hitzewelle an. Nahezu die ganze Republik ist betroffen - darunter auch Hessen.
Wetter: Hitze-Warnungen - schwüle Luft und Tropennächte
„Ab heute legt in Deutschland eine neue Hitzewelle los“, schreibt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung am Freitag in seinem Newsletter für wetter.net. „Zwar hatten wir in den vergangenen Tagen immer wieder mal Werte über 30 Grad, doch ab heute wird es besonders in der Mitte und im Süden von Deutschland bis einschließlich Mittwoch oder Donnerstag in der nächsten Woche täglich Höchstwerte von über 30 oder gar 35 Grad geben“, prognostiziert der Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met.
Der Wetter-Experte erwartet viel Sonne und wenig Regen. Den Höhepunkt soll das Hitze-Intermezzo am Dienstag erreichen. Dann nähern sich der Vorhersage zufolge die Spitzenwerte im Südwesten Deutschlands sogar der 40-Grad-Marke. „Besonders heftig werden die Nächte“, erwartet Jung: „Die fallen in den Ballungsräumen kaum noch unter die 20-Grad-Marke. Es reiht sich Tropennacht an Tropennacht.“
Auch in Hessen wird es heiß und schwül, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. Die Temperaturen steigen demnach am Freitag voraussichtlich auf 28 bis 33 Grad und in Hochlagen auf um die 25 Grad. Am Nachmittag könne es zu einzelnen Schauern kommen. Vielerorts bleibe es aber niederschlagsfrei.
Am Samstag kann es laut DWD zwischen wechselnd bewölktem Wetter auch mal sonnige Abschnitte geben. Im Laufe des Nachmittags seien Schauer und sogar einzelne Gewitter nicht auszuschließen. Die Temperaturen können bis zu 34 Grad erreichen.
Am Sonntag ist dann nach DWD-Angaben nur noch selten mit kurzen Schauern zu rechnen. Die Temperaturen steigen voraussichtlich auf 29 bis 33 Grad. Auch zum Beginn der nächsten Woche rechnet der Wetterdienst mit Höchsttemperaturen von 33 Grad in Hessen. Und es bleibe meist niederschlagsfrei.
Was bei manchem Schwimmbadgänger nach dem zuletzt eher verregnetem Sommer zunächst wie Musik in den Ohren klingen mag, birgt Gefahren. Denn die anhaltende Hitze - ohne Abkühlung durch Regen und Wind - kann den Körper extrem belasten.
Hitze in Deutschland: Wetterdienst warnt vor Wärmebelastung
Der DWD warnt deshalb aktuell in nahezu ganz Deutschland vor starker Wärmebelastung. Auch im Kreis Fulda, im Vogelsbergkreis und Kinzigtal gilt die Warnung. „Die Hitze wird alte und pflegebedürftige Menschen extrem belasten“, heißt es. Wem die Hitze besonders zusetzt, der kann am Wochenende in die Berge flüchten. Denn in den höheren Lagen der Rhön und des Vogelsbergs - ab etwa 600 Metern Höhe - fällt die Belastung dem DWD zufolge nicht so stark aus.
Auch Meteorologe Jung warnt vor einer „enormen Belastung für so manchen Kreislauf. Wir müssen davon ausgehen, dass diese Hitzewelle wieder einige Opfer fordern wird.“ Gerade bei älteren und kranken Menschen bringe so eine Wetterlage den Kreislauf an seine Belastungsgrenzen. „Viel trinken und keine großen Anstrengungen“, lautet der Rat des Wetter-Experten. Weitere Tipps gegen die Hitze finden Sie hier.
Und wie lange hält die Hitze an? Laut Jung sei eine Abkühlung durch Schauer und Gewitter in den nächsten Tagen erstmal nicht in Sicht. „Erst nächste Woche Donnerstag könnte es unter schweren Gewittern langsam wieder kühler werden“, so der Meteorologe.
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