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Harald Hinze
Fabian Raddatz
Sebastian Peters
Niedersachsen steht vor rutschigen Tagen: erhebliche Glätte durch Neuschnee und Frost droht. Vorsicht ist geboten, besonders im Harz und Weserbergland.
Update, 16. Januar, 06:10 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt im Norden und Osten vor Glätte durch Schnee. Ab der zweiten Nachthälfte zu Mittwoch von Südwesten Beginn einer ausgewachsenen Unwetterlage durch Schnee und Glatteisregen. Für die Nordseeküste wird für Dienstagmorgen vor einer weiteren Sturmflut gewarnt. Betroffen sind vor allem Hamburg, das Hamburger Wesergebiet und das Elbegebiet, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Montagabend mitteilte. Die Polizei warnte die Bevölkerung, die betroffenen Gebiete zu meiden und sich regelmäßig zu informieren.
Update, 20:15: Niedersachsen/Bremen – Wie gefährlich die Glätte der nächsten Tage sein kann, hat sich heute auf der A27 bei Schwanewede im Landkreis Osterholz bei Bremen gezeigt. Dort kam es aufgrund der Straßenverhältnisse zu einer Kettenreaktion von Unfällen.
Mehrere Menschen wurden verletzt, eine Person sogar lebensgefährlich. Ein 42-Jähriger wurde aus dem Auto geschleudert, als sein Wagen auf einen Lkw auffuhr, der aufgrund der Unfälle vor ihm die Geschwindigkeit reduziert hatte. Verletzt wurden auch ein Diensthund und eine Polizistin.
Amtliche Warnung: Glätte-Warnung für Niedersachsen und Bremen
Erstmeldung, Montag, 15. Januar: Niedersachsen/Bremen – Bevor die Schneewalze Niedersachsen in ein weißes Wunderland verwandelt, sorgt Straßenglätte, Blitzeis und auch Hagel für gefährliche Straßenverhältnisse. In Niedersachsen müssen sich die Bürger Montagfrüh, 15. Januar 2024, und in der Nacht zum Dienstag auf glatte Straßen einstellen. Im Flachland ist streckenweise, im Bergland sogar verbreitet mit Glätte durch überfrierende Nässe, Neuschnee oder Reif zu rechnen. Besonders im Weserbergland und im Harz wird es durch Schneefall und Schneeverwehungen gefährlich. Hier sind bis Dienstagfrüh in Staulagen 3 bis 10 cm, im Harz sogar 10 bis 20 cm, örtlich bis zu 25 cm Neuschnee möglich.
Amtliche WARNUNG vor GLÄTTE
Für Kreis Diepholz, Verden, Rotenburg (Wümme), Oldenburg, Nienburg, Hansestadt Bremen
gültig von: Montag, 15.01.2024, 12:32 Uhr
voraussichtlich bis: Dienstag, 16.01.2024, 12:00 Uhr
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am: Montag, 15.01.2024, 12:32 Uhr
Es besteht Glättegefahr (Stufe 1 von 4).
Vorsicht Rutschgefahr: Glätte durch Schnee und Frost in Niedersachsen
Tagsüber bildet sich ein breiter Streifen von Glätte vom nördlichen Binnenland bis zum Wendland und zur Aller durch kräftige Schnee- und Graupelschauer. Besonders ab dem späten Montagnachmittag steigt die Glättegefahr durch gefrierende Nässe und Neuschnee. Im südwestlichen Niedersachsen ist die Glättegefahr etwas geringer.
Zudem herrscht Frost, im Oberharz tagsüber leichter Dauerfrost um -2 Grad und nachts mäßiger Frost bis -8 Grad. In der Nacht zum Dienstag ist in der gesamten Region leichter Frost zwischen -1 und -4 Grad zu erwarten.
Gewitter mit stürmischen Böen um 65 km/h aus West bis Nordwest sind bis zur ersten Nachthälfte möglich. An der Küste gibt es Sturmböen, im Binnenland anfangs Windböen und stürmische Böen. Im Bergland herrscht Dauerfrost und verbreitete Schneeglätte. Im Flachland ist zeitweise mit Schnee, Glätte und Frost zu rechnen, örtlich auch mit Gewittern.
Schneechaos erwartet – bis zu 25 cm Neuschnee im Harz
Heute Vormittag und im Tagesverlauf ziehen Schnee- und Graupelschauer von der Nordsee nach Ostniedersachsen, die zeitweise Glätte verursachen können. Die Temperaturen liegen bei 1 bis 4 Grad. Im Nordwesten des Harzes ist mit länger anhaltendem Schneefall und verbreiteter Glätte zu rechnen. Der Wind ist anfangs mäßig, an der See stark bis stürmisch aus West bis Nordwest, lässt aber im Tagesverlauf meist nach.
In der Nacht zum Dienstag bleibt es wechselnd bewölkt, vor allem in der Nordosthälfte sowie im Stau der Mittelgebirge sind Schneeschauer und teils erhebliche Glätte zu erwarten. Die Temperaturen sinken auf Werte um 0 Grad auf den Inseln, sonst leichter Frost bis -4 Grad, im Bergland mäßiger Frost bis -8 Grad. An der See weht zeitweise frischer und böiger Nordwestwind, sonst schwacher bis mäßiger westlicher Wind.
Für den Dienstag ist an der Küste und im Harz mit häufigen Schneeschauern und Glätte zu rechnen. Sonst lassen die Schneeschauer langsam nach und es gibt wiederholt Aufheiterungen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 0 und 3 Grad, im Bergland herrscht Dauerfrost um -2 Grad. Der Wind ist schwach bis mäßig, an der Nordsee zunehmend stark und dreht allgemein auf Südwest.
In der Nacht zum Mittwoch klart es oft auf und die Schauer klingen auch im Harz und an der Küste ab. Es wird verbreitet frostig, von Nordwest nach Südost -1 bis -6 Grad, im Harz bis -10 Grad mit Reifglätte. An der See weht ein zunehmend starker bis stürmischer Südwest- bis Südwind mit Sturmböen, sonst bleibt der Wind schwach bis mäßig.
Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg/dpa



