VonMarcel Priggeschließen
Ein Sturmtief trifft auf Niedersachsen: Starke Böen, Dauerregen und Überschwemmungen sind im Norden zu erwarten. Auch die Gefahr einer Sturmflut besteht.
Bremen/Hamburg – Scheinbar wird es jetzt richtig ungemütlich im Norden: Das Niedersachsen-Wetter hat nichts mehr mit freundlichem Herbstwetter zu tun, Orkan- und Unwetter-Gefahr herrscht an der Nordsee-Küste. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt für die Zeit bis zum Wochenende weiter Warnungen vor starken Windböen heraus, auch im Binnenland um Bremen herum. Doch damit nicht genug: Dauerregen soll bis Samstag, 21. Oktober, in Norddeutschland Einzug halten. Überschwemmungen drohen.
Niedersachsen im Wetter-Chaos: Sturm, Dauerregen und Überschwemmungen drohen
Grund für das Wetter-Chaos ist nach Angaben des DWD ein Ausläufer eines Sturmtiefs über England. Dieser erreicht in einer Ostströmung Norddeutschland. Deshalb soll es ab Donnerstag, 19. Oktober, wieder zu einer heftigen Windzunahme kommen. Viele Nordsee-Fähren können bereits wegen des rauen Wetters nicht mehr fahren. Und auch weiterhin sind schwere Sturmböen in Niedersachsen zu erwarten. Zudem soll es am Freitag zu Unwettern mit orkanartigen Böen kommen.
Sturmwarnung in Norddeutschland: Böen bis zu 117 Kilometern pro Stunde drohen
Der DWD warnt wegen des heftigen Windes am Donnerstag auch für die Bereiche der Nordseeküste: Diese Abschnitte sind von der Sturmwarnung betroffen:
- Ostfriesische Küste: Ost bis Südost 7 (61 km/h) bis 8 (74 km/h), dabei Böen von 10 Beaufort (102 km/h).
- Elbmündung: Ost bis Südost 7 (61 km/h) bis 8 (74 km/h), dabei Böen von 10 Beaufort (102 km/h).
- Seegebiet Helgoland: Ost bis Südost 8 (74 km/h) bis 9 (88 km/h), dabei Böen von 11 Beaufort (117 km/h).
- Nordfriesische Küste: Ost bis Südost 8 (74 km/h) bis 9 (88 km/h), dabei Böen von 11 Beaufort.(117 km/h)
- Elbe von Hamburg bis Cuxhaven: Ost bis Südost 7 (61 km/h) bis 8,(74 km/h) dabei Böen von10 Beaufort.(102 km/h)
Warnung vor Windböen im Norden: Diese Landkreise uns Städte sind betroffen
Auch im Binnenland Niedersachsens soll es zu starken Windböen kommen. Von Donnerstag, 17 Uhr, bis voraussichtlich Samstag, 2 Uhr, spricht der DWD eine Warnung für folgende Bereiche aus:
- Landkreis Verden
- Landkreis Rotenburg (Wümme)
- Landkreis und Stadt Oldenburg
- Hansestadt Bremen
- Hansestadt Hamburg
Weitere Windböen-Warnung für Freitag: Großer Teil Niedersachsens betroffen
Weiter teilt der DWD mit, dass sich die Menschen in Niedersachsen auch am Freitag von 6 bis 20 Uhr auf starke Windböen einstellen sollen. Für diese Bereiche gilt diese Warnung:
- Landkreis Diepholz
- Landkreis Nienburg (Weser)
Dauerregen und Sturm im Norden: Niedersachsen-Wetter spielt verrückt
Doch wie wird das Wetter in Niedersachsen weitergehen? Fest steht: So kalt wie vor ein paar Tagen angenommen, wird es nicht. Die Kältespitze und der erste Schnee im Norden lassen auf sich warten. Denn am Donnerstag werden es im südlichen Emsland ganze 16 Grad warm, so der DWD. Der Freitag zeigt sich dann stark bewölkt mit Regen und Sprühregen in Niedersachsen. Schwere Sturmböen aus östlicher Richtung sind auch zu erwarten. Die Temperaturen klettern immerhin noch auf elf Grad.
In der Nacht zu Samstag legt der Wind noch einen drauf. Orkanartige Böen sorgen für Unwettergefahr in Niedersachsen. Das Wetter in Niedersachsen wird darüber hinaus am Samstag auch mit Dauerregen „wechselnder Intensität“ heimgesucht, so der DWD weiter. Bedeutet laut den Experten: Es können Menschen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter in zwölf Stunden am Samstag auftreten. Auch Meteorologe Dominik Jung von wetter.net spricht für den Samstag von einem schweren Sturm im Norden. Es könnte zu einer Sturmflut wie zuletzt an der Nordsee nun an der Ostseeküste kommen.
Ab Samstag wird das Wetter in Niedersachsen weniger stürmisch
In und um Bremen jedoch soll es im Tagesverlauf aufklaren – dann sollten ab dem Samstagmittag ein paar Wolkenlücken über dem Norden zu sehen sein. Die Tageshöchstwerte pendeln sich bei bis zu 16 Grad ein. Und auch der Wind soll nachlassen.
Das Wetter in Niedersachsen am Sonntag zeigt sich dann überwiegend wolkig mit ostwärts ziehenden Regen, so der DWD weiter. Die Tageshöchstwerte betragen laut Vorhersage 15 Grad, der Wind soll an der Küste stark aus süd- bis südwestlicher Richtung wehen.
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