- VonLea Bornerschließen
Der Vorstand des Kreisschülerrats kritisiert in seinem Statement nach der Bundestagswahl, dass die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Wahlkampf ignoriert wurden. Das fordern die Schüler außerdem.
Rotenburg – Massive Defizite bei der Erfüllung der Interessen von Jugendlichen und populistische Parolen, das wirft der Vorstand des Kreisschülerrats Rotenburg den Parteien und ihren Politikern in seinem Statement zur Bundestagswahl vor. Im Wahlkampf seien zwar wichtige Themen wie Migration, Sicherheit und stabile Renten zur Sprache gekommen, jedoch seien Kinder und Jugendliche zu kurz gekommen.
Belange junger Menschen sind wichtig
Wo waren bei den TV-Duellen die Fragen, was für die jüngere Generation getan werde? „Wer aber in einem sicheren Land leben möchte und eine funktionierende Wirtschaft möchte, der muss sich auch für die Belange junger Menschen einsetzen“, betont der Vorstand in seinem Schreiben.
Die Linke gewinnt Juniorwahl
Für seine Mitglieder ist das Ergebnis der nicht repräsentativen U18-Wahl und der Juniorwahl ein klares Zeichen für die Vernachlässigung durch die etablierten Regierungsparteien. Die Ergebnisse der Kinder und Jugendlichen stehen im starken Kontrast zu der Auswertung der tatsächlichen Bundestagswahl. Bei der Juniorwahl gewinnt zum Beispiel die Linke mit 25,3 Prozent. „Die Ergebnisse der Juniorwahl zeigen: Jugendliche wollen, dass sich mehr für soziale Gerechtigkeit eingesetzt wird“, schreibt der Vorstand.
Gegen AfD, für Chancengleichheit und Bildungsoffensive
Alle Schülerinnen und Schüler sollen in Deutschland die gleichen Chancen haben. Dazu gehöre auch die Finanzierung einer gut ausgestatteten Bildung: „Wir benötigen eine Bildungsoffensive und massive Investitionen in unsere Schulen.“ Egal welche Koalition zu Stande kommt, hoffen die Schülerinnen und Schüler laut dem Statement, dass die neue Regierung fortschrittlich mit den aktuellen Problemen umgeht – und zwar in einer stabilen, handlungsfähigen Koalition ganz ohne AfD. So heißt es in dem Statement.
Bekämpfung von Armut und Klimakrise
Die Politik solle Armut und soziale Disparität, die Klimakrise und eine nachhaltige Wirtschaft angehen. Es werde vom Kreisschülerrat erwartet, dass die nächste Regierung Migration als Chance sieht und nicht in polarisierende Parolen verfällt, sondern Lösungen findet und sich für soziale Themen einsetzt.