VonLeon Schmittschließen
Die Arbeitslosigkeit in Fulda ist im Januar deutlich angestiegen. Besonders Männer und ältere Arbeitnehmer sind betroffen.
Fulda - Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda stieg im Januar deutlich an, wie aus dem aktuellen Bericht der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda hervorgeht. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich auf 5026 - das sind 456 Personen mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote kletterte dadurch auf 3,9 Prozent (Vormonat: 3,5 Prozent; Vorjahr: 3,7 Prozent). Fulda verzeichnet aber weiterhin die niedrigste Quote in Hessen (Hessendurchschnitt: 5,9 Prozent).
Mehr Arbeitslose im Januar in Fulda - ältere Männer besonders betroffen
Besonders betroffen sind Männer, die häufig in Außenberufen arbeiten. Hier stieg die Arbeitslosigkeit um 11 Prozent auf 2822. Auch ältere Personen über 50 Jahre erlebten einen überproportionalen Anstieg von 12 Prozent auf 1460. „Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Januar üblich, da befristete Arbeitsverhältnisse und Ausbildungsverträge auslaufen.
Außerdem belastet neben der saisonalen Komponente die schwache Konjunktur den heimischen Arbeitsmarkt zunehmend“, erläutert Matthias Dengler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. „Im Januar haben sich deutlich mehr Menschen aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus arbeitslos gemeldet als im Dezember und als im Januar des Vorjahres. Zudem ist der Stellenzugang rückläufig.“
Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur akquirierte im Januar in der Region Fulda 172 Stellen. Das sind 102 weniger als im Vormonat und 103 weniger als im Vorjahr. Derzeit stehen der Agentur für Arbeit in der Region Fulda 1351 Stellen zur Vermittlung zur Verfügung.
Unternehmen in der Region setzen verstärkt auf Kurzarbeit, um Arbeitsplätze zu sichern. Im Januar zeigten 34 Betriebe für 453 Beschäftigte Kurzarbeit an. Da die Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, lassen sich erst mit Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Nutzung treffen. Im Mai des vergangenen Jahres bezogen 19 Betriebe für 908 Mitarbeitende Kurzarbeitergeld.
1200 freie Ausbildungsstellen im Sommer
Die Berufsberatung läuft indes auf Hochtouren. Mehr als 1200 Ausbildungsstellen stehen zur Besetzung im Sommer bereit. Auch im Bereich des Dualen Studiums gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Agenturchef Dengler ermutigt junge Menschen, sich schnell bei der Berufsberatung zu melden, um einen Ausbildungsplatz im Wunschberuf zu finden. Eine Terminvereinbarung ist möglich unter 0800 4555500 oder per E-Mail an fulda.berufsberatung@arbeitsagentur.de.
