Hundstage stehen bevor

Kommt der Hitze-Sommer nochmal zurück nach Niedersachsen? Experte gibt Prognose ab

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Bringt eine zweite Hitzeperiode nochmal den Schwitze-Sommer nach Niedersachsen? Das jedenfalls lassen die Hundstage vermuten, eine meteorologische Singularität.

Hannover – Wie heiß wird nochmal der Sommer in Niedersachsen? Nach einigen Unwetter-Kapriolen und einzelnen schwül-warmen Phasen lässt sich diese Frage durchaus stellen. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net ist sich sicher: Der Somme wird nochmal richtig heiß. „Der August scheint erstmal auf sommerlichen bis hochsommerlichen Spuren weiterwandern zu wollen“, so Jung.

Steht Niedersachsen eine zweite Hitzeperiode bevor? Das sagen jedenfalls die sogenannten Hundstage voraus.

Bereits in der kommenden Woche ab Montag, 5. August, sind Temperaturen um die 30 Grad möglich. „In der Spitze können es auch bis zu 35, 36 oder sogar 37 Grad werden“, sagt Jung mit Blick auf das Wetter in Deutschland. Daneben scheinen auch Gewitter und Schauer zwischendurch möglich.

Jung: Bis zu 30 Grad – Der August in Niedersachsen soll warm werden

Der Juli in Niedersachsen war im Vergleich zu anderen Bundesländern etwas kälter gewesen: 18,2 Grad Celsius im Durchschnitt statt 18,9 Grad. Mit 228 Sonnenstunden im Juli belegte Niedersachsen den vorletzten Platz im Länderranking. Der August scheint dagegen nach Einschätzungen vom Wetter-Experten „in Sachen Sommerwetter einiges nachholen zu wollen“.

Der Monat geht in Niedersachsen erstmal sehr sommerlich warm weiter, bestätigt Jung auf kreiszeitung.de-Nachfrage: „Besonders ab Montag, dann sind wieder 25 bis 30 Grad drin.“ Warm bleiben soll es dann auch bis mindestens Mitte August „immer wieder 25 bis 30 Grad im Schnitt, auch mal etwas mehr“, so der Wetter-Experte. An der See kann es dagegen auch mal kühler werden.

„Zweite Hochsommerperiode“ steht an: So wird das Wetter in Niedersachsen

„Immer wieder wird man gefragt, wieso der Sommer denn so wechselhaft sei“, so Jung. Dabei sei das für einen mitteleuropäischen und deutschen Sommer völlig normal. Die oft trockenen Dürresommer mit teils langen Hitzephasen, wie wir sie hierzulande in den vergangenen Jahren erlebt hatten, seien für unsere Breitengrade eher ungewöhnlich gewesen. Diese seien eher für den Mittelmeerraum typisch. „Bei uns dagegen wechseln sich heiße und kühle Phasen rasch ab“, sagt der Wetterexperte.

Dass der Sommer nochmal richtig heiß werden kann, darauf lassen auch die sogenannten Hundstage schließen. Sie sagen Hitze-Tage in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August voraus, eine „zweite Hochsommerperiode“. Bei den Hundstagen handelt es sich um eine meteorologische Singularität, also eine Wetterlage, die zu bestimmten Zeitabschnitten im Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten kann und eine Abweichung von der herrschenden Wetternorm darstellt.

Ein Beispiel dafür wären die Eisheiligen, die im Mai noch einmal für einen Kälteeinbruch sorgen können. Weitere bekannte meteorologische Singularität sind etwa die Schafskälte im Juni oder auch der Siebenschläfer. Auch die sogenannten Bauernregeln orientieren sich an den Zeiträumen der Singularitäten – mit der Folge, dass sie über Jahre gesehen öfters eintreffen als nicht.

Rubriklistenbild: ©  Christoph Schmidt/dpa & Philip Reynaers/imago

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