GDL-Streik

Gute Nachrichten trotz Bahnstreik: Kaum Belastung im Landkreis Rotenburg

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Es droht streikbedingtes Chaos auf den Schienen und in den Bahnhöfen im Land. An den Strecken im Südkreis Rotenburg sind allerdings bislang keine Ausfälle geplant.

Rotenburg – Er hat nicht lange auf sich warten lassen, der nächste Streik der Lokführer-Gewerkschaft GdL, deren bei der Deutschen Bahn beschäftigten Mitglieder ab Mittwoch, 2 Uhr, ihre Arbeit niederlegen. Der Streik hat nicht lange auf sich warten lassen und soll dieses Mal besonders lange für Einschränkungen sorgen – und zwar bis kommenden Montag. Für Bahnfahrende aus dem Rotenburger Südkreis gibt es aber Entwarnung. Dort soll alles fahren.

Die Metronom-Eisenbahngesellschaft, die die Linien RE4 und RB41 zwischen Hamburg und Bremen mit Stopps unter anderem in Sottrum, Rotenburg, Scheeßel und Lauenbrück betreibt, hat bereits kurz nach der Streik-Ankündigung am Montagmorgen Entwarnung gegeben. Ihre Lokführer seien nicht zum Streik aufgerufen. Es sei jedoch zu beachten, dass bei betrieblichen Einschränkungen seitens der Infrastrukturanbieter und -betreiber, beispielsweise in Stellwerken oder in der Betriebszentrale, mit Einschränkungen in Form von Ausfällen und Verspätungen zu rechnen sei, teilt der Metronom mit.

Eine Bahn der Linie RS6 von Rotenburg nach Verden.

Bahnstreik in Niedersachsen: Nordwestbahn-Mutter verhandelt selbst mit GdL

„Aufgrund des Streiks ist generell mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen in unseren Zügen zu rechnen. Wir empfehlen allen Fahrgästen, mehr Zeit für die Fahrt einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die bekannten digitalen Auskunftsmedien zu informieren.“ Ähnliches berichtet das Unternehmen „Start“, das auf der Linie RB 37 von Bremen nach Uelzen in Visselhövede hält. Dort liegen „zum aktuellen Zeitpunkt noch keine konkreten Informationen zu den Ausfällen vor“.

Auch die Nordwestbahn, die das Bremer Regio-S-Bahnnetz mit unter anderem der Linie RS6 von Rotenburg nach Verden betreibt, wird nach eigenen Angaben nicht bestreikt. Bei der vergangenen Streikrunde vor wenigen Wochen waren die Lokführer beim Ausstand noch dabei, brachen aber vorzeitig ab. Der Mutterkonzern der Nordwestbahn, Transdev, verhandelt selbst mit der Gewerkschaft GdL. Und diese Gespräche dauern laut einem Sprecher noch an.

Der Busverkehr im Südkreis ist ebenfalls nicht von den Streiks betroffen – das gilt auch für den Schülerverkehr. Die Deutsche Bahn bestätigt, dass ihr Tocherunternehmen Weser-Ems-Bus, nicht bestreikt wird. Auch der Kreisverwaltung liegen keine Informationen dazu vor.

Rubriklistenbild: © Heitmann, Holger

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