- VonSabine Kohlschließen
Der April macht, was er will. Erst Frühsommer, dann Sturmtief und nun Schnee auf der Wasserkuppe. Auf Hessens höchstem Berg sind Wiesen, Bäume und Dächer seit Dienstagmorgen fein weiß gepudert.
Wasserkuppe/Poppenhausen - „Es hat tatsächlich ein bisschen geschneit hier oben“, bestätigt Florian Heitmann, Betriebsleiter der Ski- und Rodelarena auf der Wasserkuppe auf Nachfrage unserer Zeitung. Eine dünne Schneeschicht bedecke Bäume, Wiesen und Dächer.
Fotostrecke: Schnee auf der Wasserkuppe




Verantwortlich für die Rückkehr des Winter-Wetters ist das Sturmtief, das seit Montagnachmittag über Osthessen hinwegzieht und einen dramatischen Temperatursturz mit sich gebracht hat.
Schnee auf der Wasserkuppe: Winter-Wetter schlägt in Hessen voll zu
In vielen Teilen Osthessens hat das Sturmtief für umgestürzte Bäume, zwei Leichtverletzte und in Fulda für eine zerstörte Fensterscheibe in einem Autohaus gesorgt. Nach den sommerlichen Rekord-Temperaturen in der ersten Aprilhälfte scheint die Kälte nun ein der Jahreszeit nicht mehr angemessener Wechsel zu sein. Dabei sei so ein Wetter für den April völlig normal, sagte etwa Wetter-Experte Dominik Jung gegenüber dem Portal wetter.net.
Das bestätigt Florian Heitmann: „Im April kommt das immer wieder vor, dass es bei uns auf der Wasserkuppe noch mal schneit. Ungewöhnlich war eher die Wärme der vergangenen Wochen.“ Heitmann erinnert sich etwa an das Jahr 2015: „Da konnten wir am 6. April hier oben noch Ski fahren.“
Ski fahren oder rodeln ist an diesem Dienstag definitiv nicht mehr möglich. „Dafür ist es viel zu warm“, sagt Heitmann. An vielen Stellen taue der Schnee schnell wieder weg. Und auch die Ski- und Rodelarena ist längst auf Sommerbetrieb eingestellt.
Ski- und Rodelarena auf der Wasserkuppe ist bereits auf Sommerbetrieb eingestellt
In den vergangenen Wochenenden der Osterferien in Hessen sei bereits einiges losgewesen, so der Betriebsleiter, der persönlich auf den erneuten Winter-Einbruch gut verzichten könnte: „Es müsste jetzt nicht mehr unbedingt sein. Man hatte sich schon gut auf die Wärme eingestellt.“ Damit wird es aber zunächst nichts mehr, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag erneut mitteilte.
Im Tagesverlauf gebe es in Hessen weiterhin Schauer und kurze Graupelgewitter, in den höheren Lagen wie etwa auf der Wasserkuppe ist Schnee und Schneeregen möglich. Die Straßen könnten glatt werden. Die Temperaturen bleiben überwiegend einstellig, können nachts auf den Gefrierpunkt sinken. Mindestens bis zum Wochenende wird sich das winterliche Wetter laut Deutschem Wetterdienst halten.
