VonLisa Krauseschließen
Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im August gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt um 35 höher als im Juli bei nun 5118. Die Arbeitslosenquote beträgt – wie im Vormonat und im Vorjahr - 3,9 Prozent.
Fulda - Während bei Männern die Arbeitslosigkeit um 0,6 Prozent beziehungsweise 18 Personen auf 2756 zurückging, waren im August 2362 Frauen und somit 53 mehr arbeitslos gemeldet als im Monat zuvor. Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg um 29 (+4,5 Prozent) auf 679.
Zahl der Arbeitslosen im August in Fulda fast unverändert
„Wir sehen eine schwächere Verfassung des regionalen Arbeitsmarktes, wenn wir die Zahlen mit den Vorjahrsdaten vergleichen“, erklärt Matthias Dengler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, und argumentiert mit den Entwicklungen in den Rechtskreisen: Während das Kreisjobcenter binnen Jahresfrist ein Minus von 113 arbeitslosen Menschen auf 3037 verzeichnete, waren bei der Agentur für Arbeit im August 236 Personen mehr erwerbslos gemeldet als vor einem Jahr.
Agenturchef Dengler: „Die Arbeitslosenversicherung reagiert unmittelbarer auf Veränderungen. Mit rund 13 Prozent haben wir mit den größten Anstieg in ganz Hessen. Der Arbeitsmarkt ist tatsächlich in großer Bewegung. Das ist ein schleichender Prozess. Wir müssen mehr tun, damit wir die Stärke in der Region halten.“
Im August meldeten sich 1084 Menschen bei Arbeitsagentur oder Kreisjobcenter arbeitslos. Das waren 16 weniger als im Vorjahr. Zugleich konnten 76 Personen mehr ihre Arbeitslosigkeit beenden als im August vergangenen Jahres.
Trotz weniger offener Stellen sind Fachkräfte fast überall gesucht
Beim Stellenzugang verzeichnete der Arbeitgeberservice ein Minus von 143 gegenüber dem Monat zuvor. Der Agentur für Arbeit liegen in der Region Fulda aktuell 1466 Stellen zur Besetzung vor. Bedarf an – zumeist qualifiziertem - Personal besteht in nahezu allen Bereichen.
„Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, passende Fachkräfte zu finden, auf der anderen Seite verfügen zwei Drittel der gemeldeten arbeitslosen Menschen in unserer Region nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung“, führt Matthias Dengler aus. Es gelte, ungelernte und angelernte Personen für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Die Agentur für Arbeit fördere eine Weiterbildung nicht nur bei arbeitslosen Menschen, sondern auch bei erwerbstätigen Personen.
