Freizeitpark unter Wasser

Leichte Entspannung im Serengeti-Park – denn am Freitag sinkt der Wasser-Pegel ein wenig

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Der Serengeti-Park ist aufgrund des Hochwassers überflutet. Die Situation bleibt angespannt. Eine Evakuierung der Tiere läuft, ein Notfallplan steht.

Update vom 29. Dezember, 20:15 Uhr: Im Serengeti-Park ist das Wasser im Lauf des Freitags um drei Zentimeter gefallen. „Den Tieren geht es gut, aber wir müssen auf unsere Übernachtungsmöglichkeiten schauen. Hier ist es nach wie vor eng“, sagt Geschäftsführer Fabrizio Sepe. Das THW setzte riesige Pumpen ein. Am Freitag waren 335 Mitglieder von Hilfsorganisationen in Hodenhagen im Einsatz.

Mittlerweile sind weitere gewaltige Pumpen des THW eingetroffen, der gemeinsam mit vielen Feuerwehrleuten aus ganz Niedersachsen kämpft. Aktuell läuft vor dem völlig eingeschlossenen Ferienhausgebiet „Massai-Mara“ eine Pumpe, die 25.000 Liter und damit die Ladung eines vollgefüllten Tankwagens ständig in die Meiße laufen lässt.

Ehrenamtliche Einsatzkräfte vom THW und der DLRG arbeiten an einem Deich beim Serengeti-Park in Hodenhagen.

Update vom 29. Dezember, 12:15 Uhr: Der Serengeti-Park Hodenhagen rüstet sich mit einem Notfallplan für mögliche weitere Tier-Evakuierungen aufgrund des massiven Hochwassers. Besonders beunruhigend ist die Situation im von Fluten eingeschlossenen Antilopen- und Giraffenhaus, erklärte eine Vertreterin des Tierparks am Freitag gegenüber der Deutschen Presseagentur. „Diese Tiere müssten für eine Evakuierung narkotisiert werden, das ist ein großes Risiko.“ Es werde auch darüber nachgedacht, wie die Tiere im Notfall überhaupt durch die Wassermassen transportiert werden könnten. Die Zufahrtswege dorthin sei für Lastwagen und Pritschenfahrzeuge nicht mehr passierbar, weite teile des Geländes seien nur noch mit Unimogs oder Traktoren zu erreichen.

