Ist der Hype gerechtfertigt?

Sansibar-Besucherin zieht nach Besuch vom Leder: „Bretterbude“, „Lieber Gosch“, „Lidl-Verramschung“

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Ist der Hype um die Sansibar auf Sylt derzeit besonders groß wegen der Lidl-Kooperation? Jedenfalls packt einige auch diesen Winter die Neugier – und eine Besucherin zieht komplett vom Leder.

Sylt – Die Sansibar auf Sylt ist momentan noch mehr in aller Munde als ohnehin schon: Das Lokal auf Sylt kooperiert seit mehreren Jahren mit Lidl. Derzeit gibt es beim Discounter wieder verschiedene Produkte für Menschen, die sich zu Weihnachten etwas Besonderes gönnen wollen. Und in anderen Winkeln Deutschlands ein bisschen Sansibar erleben wollen, ohne nach Sylt zu reisen.

„Verramschung ihrer Ware bei Lidl“: Sansibar-Besucherin zieht vom Leder

Ob dadurch noch mehr in die „echte“ Sansibar gelockt werden, in der unter anderem Dieter Bohlen und Til Schweiger verkehren und in der Christian Lindner seine Hochzeit feierte? Zumindest nimmt eine Besucherin auf die Lidl-Aktion Bezug, die jetzt in einer Google-Rezension komplett über die Sansibar vom Leder zieht. „Waren nur draußen. Waren entsetzt. Der Dünendurchgang war mit Sansibar-Müll vermüllt. Verstehe den Hype nicht. Mercedes-Shuttle und so und was für ne Bretterbude in den Dünen. Verramschung ihrer Ware bei Lidl!!!“ Trotzdem gibt sie noch drei Sterne. Sie schließt mit dem Fazit: „Dann lieber Gosch. Da weiß ich, was ich kriege.“ Wobei auch bei Gosch kürzlich jemand ziemlich enttäuscht war und dem öffentlich Luft machte.

Die Sansibar auf Sylt, hier ein Foto aus dem Jahr 2020.

Auch ein anderer Sansibar-Besucher lässt diesen Winter kein gutes Haar an der Sansibar: „Ein Platz, um gesehen zu werden. Aufgtetakelte Frauen, die ihre Männer hinter sich herführen. Die Preise in dem Laden sind nichts für Normalsterbliche. Ich hatte mir wesentlich mehr, bezüglich Ambiente und Ausstattung, vorgestellt. Dieser Ort wird maßlos überschätzt. Ein Besuch lohnt nicht.“

Hype um Sansibar auf Sylt: Manche finden ihn gerechtfertigt – andere nicht

Andere, die diesen November oder Dezember einem vermeintlichen Ansturm folgten, drücken ihr Erlebnis schon differenzierter aus. So heißt es: „Nun kann ich auch mal mitreden und sagen: Ich war auf Sylt in der Sansibar! Aber ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung, wieso es so einen Riesen-Hype um die Sansibar gibt. Das Ambiente ist ganz okay, ist wie eine Strandbude. Sauber und ordentlich, keine Frage. Das Personal ist wirklich sehr freundlich. Der Ausblick auf die Dünen und ein wenig aufs Meer ist auch sehr schön. Das Essen ist echt klasse und die Auswahl an Getränken (vor allem alkoholische Getränke) ist fast gigantisch. Aber so der gewisse Funken, dass ich sagen würde: Jaaaa, das ist es, ich muss unbedingt wiederkommen, fehlt mir. Soll jetzt nicht heißen, dass es dort schlecht ist, aber der Riesen-Hype ist mir ein Rätsel. Zu empfehlen ist es trotzdem, wenn man für teils doch sehr hochwertige Priese betrinken möchte und auch ein paar gute Gerichte essen mag.“ Seltsame Blüten trieben die Google-Bewertungen auch bei der Nordsee: Ein Nutzer gab dieser einen von fünf Sternen.

Einigermaßen zufrieden ist auch eine Besucherin, die das hier schreibt: „Umgehauen hat es mich jetzt nicht, aber das ist ja immer Ansichtssache. Das Essen war wirklich sehr, sehr lecker, das muss man wirklich sagen. Klar, es ist etwas teurer, aber wenn man dort hingeht, weiß man das ja.“ Diverse andere aktuelle Bewertungen schwanken zwischen einem und fünf Sternen, der Durchschnitt liegt immer noch bei 4,2 von fünf Sternen. Muss man nun wirklich mal im Sansibar gewesen sein? Da gehen die Meinungen auseinander. Aber der durch die indirekte Werbung via Lidl befeuerte Hype könnte gerade jetzt bei vielen die Neugier wecken. Größeren Wirbel gab es kürzlich, als sich eine Restaurantbesucherin öffentlich über die Extrakosten für einen Extrawunsch beschwerte. (lin)

Rubriklistenbild: © Luca Field / Imago

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