Eiskalte Nächte

Das Eiscafé muss warten: Kälte-Welle rollt über den Norden – doch etwas anderes besorgt Experten

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Wenn bei den Temperaturen Sturzflug statt Frühling angesagt ist, muss man sich zusammentun und wärmen, dachten diese Möwen wohl.
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Das Wochenende wird kühl – und auch die neue Woche startet mit Nachtfrost. Das Wetter im Norden bleibt sonnig und trocken. Und genau das besorgt die Experten.

Niedersachsen – Wer am Freitag noch den Feierabend bei einem Eis in der Sonne hat ausklingen lassen, der wird sich am Samstagmorgen (5. April) beim Brötchenholen wohl mächtig gewundert haben. Denn die Temperaturen sind über Nacht mächtig abgesackt und im Norden wehte zum Teil eine ziemlich eisige Brise.

Währen die letzten Tage mild und frühlingshaft daherkamen, zeigt der April jetzt seine kalte Schulter. Im Norden bleibt es zwar heiter und weitgehend trocken, doch es kühlt sich am Wochenende ab. Die Berg- und Talfahrt bei den Temperaturen mit warmen Tagen und kalten Nächten ist vorbei, jetzt werden auch die Tage kühler.

Frühlings-Feeling pausiert: Wetter im Norden deutlich kühler als in den letzten Tagen

Am Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nur noch Temperaturen von neun Grad auf den Inseln und in Hochlagen, sonst werden es zwölf bis maximal 15 Grad. An der See können einzelne stärkere Windböen auftreten.

Besonders in der Nacht zu Sonntag kühlt es dann ordentlich ab: Die Temperaturen sinken auf frostige Minus vier bis maximal ein Grad herab. Der Grund: Am Rand eines Hochs zwischen Island und Norwegen fließt mit einer vorübergehenden Strömung aus Nord-Ost deutlich kühlere Luft nach Niedersachsen und Bremen. Im Binnenland besteht daher die Gefahr von Frost, warnt der DWD.

„Im Laufe des Wochenendes gelangt aus Skandinavien polare Kaltluft mit empfindlichen Nachtfrösten nach Deutschland. Da die Luftmassen weiterhin trocken sind, verschärft sich die Trockenheit in Deutschland weiter“, so die DWD-Meteorologen. Für die Landkreise Rotenburg, Diepholz und Verden gilt daher eine amtliche Frost-Warnung bis 9 Uhr am Sonntagmorgen.

Niedersachsen-Wetter: Sonntag freundlich und niederschlagsfrei – die Nächte werden frostig

Auch am Sonntag ist es im Norden heiter und weiterhin niederschlagsfrei, die Höchstwerte liegen dann nur noch zwischen acht und zwölf Grad, in den Hochlagen des Harzes fünf Grad. Der Wind weht dabei nur schwach.

