VonVolker Niesschließen
Für das Problem der Haldenwässer und der Haldenabdeckung in Neuhof soll ein Runder Tisch eine Lösung finden. Jetzt tagte das neu gebildete Gremium unter neuer Moderation erstmals.
Neuhof - „Wir haben in einer sehr konstruktiven Atmosphäre getagt. Das macht Mut für alle weiteren Treffen“, berichtet der Neuhofer Bürgermeister Heiko Stolz (CDU) gegenüber unserer Zeitung. Der Runde Tisch kam am Mittwochabend in Neuhof erstmals zusammen.
„Für den gesamten Prozess ist es wichtig, dass neues Vertrauen zwischen den Gesprächspartnern geschaffen wird. Dafür war die erste Sitzung eine sehr gute Basis“, sagt der Bürgermeister.
Neuhof: Runder Tisch zum Kaliberg - erste Sitzung gelungen
Moderator ist der ehemalige Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein. Zu Beginn skizzierten die Gemeinde, die Bürgerinitiative „Umwelt Neuhof“ und K+S ihre jeweilige Positionen in Kurzvorträgen. Danach stellten sich die 40 Teilnehmer aus Verbänden, Gemeinde, Landkreis Fulda und Regierungspräsidium und K+S vor. Am 30. Oktober soll die nächste Sitzung stattfinden.
In den nächsten zwei Jahren sind rund 20 Sitzungen von je drei Stunden Dauer vorgesehen. Zu den Sitzungen sollen auch externe Experten, Gutachter und möglicherweise zum Teil Medienvertreter eingeladen werden.
Innerhalb der zwei Jahre soll eine Lösung für das Problem der salzhaltigen Haldenabwässer gefunden werden. Danach wird sich das Genehmigungsverfahren der Behörden anschließen. Die gefundenen Maßnahmen sollen in einem überschaubaren Zeitraum von 20 bis 30 Jahre umsetzbar sein. Beendet werden soll alles bis zum Jahr 2075, so heißt es in dem bereits im Mai vereinbarten Eckpunktepapier.
Geplant ist „eine ergebnisoffene, unabhängige und gleichwertige Prüfung aller in Frage kommenden Varianten zur Reduzierung der salzhaltigen Haldenabwässer“.
