VonCarolin Gehrmannschließen
Das Wochenende wird kühl – und auch die neue Woche startet mit Nachtfrost. Das Wetter im Norden bleibt sonnig und trocken. Und genau das besorgt die Experten.
Niedersachsen – Wer am Freitag noch den Feierabend bei einem Eis in der Sonne hat ausklingen lassen, der wird sich am Samstagmorgen (5. April) beim Brötchenholen wohl mächtig gewundert haben. Denn die Temperaturen sind über Nacht mächtig abgesackt und im Norden wehte zum Teil eine ziemlich eisige Brise.
Währen die letzten Tage mild und frühlingshaft daherkamen, zeigt der April jetzt seine kalte Schulter. Im Norden bleibt es zwar heiter und weitgehend trocken, doch es kühlt sich am Wochenende ab. Die Berg- und Talfahrt bei den Temperaturen mit warmen Tagen und kalten Nächten ist vorbei, jetzt werden auch die Tage kühler.
Frühlings-Feeling pausiert: Wetter im Norden deutlich kühler als in den letzten Tagen
Am Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nur noch Temperaturen von neun Grad auf den Inseln und in Hochlagen, sonst werden es zwölf bis maximal 15 Grad. An der See können einzelne stärkere Windböen auftreten.
Besonders in der Nacht zu Sonntag kühlt es dann ordentlich ab: Die Temperaturen sinken auf frostige Minus vier bis maximal ein Grad herab. Der Grund: Am Rand eines Hochs zwischen Island und Norwegen fließt mit einer vorübergehenden Strömung aus Nord-Ost deutlich kühlere Luft nach Niedersachsen und Bremen. Im Binnenland besteht daher die Gefahr von Frost, warnt der DWD.
„Im Laufe des Wochenendes gelangt aus Skandinavien polare Kaltluft mit empfindlichen Nachtfrösten nach Deutschland. Da die Luftmassen weiterhin trocken sind, verschärft sich die Trockenheit in Deutschland weiter“, so die DWD-Meteorologen. Für die Landkreise Rotenburg, Diepholz und Verden gilt daher eine amtliche Frost-Warnung bis 9 Uhr am Sonntagmorgen.
Niedersachsen-Wetter: Sonntag freundlich und niederschlagsfrei – die Nächte werden frostig
Auch am Sonntag ist es im Norden heiter und weiterhin niederschlagsfrei, die Höchstwerte liegen dann nur noch zwischen acht und zwölf Grad, in den Hochlagen des Harzes fünf Grad. Der Wind weht dabei nur schwach.
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Vor allem die Nacht zu Montag wird teilweise richtig eisig, ganz ähnlich wie auch in Hessen: Zumeist ist es klar, örtlich kann sich Nebel bilden. Dabei kühlt es sich auf
Werte zwischen Minus sechs Grad im Wendland und 0 Grad in Küstennähe ab. Auf den Inseln werden es um die vier Grad. Im Binnenland in Bodennähe kann es bis zu Minus zehn Grad kalt werden. Also auch dann ist mit Frostbildung zu rechnen.
Der Montag selbst wird heiter bis wolkig bei zwölf bis 14 Grad, auf den Inseln und in Harzhochlagen kaum zehn Grad. Dabei weht ein teils mäßiger Nordwestwind. In der Nacht zu Dienstag kann es in einigen Regionen Niedersachsens stellenweise wieder Minus fünf Grad kalt werden.
Wo ist der Regen? Anhaltende Trockenheit im Norden besorgt Experten
Der Dienstag soll nach jetzigem Stand (5. April) nach Nebelauflösung wechselnd wolkig und nach Norden und Osten hin zeitweise auch stärker bewölkt werden. Dabei fallen aber nur selten ein paar Regentropfen. Das Thermometer klettert wieder ganz leicht nach oben: Im Binnenland werden zwölf bis 15 Grad, an der See und in Hochlagen um die zehn Grad erwartet.
Bis Mitte der Woche ist also nicht mit einer Rückkehr des Frühlingswetters wie zuletzt zu rechnen. Auch der Regen lässt sich derzeit kaum im Norden blicken. Schon der März 2025 war der trockenste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und der April startet ganz ähnlich. Wegen der anhaltenden Trockenheit in diesem Frühjahr hat der Naturschutzbund Schleswig-Holstein (Nabu) nun bereits zum Wassersparen aufgerufen.
Die Situation sei alarmierend, vor allem, wenn sie sich noch weiter verschärfe, erklärte eine Nabu-Sprecherin der Deutschen Presseagentur (dpa). Denn in den Böden in Schleswig-Holstein herrsche bereits jetzt Trockenheit. Dabei bräuchten Pflanzen gerade im Frühjahr viel Wasser, um zu keimen.
