Alte Segelflughalle

Bekommt Fulda ein See-Restaurant? Magistrat sichtet Bewerbungen von Gastronomen

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Entspannen am See: Das war während der Landesgartenschau auf der Auenterrasse beim DRK möglich. Nun will die Stadt eine dauerhafte Gastronomie.
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Nicht erst seit der Landesgartenschau ist der Aueweiher beliebtes Ziel von Einheimischen und Ausflüglern. Daher will die Stadt Fulda in und rund um die alte Segelflughalle an der Olympiastraße einen Gastronomiebetrieb etablieren. Derzeit sichtet der Magistrat Bewerbungen von interessierten Gastronomen.

Fulda - Eine Gastronomie direkt am Aueweiher fehlt vielen Menschen in Fulda. Auch deshalb war die während der Landesgartenschau vom DRK betriebene Auenterrasse so erfolgreich. Hier konnten Gäste wahlweise auf den Treppenstufen oder im Strandkorb entspannen, den Blick über das Wasser gleiten lassen, Alltagsmensch Paul im Weiher zusehen – und all das bei regionalen Spezialitäten und kühlen Getränken. Nun plant die Stadt nicht nur mit einer temporären Gastronomie – sondern mit einem dauerhaften und ganzjährigen Betrieb am malerischen Weiher.

See-Restaurant in Fulda? Stadt will Gastronomie am Aueweiher etablieren

Im vergangenen Jahr war das Interessenbekundungsverfahren gestartet. Die eingegangenen Bewerbungen werden jetzt gesichtet, der Magistrat wird darüber beraten und entscheiden, erklärt die städtische Pressestelle gegenüber unserer Zeitung. Was die Besucher hier künftig erwartet – ob gediegenes Restaurant, Café, Biergarten oder Cocktailbar – ist daher noch völlig offen.

Konkret geht es um die Fläche, auf der die 1958 erbaute und rund 470 Quadratmeter große Segelflughalle steht, die der Stadt gehört. Das gesamte Ensemble soll zu einer „attraktiven Adresse im qualitativen Gastronomie- und Freizeitbereich“ entwickelt werden, heißt es in der Ausschreibung der Stadt. Schon während der Landesgartenschau habe die Veranstaltungsfläche mit Terrasse und Seedeck große Akzeptanz und eine starke Nachfrage der Besuchenden erfahren.

Ziel ist ein ganzheitliches und nachhaltiges Nutzungskonzept. Allerdings gibt es am Aueweiher naturschutzfachlich wertvolle Biotope, das Gewässer ist Teillebensraum und Rastplatz für viele Vogelarten. Fragen der Naherholung müssen mit denen des Naturschutzes abgewägt werden. Daher ist klar: „Eine Auseinandersetzung mit einem solchen sensiblen Landschaftsraum ist unausweichlich und herausfordernd“, heißt es in der Projektbeschreibung der Stadt.

Rund um den Aueweiher war im Vorfeld der Landesgartenschau vieles neu gestaltet worden. Zu den Neuerungen gehören etwa auch der Kiesstrand am Südufer und die aufgewerteten Flächen an den beiden Bleichhäuschen. Die bislang besorgniserregende Wasserqualität der vor knapp drei Jahren miteinander verbundenen Weiher war zudem durch Rohrleitungen und eine Filteranlage verbessert worden.

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