Zweistellige Temperaturen

Sturm fegt über Niedersachsen – und bringt sogar Orkanböen an die Landesgrenze

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Niedersachsen erwartet stürmisches Wetter anstelle einer weißen Weihnacht. Besonders im Harz wird es ungemütlich, mit Glätte und Sturmböen.

Hannover – Von weißer Weihnacht 2024 sind die Niedersachsen weit entfernt. Was Wetter erinnert mehr an einen stürmischen Herbst mit örtlichen Temperaturen im zweistelligen Bereich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Donnerstag, 19. Dezember, voraus, dass es zeitweise windig bis stürmisch wird. Es gibt viele Wolken, aus denen es etwas regnet. Die Temperaturen sind zunächst mild, in Hochlagen wie dem Harz droht ab dem Abend Glätte.

Sturm fegt über Niedersachsen – und bringt sogar Orkanböen an die Landesgrenze

Im Tagesverlauf zieht ein Tief von der Nord- zur Ostsee und beeinflusst das Wetter in Nordwestdeutschland mit seinem Frontensystem. Dabei fließt ab dem Nachmittag zunehmend kältere Meeresluft nach Niedersachsen und Bremen. Laut dem DWD bedeutet dies, dass es auch im Harz Sturm- und Orkanböen bis zu 80 Kilometer pro Stunde geben kann. Bis hinunter nach Bayern stürmt es derzeit in ganz Deutschland.

Infolge der Sturmböen droht in der Nacht zum Freitag an der niedersächsischen Nordseeküste die Gefahr einer leichten Sturmflut. Wie aus Prognosen des Sturmflutwarndienstes des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden (Landkreis Aurich) hervorgeht, wird das Nachthochwasser in Emden, Wilhelmshaven und Bremerhaven zwischen eineinhalb bis eindreiviertel Meter höher auflaufen als das mittlere Tidehochwasser.

An der Nordseeküste droht die Gefahr einer leichten Sturmflut. (Archivbild)

Nach Erkenntnissen der Meteorologen des DWD besteht auch am Sonnabend, 21. Dezember, die Gefahr von Sturmböen im Harz. Dort könnten der Regen auch als Schnee fallen. Der Sonntag wird wechselhaft. Es wird überwiegend regnen, im Bergland Schneeregen- oder Schneeschauer und vor allem an der Nordseeküste gibt es einzelne Graupelgewitter. Mit einer Entspannung ist erst Anfang kommender Woche zu rechnen – von Schnee ist bis Weihnachten aber wohl auch keine Spur in Niedersachsen.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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