Vorsicht, Feuer!

Hitzewelle rollt auf Niedersachsen zu: Feuerwehr warnt vor hoher Brandgefahr

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Die Kombination aus hohen Temperaturen, großer Trockenheit und Winden verschärft das Risiko von Bränden“, sagt Feuerwehrsprecher Richartz. 
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Mit der anrollenden Hitzewelle steigt die Waldbrand-Gefahr immens. Feuerwehrsprecher Michael Richartz weiß, wie man sich jetzt verhalten muss.

Niedersachsen/Bremen – Heiß, heißer, Hitzewelle in Niedersachsen und Bremen: Wetter-Experten warnen vor gefährlichen Extrem-Temperaturen, die auf Deutschland zusteuern. Bis zu 40 Grad und mehr. Angesichts der Hitzewelle im Juli 2022 mahnt selbst der Bundesgesundheitsminister zur Vorsicht, Lauterbach warnte gar vor Hitzetoten.

So eine Gluthitze macht nicht nur Mensch und Tier zu schaffen, auch die Brandgefahr in Deutschland steigt immens. Bereits jetzt ist der Boden viel zu trocken, viel zu wenig Regen ist gefallen. Die anrollende Heiß-Periode droht, die Verhältnisse noch zu verschlimmern. Bei so einer Trockenheit reicht bereits ein achtlos weggeworfener Zigaretten-Stummel, um ein Inferno auszulösen.

Hohe Brandgefahr durch Hitzewelle 2022: Das rät die Feuerwehr

Auch Michael Richartz, Pressesprecher der Bremer Feuerwehr, rechnet in der kommenden Zeit mit mehr Einsätzen: „Die Kombination aus hohen Temperaturen, großer Trockenheit und Winden verschärft das Risiko von Bränden“, so Richartz. Vor allem in Hitzeperioden bekämen die Einsatzkräfte immer wieder mit Vegetationsbränden zu tun.

Bei solch einer Gefahrenlage rät der Experte, „die Verbote von Rauchen, offenem Feuer und Grillen zu beachten und möglichst auch in allen anderen Vegetationsbereichen unterlassen, insbesondere dann, wenn es dort trocken ist“. Vor allem offenes Feuer und weggeworfene Zigaretten seien die größte Gefahr, einen Wald- oder Wiesenbrand auszulösen.

Wichtig bei der Hitzewelle 2022: Brände schnellstmöglich melden

Zudem sollte jeder Verdacht auf ein Feuer sofort über die Notrufnummer 112 gemeldet werden. Richartz: „Je früher ein Brand entdeckt wird, umso schneller kann er noch mit dann guter Aussicht auf Erfolg bekämpft werden.“ Dabei sollte der Ort des Feuers möglichst genau angegeben werden. „Dazu kann man bekannte Objekte, Wegkreuzungen, oder auch die Rettungspunkte der Rettungskette Forst benutzen“, sagt Richartz.

Wer über ein Mobiltelefon mit Standortfunktion verfügt, der könne diese auch benutzen, um den Standort zu übermitteln. „Beachten Sie dabei, das ist allerdings unter Umständen nicht die konkrete Lage des beispielsweise am gegenüberliegenden Berghang gesehenen Feuers!“

Waldbrand-Gefahr auch im Landkreis Diepholz

In der Lüneburger Heide sind die Waldbrand-Wächter der Niedersächsischen Landesforsten bereits seit März im Dauereinsatz. An mittlerweile 76 Einsatztagen habe es bisher sage und schreibe 385 Meldungen gegeben. „Durchschnittlich wurden also etwa fünf Brände pro Einsatztag erkannt und gemeldet“, so Sprecher Knut Sierk.

Auch im Landkreis Diepholz droht Waldbrand-Gefahr. So lag der Index am Dienstag, 5. Juli 2022, zwischen 2 und 3 von insgesamt fünf Warnstufen, so Sierk. Doch mit der anrückenden Hitzewelle 2022 ist damit zu rechnen, dass die Waldbrand-Gefahr bald noch steigt.

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