Hochwasser in Norddeutschland – Die Bilder der extremen Wetterlage

Verden von oben fotografiert. Die Aller ist bis in die Altstadt über die Ufer getreten.
In Verden ist die Aller über ihre Ufer getreten. Die Südbrücke in die Altstadt wurde am Freitag wegen des Hochwassers gesperrt. © dpa
Hochwasser und Überschwemmungen der Aller in der Region Heidekreis nach tagelangen starken Regenfällen.
Auch der Heidekreis in Niedersachsen ist nicht vor Überschwemmungen gefeit. Bis zum Jahreswechsel könnten Regen und Sturm die Lage weiter verschlechtern. © Ulrich Stamm/IMAGO
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag © Oliver Siedenberg
Umgeben von Wasser ist dieser Feldhase.
Umgeben von Wasser ist dieser Feldhase. © Dorn
Feuerwehrleute stehen in der Nacht am Deich und reichen Sandsäcke.
Mit Sandsäcken bauten die Einsatzkräfte Quellkaden auf, um die Schadstellen einzugrenzen. © Kreisfeuerwehr Verden/Oestmann
Hochwasser in Niedersachsen: Eine vom Wasser überspülte und abgesperrte Straße.
Die L330 zwischen Hoya und Hassel ist seit Donnerstagnachmittag wegen des Hochwassers unpassierbar. © Moritz Frankenberg/dpa
Einsatzkräfte bauen eine Sandsacke-Sperre gegen Hochwasser.
Auch am Serengeti-Park in Hodenhagen sind viele Helfer im Einsatz gegen das Hochwasser. © Philipp Schulze/dpa
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag © Oliver Siedenberg
Hochwasser in Niedersachsen - Lilienthal Wörpe Wümme
Ein Gartenhaus steht hinter einem durchweichten Deichabschnitt an der Wörpe in Lilienthal. Durch das Hochwasser des Flusses sowie der nahegelegenen Wümme gab es in der Nacht einen Deichriss. © Focke Strangmann/dpa
Der Serengeti Park Hodenhagen von oben fotografiert. Mehrere Flächen sind überflutet.
Der Serengeti-Park in Hodenhagen steht teilweise unter Wasser. Viele Tiere müssen evakuiert werden. © Philipp Schulze/dpa
Serengeti-Park-Leiter Fabrizio Sepe begleitet Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) laufen auf einer Straße.
Serengeti-Park-Leiter Fabrizio Sepe begleitet Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der aktuen Hochwasser-Lage. © Klaus Müller
Heidschnucken-Rettung der DLRG ist im vollen Gange.
Mehrere Heidschnucken wurden am Mittwoch von der DLRG in der Nähe von Hannover vor dem Hochwasser gerettet. © Karsten Hölscher/dpa/DRLG Wedemark
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover Hochwasser und Überschwemmungen der Leine
Hochwasser und Überschwemmungen bei Hannover © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Überschwemmungen in der Region Hannover  © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Hochwasser und Überschwemmungen der Leine. © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Überschwemmungen in der Region Hannover. © Ulrich Stamm/Imago
Hochwasser in Niedersachsen, Hagen-Grinden
Ein Wohnhaus am Deich auf der Weserinsel Hagen-Grinden. Das Hochwasser ist auch hier angekommen. © Christof Dathe/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Weser
Eine Schild „Parkplatz für Busse“ schaut aus dem Hochwasser. Der Wasserstand der Weser ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Angesichts anhaltender Regenfälle und gesättigter Böden bleibt die Hochwassergefahr in Teilen von Deutschland hoch. © Friso Gentsch/dpa
Hochwasser in Bremen-Borgfeld: Anwohner transportiert Nachbarn per Kanu
Ein Mann in Bremen-Borgfeld half per Kanu. Er brachte Anwohner zu ihren Häusern und transportierte Pumpen für die Feuerwehr. © Nord-West-Media TV
Die Feuerwehr deponierte Sandsäcke an der Astruper Straße.
Die Feuerwehr deponierte Sandsäcke an der Astruper Straße. © Archiv: Feuerwehr
Ein Trecker zieht einen Wohnwagen vom Wieltsee weg. Die Weser ist in Dreye über die Ufer getreten.
Ein Trecker zieht einen Wohnwagen vom Wieltsee weg. Die Weser ist in Dreye über die Ufer getreten. © Sigi Schritt
Hochwasser in Niedersachsen – Oker
Die hochwasserführende Oker überflutet in Oker teilweise die Promenade. Für die Flussgebiete der Oker und der Innerste warnte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vor einer weiteren Verschärfung der Hochwasserlage. © Thomas Schulz/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Sarstedt
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, steht am Fluss Innerste im Landkreis Hildesheim. Weil machte sich an verschiedenen Orten ein Bild der angespannten Hochwassersituation in Niedersachsen. © Julian Stratenschulte/dpa
Der Lauf des Klosterbachs in Stuhr ist mittig noch zu erkennen. Das Wasser ist an Weihnachten jedoch weit über das Ufer getreten.
Der Lauf des Klosterbachs in Stuhr ist mittig noch zu erkennen. Das Wasser ist an Weihnachten jedoch weit über das Ufer getreten. © Rainer Jysch
Hochwasser in Niedersachsen
Das Hochwasser am Weserwehr im Landkreis Verden (Aufnahme mit Drohne). Zufahrt und Durchfahrt sind seit Weihnachten gesperrt. Laut der Behörden in Niedersachsen bleibt die Hochwasser-Lage in den nächsten Tagen weiter angespannt. © Christof Dathe/dpa
Stadtspeicher Hochwasser
Mit „Big Packs“ wird die Mauer am Rotenburger Stadtspeicher gestützt. © Michael Krüger
Hochwasser Samtgemeinde Hoya
Hochwasser Samtgemeinde Hoya © Oliver Siedenberg
Hochwasser in Niedersachsen - Okertalsperre
Die Hochwasserentlastungsanlage lässt Wasser aus der komplett gefüllten Okertalsperre im Harz. © Julian Stratenschulte/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Leda
Hochwasser vom Burlage-Langholter Tief, einem Nebenfluss der Leda. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Leda
Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen die Ortschaft zu sichern, nachdem das Hochwasser vom Burlage-Langholter Tief, einem Nebenfluss der Leda, über die Deiche trat. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Feuerwehr
Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen mit Sandsäcken das Wasser in Schach zu halten. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Schloss Marienburg
Das Schloss Marienburg in der Region Hannover steht vor überfluteten Feldern am Fluss Leine. © Julian Stratenschulte/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Ruthe im Landkreis Hildesheim
Hochwasser in Niedersachsen: Der Fluss Innerste mündet an der Ortschaft Ruthe im Landkreis Hildesheim in den Fluss Leine. © Julian Stratenschulte/dpa

Hochwasser im Serengeti-Park steigt auf mehr als einen Meter an

Update vom 29. Dezember, 10:32 Uhr: Die Überflutung im Serengeti-Park lässt weiter um die Sicherheit der dort lebenden Tiere fürchten. Nach Angaben des Parks steht das Wasser stellenweise über einen Meter hoch. Es gibt jedoch auch positives vonseiten der Park-Betreiber zu vermelden: Nach und nach konnten Notstromaggregate in Betrieb genommen werden, um die Stallungen zu beheizen und die Trinkwasserversorgung zu sichern.

Insgesamt konnten bereits 120 Tiere aus den überfluteten Stallungen in Sicherheit gebracht werden. „Wir danken Euch für die vielen Hilfsangebote, aber wir haben zum Glück noch ausreichend trockene Stallungen auf dem Gelände, in denen wir die evakuierten Tiere unterbringen können“, teilt der Serengeti-Park auf Facebook mit.

