Wetter-Vorhersage

Zeltlager in Niedersachsen wegen Unwetter evakuiert – 1300 Kinder müssen in Sicherheit gebracht werden

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  • Christoph Sahler
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    Marcel Prigge

Das angekündigte Gewitter mit Starkregen zieht in Richtung Nordwesten ab, schreibt der DWD. Bis 9 Uhr gilt noch eine Vorabinformationen vor schwerem Gewitter.

Update am Sonntag, 30. Juni 2024, um 08:36 Uhr: In der vergangenen Nacht zog eine Unwetterfront von Südwesten Deutschlands Richtung Nordosten und erfasste dabei große Teile Norddeutschlands. Wie NDR berichtet, gab der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung für Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern heraus, die bis zum Morgen galt.

In Niedersachsen wurde vor schweren Gewittern mit Sturmböen bis 80 Kilometern pro Stunde, mehrstündigem Starkregen mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter und Hagel gewarnt. Laut Polizei gab es bis zum Morgen keine größeren Schäden. Im Raum Lüneburg musste die Feuerwehr mehrfach ausrücken, weil Straßen überschwemmt wurden.

Zeltlager der Jugendfeuerwehr mit rund 1.300 Kindern und Jugendliche im Landkreis Diepholz wegen Unwetter evakuiert.

Wegen eines Blitzeinschlags wurde die Bahnstrecke zwischen Hannover und Minden in der Nacht für vier Stunden gesperrt. Die Züge wurden über Bremen umgeleitet, inzwischen ist der Abschnitt wieder freigegeben, sagte ein Bahnsprecher am Morgen. Wie NDR berichtet, sprach das Unternehmen auf seiner Internetseite von massiven Beeinträchtigungen wegen des Unwetters im niedersächsischen Lindhorst.

Am Samstagabend wurde ein großes Jugendfeuerwehr-Zeltlager mit rund 1.300 Kindern und Jugendlichen im Landkreis Diepholz vorzeitig geräumt, aufgrund der angekündigten Unwetter. “Wenn es ein Unwetter gibt und wir haben Sturmböen mit 120 km/h, dann fliegen uns möglicherweise die Zelte weg,” sagte Dieter Wendt, stellvertretender Kreispressesprecher der Feuerwehr. Es bestand Verletzungsgefahr. Ursprünglich sollte das Lager erst am Sonntagvormittag enden.

Update am Sonntag, 30. Juni 2024, um 08:05 Uhr: Die vom Deutschen Wetterdienst herausgegebenen Warnungen vor starken Gewittern wurden teilweise wieder zurückgenommen. Derzeit gibt es noch bis 9 Uhr eine „Vorabinformation“ vor schwerem Gewitter in größeren Teilen Niedersachsens. Das angekündigte starke Gewittertief zieht über den Nordwesten ab, schreibt der DWD auf seiner Homepage.

Update vom Samstag, 29. Juni, 21 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst macht ernst und hat aktuelle Warnungen vor starken Gewittern herausgegeben. Diese gelten ab sofort bis zunächst 23 Uhr und betreffen die Kreise Oldenburg und Diepholz sowie die Hansestadt Bremen.

Das angekündigte Gewitter mit Starkregen zieht in Richtung Nordwesten ab, schreibt der DWD. Bis 9 Uhr gilt noch eine Vorabinformationen vor schwerem Gewitter.

Erstmeldung vom Samstag, 29. Juni, 9.58 Uhr: Hannover/Bremen – Das Wetter in Niedersachsen zeigt sich von seiner dunklen Seite: Unwetter mit Starkregen haben das Wetter in Niedersachsen bestimmt. Die Gewitter sind einmal quer über das Bundesland gezogen. Doch nach den Wetterkapriolen kommt der Sommer nicht direkt zurück. Das erklären Wetter-Experten in einer aktuellen Prognose. Sie sagen einen Temperatursturz für Niedersachsen voraus.

Wetter in Niedersachsen: Gewitter und Starkregen leiten Temperatursturz ein

Zuerst sollen die Gewitter, die zum Teil beeindruckende Bilder lieferten, in Niedersachsen anhalten. Die Wetterexperten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) warnen am Samstag vor gewittrigem Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Sturmböen (Windstärke 9) und kleinkörnigem Hagel.

Besonders zwischen dem Weserbergland, Südniedersachsen und der Lüneburger Heide werden in der Nacht zum Sonntag Unwetter mit heftigem Starkregen von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter, punktuell sogar 50 bis 80 Litern pro Quadratmeter in wenigen Stunden, schweren Sturmböen (Windstärke 10) und Hagel bis 2 cm erwartet. Ab Sonntagvormittag sollen die Niederschläge von Süden her allmählich nachlassen. Dann soll es auch zum Temperatursturz kommen.

Experten erwarten Wetterwende: Temperaturen in Niedersachsen sinken rasant

Obwohl am Samstag noch bis zu 30 Grad im Harzvorland von Niedersachsen erwartet werden, soll das Wetter bis zum Sonntag erheblich abkühlen. Es wird verbreitet starker Regen mit Gewittern erwartet, im Südosten und Osten teilweise auch unwetterartiger Starkregen. Im Nordwesten bleibt es meist trocken. Die Niederschläge sollen am Abend nachlassen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen dann zwischen 18 und 22 Grad.

Die Temperaturen sollen in Niedersachsen und Bremen dann auch erst einmal so bleiben. Am Montag wird es bewölkt und es gibt zeitweise Schauer oder schauerartigen Regen, erklären die Meteorologen. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 Grad an der See und 21 Grad im Süden Niedersachsens. Der Wind weht schwach bis mäßig, an der Küste frisch aus westlichen Richtungen. Am Dienstag wird es bei starker Bewölkung zeitweise regnerisch. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 und 20 Grad.

Die Trendprognose des DWD, bei dem mehrere Vorhersagen zusammengefasst werden, zeigt, dass die Woche über das Wetter in Niedersachsen erst einmal sommerlich mild bleiben soll. In und um Bremen kratzen die Temperaturen bis Mittwoch weiter an der 20 Grad Marke. Ab Donnerstag könnte es im Norden wieder etwas wärmer werden, bis Samstag 25 Grad schon wieder wahrscheinlich ist.

Rubriklistenbild: © DPA & DWD

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