Berauschende Wurst?

Mit moderner Bratwurstsorte in die Saison: Landfleischerei verkauft „Kiffer-Bratwurst“

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Passend zur Cannabis-Diskussion verkauft die Landschlachterei Jörn Gerwinat eine Kiffer-Bratwurst. Sie könnte der Hit der Grillsaison werden.

Langwedel – Wenn eine Landschlachterei innerhalb von wenigen Tagen über 1200 Likes sammelt und ein Bild über 400 Mal kommentiert wird, dann muss es schon etwas besonders sein. Dieser Erfolg ist der Landschlachterei Gerwinat aus Langwedel (Landkreis Verden) geglückt. Zum Start in die Grillsaison 2024 hat die Landschlachterei ein Bild mit ihrer „Kiffer-Bratwurst“ bei Facebook gepostet.

Thomas Goersch kommentiert bei Facebook: Sehr regierungskonform, sowas anzubieten. Und Ingolf Zschammer meint: Die Sorte wird in der Bundestagskantine in den Essensplan aufgenommen. Nices bpr hat eine nicht ganz ernst gemeinte Vermutung, wie der Hanf in die Bratwurst gekommen ist: Die Tiere wurden nur mit Hanfblättern und Hanfprodukten gefüttert, sie sind alle glücklich und froh. Dieter Hahn sieht das Produkt kritisch: Wer als richtiger Fleischer Geschmacksverstärker in seiner Wurst hat, der sollte überlegen, ob er seinem Namen gerecht wird.

Mit aktueller Bratwurstsorte in die Saison: Landfleischerei verkauft Kiffer-Bratwurst

„Wir haben die Kiffer-Bratwurst seit 2023 im Programm“, sagt Jörn Gerwinat gegenüber kreiszeitung.de. Und das wichtigste: Die Bratwurst enthält keine berauschenden Stoffe wie THC und es ist auch keine vegane Bratwurst. Enthalten sind Hanfsamen und Kräuter. Laut dem Hersteller hat die Kiffer-Bratwurst einen klassischen Bratwurst-Geschmack mit einem Hanf-Aroma.

Grundsätzlich ist die Jörn Gerwinat immer offen für Neues und kreativ unterwegs. Da es möglich war, mit Hanfsamen zu experimentieren, hat er seine Bratwurst-Rohmasse damit verfeinert. „Die Bratwürstchen haben sich verkauft“, sagt Gerwinat. Mit der aktuellen Diskussion könnte es das Grillprodukt des Jahres werden. Die beste Bratwurst Europas kommt auch aus Niedersachsen.

Gekauft werden kann die Kiffer-Bratwurst nur im Geschäft in Langwedel. Ein Versand wird nicht angeboten, da die Bratwurst gekühlt verschickt werden müsste. „Das ist finanziell nicht möglich“, sagt Jörn Gerwinat. Die Paketdienste wie DPD, DHL und UPS bieten zwar einen solchen Service an, die Kosten dafür müssen extra angefragt werden.

Mit einer Kiffer-Bratwurst sorgt eine Landschlachterei bei Facebook für Aufsehen. (Symbolbild)

Die Legalisierung von Cannabis ist eines der Versprechen der Bundesregierung. Ab dem 1. April soll es losgehen. Erlaubt ist es dann, bis zu 25 Gramm Cannabis bei sich zu tragen. Doch wer meint, er könne mit einem Joint im Mund den ganzen Tag durch die Gegend laufen, der dürfte enttäuscht sein: Denn das Kiffen wird nicht an allen Orten erlaubt sein. Auf Karten sind Ort gekennzeichnet, an denen es in Bremen erlaubt ist. Natürlich gibt es solche Bubatzkarten auch für Niedersachsen.

Rubriklistenbild: © Karina Hessland/Imago

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