Tiere im Serengeti-Park müssen evakuiert werden: Wassermassen umschließen Stallungen

Update vom 28. Dezember, 13:50 Uhr: Die Überschwemmungen des Hochwassers bedroht weiter die Tiere im Serengeti-Park – und die Situation scheint bedrohlicher, als zunächst angenommen. Besonders kritisch ist die Lage bei den Masai-Mara Lodges, wo Antilopen und Giraffen leben, erklärte eine Parksprecherin am Donnerstagmittag. „Das Wasser steht momentan noch unterhalb der Hufkante, das schütten wir mit Stroh auf“, so die Sprecherin. Sollte die Situation eskalieren, müssten auch diese großen Tiere umgesiedelt werden. „Eine Giraffe umzusetzen, muss man sich gut überlegen. Das ist nicht ganz ungefährlich.“

Viele Helfer versuchen derzeit das Gelände des Serengeti-Parks in Hodenhagen vor dem Hochwasser zu schützen. In einigen Bereichen steigt das Wasser bereits über einen Meter hoch. (Montage)

Andere Park-Bewohner mussten ihre Gehege bereits räumen. Das Hochwasser ist bereits in einigen Ställen der Dschungel-Safari – die Heimat von über 200 Affen – eingedrungen. Lemuren, Varis, Präriehunde und Erdmännchen sind evakuiert und an anderen Stellen des Parks untergebracht worden.

Tiere im Serengeti-Park in Gefahr: Kein Strom wegen Überflutungen

Update vom 28. Dezember 2023, 10:30 Uhr: Die Tiere sind nicht mehr zu Fuß erreichbar – ein Video zeigt das aktuelle Hochwasser-Drama im Serengeti-Park Hodenhagen.

Erstmeldung vom 27. Dezember 2023: Hodenhagen – Die Wassermassen des Hochwassers haben auch den Heidekreis schwer getroffen. Keller und Straßen sind überflutet, unter anderem der Wiedenhausener Bach verwandelt sich in einen reißenden Strom. Unweit davon befindet sich der Serengeti-Park, in dem mehr als 1500 Tiere leben. Am Mittwoch, 27. Dezember, meldet die Parkleitung: Auch dort sind weite Teile überflutet und zum Teil gar nicht oder nur noch mit Unimogs oder Traktoren zu erreichen.

Die Wassermassen haben sich über den nord-östlichen Bereich des Geländes verteilt und etliche Gebäude umschlossen.

„Hoffen, dass Pegelstände nicht weiter steigen“: Serengeti-Park großteils nicht erreichbar

„Es ist eine Notlage, wie wir sie in der fast 50-jährigen Geschichte des Parks so noch nie erlebt haben! Es grenzt an ein Wunder, dass unsere rund 1500 Tiere noch sicher sind!“, erklärt Parkinhaber Dr. Fabrizio Sepe in einer Pressemitteilung. Viele Mitarbeiter des Unternehmens sowie Helfer von Feuerwehr und THW seien wegen des Hochwassers im kompletten Niedersachsen unermüdlich im Einsatz, um das Schlimmste zu verhindern.

Betroffen sind neben Versorgungsgebäuden vor allem auch Teile der Lodges, Verwaltungsgebäude, Shops und Restaurants.

Mittlerweile sind etwa 15.000 Sandsäcke und provisorische Dämme aufgeschüttet worden, mit denen die Stallungen der Tiere im Serengeti-Park weitgehend abgesichert werden. „Über Rettungswege können unsere Tierpfleger mit Treckern weiterhin ihre Schützlinge erreichen. Die Versorgung der Tiere ist aktuell noch gewährleistet. Jetzt können wir nur noch hoffen, dass die Pegelstände nicht weiter steigen“, so Sepe weiter.

Der Serengeti-Park in Hodenhagen ist überflutet. Das Hochwasser hat bereits große Teile des Freizeitparks überschwemmt. Die Stromversorgung musste unterbrochen werden.

Sorgen um Stromversorgung: Tiere im Serengeti-Park gefährdet

Aktuell werde händeringend versucht, große Notstromaggregate zu organisieren, da die Stallungen nicht mehr beheizt werden können. Denn durch die Flutung einiger Trafostationen musste für das gesamte Gelände der Strom abgestellt werden. Auch die Hauptzufahrtsstraße zum Park sei unterspült und nicht mehr befahrbar.

„Noch sind die Temperaturen mild, aber sollten sie fallen, sind ohne Heizung das Wohlergehen und Leben einiger nicht heimischer Arten in unserem Bestand stark gefährdet“, zeigt sich der Parkleiter besorgt. Die Wassermassen haben sich über den nordöstlichen Bereich des Geländes verteilt und etliche Gebäude umschlossen.

Betroffen sind neben Versorgungsgebäuden vor allem auch Teile der Lodges, Verwaltungsgebäude, Shops und Restaurants. Viele Gebäude seien zurzeit gar nicht mehr erreichbar. Aktuell werde an Ablaufgräben gearbeitet, um den Weg für eine Stromversorgung zu sichern.

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Rubriklistenbild: © Philipp Schulze/dpa

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