VonMarvin Köhnkenschließen
Das Hochwasser in Niedersachsen hinterlässt deutliche Spuren auf den Straßen. Die Schadenslage ist noch unklar, die Gefahr durch Schlaglöcher steigt.
Hannover – Die Überschwemmungen in einigen Regionen Niedersachsens haben erhebliche Straßenschäden verursacht. Ein Vertreter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bestätigte auf Anfrage der Deutsche Presse-Agentur (dpa): „Die Landesstraßenbaubehörde ist derzeit dabei, einen genauen Überblick über die Schadenslage zusammenzustellen“. Er erklärte weiter: „Grund dafür ist, dass immer noch Straßen und Wege unter Wasser stehen und in vielen Flüssen noch ein hoher Wasserstand herrscht. Erst wenn das Wasser zurückgegangen ist, wird das ganze Ausmaß der Schäden festgestellt und beziffert werden können.“
Laut dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) sind Straßenschäden und Schlaglöcher ein weit verbreitetes Problem. Eine Sprecherin des ADAC für die Region Niedersachsen/Sachsen-Anhalt erklärte: „Hohe Verkehrsbelastungen und permanente Temperaturunterschiede verursachen erhebliche Schäden“. Sie wies darauf hin, dass Schlaglöcher eine erhebliche Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Zweiradfahrer, darstellen. Ein übersehenes Schlagloch kann für Motorradfahrer zu schweren Unfällen führen, und auch Radfahrer sind durch Asphaltlöcher gefährdet. „Bei Autos drohen Sachschäden an Reifen und Radaufhängung.“
Schlagloch-Kontrollen in Niedersachsen mitunter wöchentlich oder sogar täglich
Die Sprecherin betonte die Verantwortung von Städten, Gemeinden und staatlichen Behörden, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und Verkehrsteilnehmer vor unerwarteten Gefahren zu schützen oder zumindest zu warnen. „Auf viel befahrenen Straßen müssen die Kontrollen mehrmals wöchentlich, unter Umständen sogar täglich erfolgen. Auf weniger befahrenen und für den Verkehr unwichtigen Straßen reicht gegebenenfalls eine einmalige Kontrollfahrt pro Woche oder alle paar Wochen aus.“
Laut der ADAC-Sprecherin werden Schlaglöcher oft nur mit Kaltasphalt repariert, was zu einer schnellen Wiederkehr der Schäden führt. „Um Schlaglöcher langfristig zu entfernen, muss das betroffene Straßenstück ausgefräst und mit heißem Asphalt erneuert werden. Das ist teurer und aufwendiger.“
Die niedersächsische Landesstraßenbaubehörde gibt an, dass ihre 56 Straßenmeistereien alle Straßen in ihrem Zuständigkeitsbereich zweimal wöchentlich kontrollieren. „Stellen die Wartungsteams Schlaglöcher fest, reparieren sie diese nach Möglichkeit kurzfristig. Damit kann die Straße in der Regel umgehend wieder befahren werden“, so der Sprecher. Die Meistereien sind für alle Bundes- und Landesstraßen in Niedersachsen sowie einen Teil der Kreisstraßen, einschließlich der Radwege, verantwortlich.
Rund 110 Millionen Euro für Erhaltung der Landesstraßeninfrastruktur und Radwegebau
„Wenn Straßenabschnitte an vielen Stellen beschädigt sind, werden sie für eine größere Sanierung vorgesehen“, erläuterte der Sprecher. „Diese Baumaßnahmen werden vor dem Hintergrund zur Verfügung stehender Haushaltsmittel priorisiert und schrittweise abgearbeitet.“ Für das Jahr 2024 sind laut Landesstraßenbaubehörde rund 110 Millionen Euro für die Erhaltung der Landesstraßeninfrastruktur und den Radwegebau vorgesehen, für die Bundesinfrastruktur sind es etwa 240 Millionen Euro. Um die Hochwasserschäden an Landesstraßen zu beheben, stellt das Land Niedersachsen zusätzliche Mittel über einen Nachtragshaushalt bereit.
Schlaglöcher entstehen, wenn Wasser in den spröden oder rissigen Asphalt der Fahrbahndecke eindringt und dann gefriert. „Dadurch hebt sich der Asphalt. Taut das Eis, entsteht ein Hohlraum unter der Fahrbahn, die nun besonders von schweren Fahrzeugen eingedrückt wird. Der Asphalt zerbröckelt“, erklärte die ADAC-Sprecherin. Weiterer Regen kann die Löcher ausspülen und vergrößern.
Hinweis: Der Redakteur Marvin Köhnken hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.
