VonAnne Burkardschließen- Sabine Kohlschließen
Der Deutsche Wetterdienst hat für Mittel- und Süddeutschland eine Hitzewarnung für den Mittwoch herausgegeben. Diese gilt auch für alle Landkreise in Osthessen. Nun gibt es erste amtliche Warnungen vor starkem Gewitter für den Kreis Fulda.
Update von Mittwoch, 31. Juli, 18.31 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Kreis Fulda nun eine amtliche Warnung vor starkem Gewitter zunächst bis 19 Uhr herausgegeben. Es gilt die Stufe 2 von 4.
Wetterdienst warnt vor Hitze in Osthessen - und vor starkem Gewitter im Kreis Fulda
Laut DWD besteht Gefahr durch Blitzschlag (Lebensgefahr!), vereinzelt umstürzende Bäume, herabstürzende Gegenstände, vereinzelte, rasche Überflutungen von Straßen/Unterführungen, Aquaplaning und Hagelschlag. „Es treten Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h (20 m/s, 38 kn, Bft 8) sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 25 l/m² pro Stunde.“
Erstmeldung von Mittwoch, 31. Juli, 10.55 Uhr:
Fulda - Im Südwesten Deutschlands, insbesondere der Bodensee-Region, sowie im Saarland liegt sogar eine Warnung vor extremer Hitze vor. In Osthessen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Hitze. Die Warnung gilt von 11 bis 19 Uhr für die Landkreise Fulda, Vogelsberg, Hersfeld-Rotenburg und Main-Kinzig.
Die Temperaturen steigen im Tagesverlauf in Hessen auf 29 bis 34 Grad. Dies geht entsprechend mit einer starken Wärmebelastung einher, zumal es auch in der Nacht nicht deutlich abkühlt. Die Temperaturen sollen in der Nacht zu Donnerstag immer noch bei um die 20 Grad liegen. Die Hitzebelastung kann für den menschlichen Körper gefährlich werden und zu einer Vielzahl an gesundheitlichen Problemen führen.
Der DWD rät dazu, die Hitze zu meiden. Vor allem in den Nachmittagsstunden, der heißesten Zeit des Tages, sollte man möglichst drinnen bleiben. Draußen sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, besonders Kinder sollten vor der Sonne geschützt sein. „Unterlassen Sie außerdem große Anstrengungen“, raten die Experten des Wetterdienstes. „Verschieben Sie körperliche Aktivitäten im Freien auf die frühen Morgenstunden.“
Zudem gelte es, bei dem heißen Wetter den eigenen Körper kühl zu halten, etwa durch ausreichendes Trinken (keinen Alkohol!), leichtes Essen sowie helle Kleidung. Auch eine kühlende Dusche oder ein Fußbad könnten helfen. Im Main-Kinzig-Kreis ist an heißen Tagen das Hitzetelefon aktiv, bei dem sich vor allem ältere und chronisch kranke Menschen Tipps für den Umgang mit der Hitze holen können. Die Hitzewelle soll in den kommenden Tagen anhalten, wie fr.de berichtet.
Wetterdienst gibt Tipps bei Hitze: viel trinken und die Sonne meiden
Innenräume sollten möglichst kühl gehalten werden, so der DWD: „Lüften Sie dann, wenn es draußen kühler ist als drinnen und schützen Sie die Räume vor direkter Sonneneinstrahlung.“ Falls es in der eigenen Wohnung zu warm werde, rät der Wetterdienst, nach kühleren Plätzen in der Nähe zu suchen, etwa schattige Plätze in Parks, Kirchen oder klimatisierte öffentliche Gebäude wie beispielsweise Einkaufszentren.
Wer Abkühlung im Wasser sucht, kann eines der zahlreichen Freibäder in Osthessen besuchen, die meist seit Mai geöffnet sind. Auch Badeseen in der Region laden zu einem Besuch ein, darunter etwa der Pfordter See in Schlitz, an dem in diesem Jahr eine neu Badeordnung gilt, oder der Nieder-Mooser See.
Dabei sollten Wasserratten allerdings darauf achten, nicht zu lange im Wasser und damit meist in der direkten Sonne zu sein. Immer wieder sollte der Schatten gesucht werden. Außerdem ist es wichtig, eine Kopfbedeckung zu tragen und sich mit Sonnenschutz einzucremen oder bestenfalls lange Kleidung überzuziehen.
Gegen Abend steigt in der schwül-warmen Hitze erneut das Gewitter-Risiko, das auch in der Nacht zum Donnerstag anhält. Laut Wetterdienst herrscht die größte Unwettergefahr im Süden und Südwesten Deutschlands, auch über Mitteldeutschland und damit Osthessen kann es aber teils zu gewittrigen Schauern oder Starkregen mit mehr als 20 Litern pro Quadratmeter kommen.
Am Donnerstag ist es wechselnd bewölkt. Weiterhin sind Schauer und teils kräftige Gewitter möglich, lokal drohen Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Die Temperaturen sinken dafür nur leicht, es bleibt schwül-warm bei 26 bis 30 Grad. Erst am Freitag sinken die Temperaturen spürbar auf 23 bis 27 Grad, auf der Wasserkuppe auf 20 Grad. Schauer und Gewitter sind laut DWD weiter möglich, im Tagesverlauf beruhige sich das Wetter aber.
Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa


