VonUlrike Hagenschließen
Die letzte weiße Weihnacht ist in Niedersachsen 14 Jahre her. Wie stehen die Chancen in diesem Jahr? Wetterexperte Dominik Jung legt sich mit der Prognose für den Norden fest.
Hannover/Bremen – Nur noch rund eine Woche bis Heiligabend – und das Wetter zeigt sich nach wie vor grau in grau. Doch viele träumen immer noch von einem weißen Weihnachtsfest. Wie wahrscheinlich ist das überhaupt für den Norden? Zwar gab es bereits einen Wintereinbruch mit Glätte, Kälte und Schnee, doch Wetterexperte Dominik Jung hat leider eine ernüchternde Prognose für Fans von Flocken an Weihnachten, die in Bremen und Niedersachsen leben.
Weiße Weihnachten in Niedersachsen? So hoch sind die Chancen
Die Vorstellung einer weißen Weihnacht ist für viele das höchste der Festtagsgefühle. Doch Schneeflocken zu den Feiertagen sind in Deutschland längst eine Ausnahme. Selbst wenn der Hundertjährige Kalender für den Dezember eine eindeutige Prognose mit klirrender Kälte parat hat: In diesem Jahr ist es unwahrscheinlich, dass Schnee in Niedersachsen und Bremen fällt.
Schnee an Weihnachten: So stehen die Chancen in Niedersachsen und Bremen
Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net hat nur wenig Erfreuliches für Fans einer weißen Weihnacht zu berichten – er ordnet aktuelle Chancen für Schnee in Niedersachsen ein: „Grün hat sich mal wieder durchgesetzt“. Der Wetterexperte auf Nachfragen von kreiszeitung.de weiter: „Es wird nass, windig, stürmisch. Und mild!“. Ebenso wie in Bremen fiel in Niedersachsen zuletzt 2010 Schnee zu den Festtagen, verraten die historischen Wetterdaten des DWD. Damals lagen an Heiligabend in und um Hannover unglaubliche 28 Zentimeter Schnee, in Bremen gab es 20 Zentimeter und in Schleswig 30 Zentimeter Flockenfreude.
Regen und frischer Wind statt Schnee: Trübe Wetter-Aussichten für Bremen und Niedersachsen
Doch in diesem Jahr dominiert im Norden schmuddeliges Schiet-Wetter. Und das bleibt auch so, verrät Dominik Jung. Statt Schnee wird es vor allem Regen und Wind geben – „eigentlich wieder alles wie immer“. Die führenden Wettermodelle – ECMWF und GFS – sagen eine Fortsetzung des milden und ungemütlichen Wetters voraus. Ein stabiles Winterhoch ist weit und breit nicht in Sicht.
Jung: „Das ist das Weihnachtswetter im Norden, keine weißen Weihnachten.“ Die Temperaturen sind einfach zu mild. Selbst im Harz, Niedersachsens höchst gelegener Punkt, sind die Temperaturen noch deutlich über dem Gefrierpunkt. Auch wenn dort um den dritten Advent noch Neuschnee gab: „Die Tageswerte liegen zwischen Heiligabend und dem 2. Weihnachtstag um vier bis neun Grad“, so der Meteorologe.
Für das Fest sagt der Wetter-Experte also mildes Wetter voraus. Immerhin: Die eisige Kälte von Lappland – mit bis zu minus 30 Grad bleibt uns damit wenigstens erspart.
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