Nachhaltigkeit Eschwege

Vortrag in Eschwege: Baustoffrecycling soll Ressourcen schonen

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Mit ein bisschen Arbeit könnten diese alten Lampen wieder im neuen Glanz erstrahlen: (von links) Gruppenleiter Harald Stückrath, Werkstattleiter der GWE Andreas Galle und Landrätin Nicole Ratgeber.
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Nachhaltigkeit beim Umgang mit Baustoffen: Das ist das Thema eines Vortrags im E-Werk in Eschwege. Erfahrungen damit haben die Gemeinnützigen Werkstätten Eschwege schon gesammelt.

Eschwege – Der schonende Umgang mit Ressourcen ist ein Thema, das schon jetzt eine große Rolle spielt, davon ist Aufwind-Vorstand Hartmut Kleiber überzeugt. „Wir alle müssen überlegen, wie wir die Zukunft sorgfältig gestalten können“, sagt er. „Dazu gehört der schonende Umgang mit Ressourcen.“ Am Dienstag (21. November) veranstaltet der Verein Aufwind mit dem Verein für Regionalentwicklung Werra-Meißner einen Vortrag zum Thema Baustoffrecycling mit der Architektin Ute Dechantsreiter im E-Werk.

Denn auch die Gemeinnützigen Werkstätten Eschwege unter dem Dach von Aufwind haben schon erste Erfahrungen mit dem Aufarbeiten alter Materialien gesammelt und wollen sich im Baustoffrecycling nun intensiver aufstellen und diesen Bereich in die Werkstatt integrieren. „Wir haben den Werkstätten die besten Möglichkeiten dazu, wir haben den Platz, und die Beschäftigten finden es spannend, sich mit diesen Arbeiten zu befassen, denn sie sind abwechslungsreich“, sagt der Metallbauer Harald Stückrath, der in den GWE als Gruppenleiter arbeitet. Alte Lampen aus dem Bereich Kunsthandwerk und Jugendstilobjekte aus einem alten Haus hat er in der Werkstatt mit seiner Gruppe schon aufgearbeitet, sogar einen Pferdeschlitten. Aber auch alte Baustoffe wie Holzbalken aus Abrisshäusern könnte man wiederverwerten und etwas Neues daraus herstellen. Sogar Kunststofffenster könnten geschreddert werden, die Grundstoffe recycelt und wieder verkauft werden.

„Durch Recycling werden nicht nur Ressourcen, sondern auch Geld und Energie gespart“, sagen Hartmut Kleiber und Aufwind-Vorstand Andrea Röth. „Wir als Verein wollen mit unserer Arbeit auch den gesellschaftlichen Raum mitgestalten.“ Ideen hat der Verein schon viele, wie man es anpacken könnte, die Frage sei, welche Bedarfe es gebe und ob das Bauhandwerk interessiert ist - zum Beispiel daran, Netzwerke aufzubauen? Denn bei steigenden Baustoffpreisen könnten auch diese Betriebe bestehende Ressourcen wiederverwenden. Diese Branchen möchte Aufwind mit dem Vortrag ebenfalls ansprechen.

Ute Dechantsreiter stellt anhand von Beispielen aus anderen Kommunen vor, wie Baustoffrecycling funktioniert und wie man regionale Netzwerke oder Börsen aufbaut. Anschließend soll es ein Gespräch mit den Akteuren aus dem Werra-Meißner-Kreis geben, welche Bedarfe sie sehen, und wie man sich bei dem Thema zusammenschließen kann. Beispiele für den Aufbau von Baustoffbörsen gebe es etwa in Kassel.

Landrätin Nicole Ratgeber sieht in der Idee Potenzial für den Werra-Meißner-Kreis: „Ich bin davon überzeugt, dass dies ein großartiges Projekt sein kann, denn unsere Ressourcen sind endlich.“ Der Verein für Regionalentwicklung steht bereit, lokale Netzwerke zu unterstützen. Geschäftsführerin Sabine Wilke sagt: „Dies wäre ein Schritt nach vorn für die Region in Sachen Nachhaltigkeit - ob es nun um die Wiederverwertung von Rohstoffen geht oder auch das Upcycling von alten Gegenständen.“ (Kristin Weber)

Termin

Wer Interesse an dem Thema hat, kann sich noch zum Vortrag anmelden, per E-Mail bei Hartmut Kleiber: Hartmut.Kleiber@aufwind-wmk.de oder Sabine Wilke: sabine.wilke@vfr-werra-meissner.de - der Vortrag findet am Dienstag (21. November) um 18 Uhr im E-Werk in Eschwege statt, mit anschießendem Gespräch.

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