NWB, DB & Metronom

Bahnstreik in Niedersachsen und Bremen: Diese Züge fahren trotzdem

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Der aktuelle Bahnstreik wird auch Niedersachsen und Bremen treffen. Die DB wird massiv betroffen sein. Aber wie fahren NWB, Metronom und Co.?

Bremen/Hannover – Die Tarifverhandlungen zwischen der GDL und der Deutschen Bahn sind gescheitert. Der Gewerkschaftsvorsitzende, Claus Weselsky, kündigte zu Beginn der Woche neue Streiks im Personen- und Güterverkehr an, die ab Mittwoch, 6. März beginnen sollen. Der Personennahverkehr ist ab Donnerstag, 7. März, betroffen. Weitere, sogenannte „Wellenstreiks“ sollen folgen. Trotzdem werden einige Bahnen in Niedersachsen und Bremen weiterhin fahren.

Laut Gewerkschaftsangaben wird der aktuelle Bahnstreik in Niedersachsen und Bremen zunächst 35 Stunden dauern. Der Personenverkehr wird von Donnerstag, dem 7. März, 2 Uhr, bis Freitag, dem 8. März, 13 Uhr, bestreikt. Der Güterverkehr wird bereits am Mittwoch, dem 6. März, um 18 Uhr beginnen. Der Streik soll am Freitag um 5 Uhr enden.

Bahnstreik aktuell: So fahren NWB, Metronom und Co. in Niedersachsen und Bremen

Welche Zug-Line wird befahren, welche nicht? Die Lage ist für Reisende oft unübersichtlich. Einige Bahndienstleister haben jedoch bereits Tariferfolge erzielt und werden nicht von den angekündigten GDL-Streiks betroffen sein.

Der aktuelle Bahnstreik ab Donnerstag, 7. März, soll auch Niedersachsen und Bremen massiv treffen. Einige Züge sollen trotzdem noch fahren. Die Nordwestbahn (NWB) und Metronom gehören dazu.

Die Nordwestbahn (NWB) wird beispielsweise nicht bestreikt. Der Streik im Fern- und Nahverkehr betrifft hauptsächlich die Deutsche Bahn und ihr Netz. Daher kann es Auswirkungen auf den Betrieb im gesamten Netz der Nordwestbahn geben, teilt das Unternehmen mit. Da auch Infrastrukturanbieter und -betreiber der Deutschen Bahn zum Streik aufgerufen sind, kann es vereinzelt zu Einschränkungen in Form von (Teil-)Ausfällen und Verspätungen kommen. Reisende werden gebeten, sich im Online-Fahrplaner zu informieren.

Ebenso wird der Metronom wird vom Bahnstreik betroffen sein. Der Grund dafür ist, dass das Unternehmen zur NETINERA-Gruppe gehört. Am 12. Dezember 2023 wurde bereits ein Tarifabschluss mit der GDL erzielt. „Unsere gelb-blauen Züge fahren wie gewohnt, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin gerne für euch da und ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass wir streiken“, so die Aussage auf der Webseite des Bahndienstleisters. Dasselbe gilt für die ENNO und Erixx.

Niedersachsen vom Bahnstreik betroffen: Das fordert die GDL

Auch Hamburg wird durch den GDL-Streik stark betroffen sein – viele Regionalbahnen fallen aus. Seit mehreren Monaten verhandeln die GDL und die Bahn über einen neuen Tarifvertrag. Ein Hauptstreitpunkt ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden für Schichtarbeiter, ohne dass diese finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.

Die GDL erklärte bereits eine erste Verhandlungsphase im November für gescheitert und rief nach einer Urabstimmung zu zwei längeren Streiks auf. Der Fern-, Regional- und Güterverkehr in Deutschland kam über mehrere Tage hinweg weitgehend zum Stillstand. Auch der aktuelle Streik wird die gesamte Bundesrepublik betreffen, in München fallen sogar die S-Bahnen aus. DB-Personalvorstand Martin Seiler bezeichnete die Verhandlungspartner als „stur und egoistisch“. In Hessen ist derweil mit Einschränkungen beim RMV und NVV zu rechnen.

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