Extremes Wetter in Niedersachsen: Die beeindruckendsten Bilder

Sturm Norderney
Trifft viel Wind auf die niedersächsische Küste, kann es zu hohen Wellen kommen. © Imago
Sturmtief Nadia an der deutschen Nordseeküste
Dann kann es insbesondere auf den Nordseeinseln unruhig und ungemütlich werden. © Imago
Sturm Nordsee
Nimmt der Wind jedoch weiter Fahrt auf, drückt er das Meer ins Landesinnere. Es kommt zu einer Sturmflut. © Christine Höfelmeyer/Imago
Norderney Sturm Spaziergänger
Dann tritt das Wasser über die Befestigungen an den Stränden. Jeder Spaziergang könnte gefährlich werden. © Imago
Fähre Nordsee
Wenn die Fähren noch fahren, ist das Wetter jedoch noch nicht kritisch. © Imago
Schneesturm fegt mit 130 Km/h über Berg
Anders sieht da Sturm auf Niedersachsens Bergen aus. Da kann man schon einmal die Haltung verlieren. © Martin Dziadek/Imago
Schwere Gweitter Niedersachsen
Aber auch Gewitter mit seinen extremen Begleitphänomenen trifft Niedersachsen regelmäßig hart. © Roland Bock/Imago
Blitz Gewitter
Auf keinen Fall sollte man sich jetzt im Freien aufhalten © Roland Bock/Imago
Blitze Gewitter Niedersachsen
Blitzeinschläge können zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen. © Roland Bock/Imago
Niedersachsen, Hannover, Gewitter
Aber sie sind schön anzusehen. © Florian Petrow/Imago
Kräftige Gewitter und Unwetter im südlichen Niedersachsen
Während eines Gewitters kann es zu viel Hagel kommen. Das kann zu Glätte führen.  © Bernd Mrz/Imago
Kräftige Gewitter und Unwetter Niedersachsen
Plötzlicher Starkregen kann die Straße noch gefährlicher machen. © Bernd Mrz/Imago
Unwetter in Niedersachsen.
Und Sturmböen können dann auch geparkte Autos beschädigen. © Imago
Rotenburg an der Wümme
Fällt zu viel Regen in kurzer Zeit, kann es zu Hochwasser kommen © Silke Heyer/Imago
Nach sintflutartigen Regenfällen: Teich im Ortskern drohte überzulaufen
Dann sind auch die Kanalisationen überlastet. © Roland Bock/Imago
Einsatzkräfte des THW Ortsverband Friedrichsthal aus Saarbrücken im Hochwasser
In manchen Fällen helfen nur Sandsäcke gegen die Wassermassen. © Rainer Droese/Imago
Niedersachsen, Hannover, umgestürzter Baum auf überflutteter Straße
Wo keine sind, werden auch mal Straßen überflutet. © Imago
Der Fluss Ems tritt übers Ufer
So können ganze Landstriche Unterwasser gesetzt werden. © Imago
Kräftige Gewitter und Unwetter
Dann ist die Feuerwehr im Dauereinsatz © Imago
Überflutung Niedersachen
Manchmal kommt man nur noch mit schwerem Gerät durch die Straßen. © Imago
Kräftige Gewitter und Unwetter NDS
Denn es droht die Gefahr, einfach mit dem Auto in den Fluten stehen zu bleiben. © imago
Regenbogen ueber offenem Land
Doch das Wetter in Niedersachsen ist wechselhaft. Der Regen kann sich auch schnell wieder legen. © Martin Wagner/Imago
Traumhafter Sonnenaufgang in Niedersachsen
Dann kommt auch mal die Sonne raus. © Imago
Sonne über NDS
Zu viel Sonnenschein ist jedoch nicht gut für die Ernte. Es kommt zu trockenen Böden. © Imago
Malerischer Sonnenaufgang
Dann drohen Pflanzen einzugehen. Landwirte stehen dann vor Problemen. © Imago
Dürre NDS
Besonders in heißen Sommermonaten sind dann viele Felder von Dürre betroffen. © Martin Wagner/Imago
Landwirtschaft-Auf einem Acker
Die Ernte fällt schlechter aus, die Trockenheit ist schlecht für die Böden. © Martin Wagner/Imago

Vor allem die Nacht zu Montag wird teilweise richtig eisig, ganz ähnlich wie auch in Hessen: Zumeist ist es klar, örtlich kann sich Nebel bilden. Dabei kühlt es sich auf
Werte zwischen Minus sechs Grad im Wendland und 0 Grad in Küstennähe ab. Auf den Inseln werden es um die vier Grad. Im Binnenland in Bodennähe kann es bis zu Minus zehn Grad kalt werden. Also auch dann ist mit Frostbildung zu rechnen.

Der Montag selbst wird heiter bis wolkig bei zwölf bis 14 Grad, auf den Inseln und in Harzhochlagen kaum zehn Grad. Dabei weht ein teils mäßiger Nordwestwind. In der Nacht zu Dienstag kann es in einigen Regionen Niedersachsens stellenweise wieder Minus fünf Grad kalt werden.

Wo ist der Regen? Anhaltende Trockenheit im Norden besorgt Experten

Der Dienstag soll nach jetzigem Stand (5. April) nach Nebelauflösung wechselnd wolkig und nach Norden und Osten hin zeitweise auch stärker bewölkt werden. Dabei fallen aber nur selten ein paar Regentropfen. Das Thermometer klettert wieder ganz leicht nach oben: Im Binnenland werden zwölf bis 15 Grad, an der See und in Hochlagen um die zehn Grad erwartet.

Bis Mitte der Woche ist also nicht mit einer Rückkehr des Frühlingswetters wie zuletzt zu rechnen. Auch der Regen lässt sich derzeit kaum im Norden blicken. Schon der März 2025 war der trockenste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und der April startet ganz ähnlich. Wegen der anhaltenden Trockenheit in diesem Frühjahr hat der Naturschutzbund Schleswig-Holstein (Nabu) nun bereits zum Wassersparen aufgerufen.

Die Situation sei alarmierend, vor allem, wenn sie sich noch weiter verschärfe, erklärte eine Nabu-Sprecherin der Deutschen Presseagentur (dpa). Denn in den Böden in Schleswig-Holstein herrsche bereits jetzt Trockenheit. Dabei bräuchten Pflanzen gerade im Frühjahr viel Wasser, um zu keimen.

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