Massenproteste in Hessen: Zehntausende demonstrieren gegen Rechtsextremismus und AfD
VonAnna Kirschner
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Massive Proteste gegen Rechtsextremismus und AfD gab es am Samstag in Hessen. An allen Orten kamen vielfach mehr Demonstranten zu den Kundgebungen als erwartet.
Frankfurt/Kassel/Gießen – Am Samstag protestierten in verschiedenen hessischen Städten Zehntausende gegen Rechtsextremismus und die AfD. Insgesamt gingen bis zu 80.000 Menschen auf die Straße. In Frankfurt, wo die größte Kundgebung in Hessen stattfand, zählte die Polizei etwa 35.000 Demonstranten. Die Veranstalter sprechen von 50.000 Teilnehmenden. Schon vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung füllten Menschen den Römer, sie hielten Transparente mit den Zitaten „Alle zusammen gegen den Faschismus" und „Kein Platz für Nazis“ hoch.
Aufgrund des großen Andrangs musste die Polizei den Versammlungsbereich um den Paulsplatz vergrößern. Die Demonstration erstreckte sich zeitweise vom Mainkai bis zum Liebfrauenberg, wie ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Atmosphäre unter den Demonstranten war friedlich. Nach der Kundgebung bewegte sich ein Demonstrationszug mit etwa 2000 Teilnehmern in Richtung Alte Oper.
In Kassel übertraf eine Demonstration gegen Rechtsextremismus mit etwa 15.000 Teilnehmern die Erwartungen deutlich –ursprünglich waren nur 1000 Teilnehmer erwartet worden. Der Kasseler Oberbürgermeister Sven Schöller (Grüne) trat als Redner auf und sagte: „Wir werden für die Demokratie und unsere Werte kämpfen, und wir werden diesen Kampf gewinnen“. Die Teilnehmer hielten Plakate mit den Zitaten „Nazis und Antisemiten müssen ausgebürgert werden“ und „Zusammen gegen Extremisten für Demokratie“.
Auch in Gießen viel mehr Menschen bei Demo gegen Rechts als erwartet
In Gießen gingen ebenfalls mehr als 12.000 Menschen auf die Straße, zuletzt waren 3000 erwartet worden. Die Kundgebung unter dem Motto „Gießen wehrt sich! Nie wieder ist jetzt!" wurde vom Bündnis „Gießen bleibt bunt“ organisiert.
In Limburg nahmen etwa 2800 Menschen an einer ähnlichen Demonstration teil. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden hatte zu dem Protest aufgerufen. Viktoria Spiegelberg-Kamens, Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes und Anmelderin der Versammlung, erklärte, dass die Ergebnisse der hessischen Landtagswahl vom 8. Oktober des vergangenen Jahres „dass sich auch hier Teile der Gesellschaft vom demokratischen Konsens lösen und die AfD nicht nur ein Problem der ostdeutschen Bundesländer ist" zeigten. „Daher wollen wir auch in Limburg ein deutliches Zeichen setzen.“ Für den Sonntag (21. Januar) ist auch in Offenbach eine Demonstration geplant.
Die bundesweiten Proteste wurden durch Berichte des Recherchenetzwerks Correctiv über ein Treffen von Rechtsradikalen mit Politikern der AfD und CDU ausgelöst. Dort soll die massenweise Abschiebung auch deutscher Staatsbürger anhand rassistischer Kriterien geplant worden sein. (anki)
Die Redakteurin hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft.