VonSebastian Petersschließen
Hochwasser, Sturmböen und nun auch noch Frost. Eine Kaltfront friert in den kommen Tagen das Hochwassergebiet in Niedersachsen ein. Der Überblick:
Niedersachsen – Egal wo man in Niedersachsen hinschaut, man sieht Wasser. Die Hochwasserlage in vielen Orten in Niedersachsen bleibt weiter angespannt. Der nun anhaltende Dauerregen spitz die Situation weiter zu. Dabei ist klar: Jeder Tropfen ist zu viel. Nicht nur in Niedersachsen ist die Hochwasserlage angespannt, auch in Bremen-Timmersloh droht ein Binnenhochwasser.
Hochwasser, Sturm, Dauerregen und jetzt auch Frost – das rollt auf Niedersachsen zu
Ein Zustrom kalter Luftmassen wird bis Sonntag fast das gesamte Land erfassen und für Dauerfrost sorgen. Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met wird sich die aktuelle Hochwasserlage ab Freitag langsam entspannen, jedoch viele überschwemmte Gebiete in eisige Landschaften verwandeln. Besonders betroffen sind die nördlichen Regionen, wo bereits am Freitag mit Schneefall zu rechnen ist. Am Wochenende breitet sich der Frost dann auch nach Süddeutschland, speziell in Baden-Württemberg und Bayern, aus.
Die ungewöhnlich milde Westwetterlage weicht einer eisigen Nordwetterlage. Diese könnte sich in Deutschland für eine längere Zeit festsetzen. Die Temperaturen werden nachts in manchen Gebieten auf unter -10 Grad sinken. Tagsüber wird sich vielerorts Dauerfrost durchsetzen, nur in Flussnähe sind leichte Plusgrade möglich.
Für Regionen, in denen Strom und Heizung ausgefallen sind, wird diese Kältewelle besonders herausfordernd. Überschwemmte Flächen verwandeln sich in gefährliche Eisflächen. Dominik Jung betont, dass der Winter in Deutschland nicht nur für ein paar Tage, sondern wahrscheinlich bis mindestens Mitte des Monats anhalten wird. Nach den warmen und nassen Tagen ist nun verstärktes Heizen gefordert.
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