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„Schwerpunkt ist schon Nordrhein-Westfalen“: Discounter-Kette meldet Insolvenz an

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„Kodi“, die bekannte Discounter-Kette, befindet sich in einer finanziellen Krise und hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Viele Standorte in Nordrhein-Westfalen sind betroffen.

Hamm – Die wirtschaftliche Situation ist für viele Einzelhändler in Deutschland aktuell nicht gerade rosig. Auch die bekannte Discounter-Kette „Kodi“ ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Zum 1. März 2025 ist daher ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden. Davon betroffen sind viele Filialen in Nordrhein-Westfalen. Für Kunden und Mitarbeiter könnte es allerdings möglicherweise gute Nachrichten geben.

Bekannte Discounter-Kette ist insolvent: „Schwerpunkt ist schon Nordrhein-Westfalen“

Von jetzt auf gleich werden die Läden nicht schließen, komplett pleite ist die Discounter-Kette nämlich keineswegs. Die Kodi Diskontläden GmbH hatte bereits im November vergangenen Jahres beim Amtsgericht Duisburg einen Antrag auf ein sogenanntes Schutzschirmverfahren gestellt. Dieses spezielle Insolvenz-Verfahren ermöglicht es Unternehmen, sich in Eigenregie zu restrukturieren, während die Geschäftsführung im Amt bleibt und von Restrukturierungsexperten unterstützt wird. Gemeinsam soll ein Sanierungsplan erarbeitet werden, der das Unternehmen wieder profitabel macht – und im besten Fall alle Arbeitsplätze und Standorte sichert.

Kodi hat etwa 230 Geschäfte in Deutschland.

Ein Kodi-Sprecher bestätigte nun im Gespräch mit wa.de: „Wir sind im vorgegebenen Weg der Sanierung.“ Die Investorensuche laufe demnach und befände sich auf der Zielgeraden. „Der Prozess ist eingeleitet worden und wir sind auf einem guten Weg“, sagt der Sprecher des Unternehmens. Sanierungsgeschäftsführer Holger Rhode sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass Kodi mit zwei Bietern in finalen Verhandlungen sei. Eine Entscheidung werde zeitnah fallen. Das dürften auch die Mitarbeitenden gerne hören.

Insgesamt sind von der Insolvenz nämlich 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Für sie alle dürfte die Ungewissheit das größte Problem sein. Während des Schutzschirmverfahrens wird der Geschäftsbetrieb von Kodi mit allen 238 Filialen und rund 1.800 Beschäftigten uneingeschränkt fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind bis auf Weiteres gesichert. Auch in NRW. Dort gibt es im Verhältnis schließlich die meisten Filialen. „Der Schwerpunkt ist schon Nordrhein-Westfalen“, bestätigt der Kodi-Sprecher. Wie genau es für sie weitergeht, ist aber vollends noch immer nicht ganz klar.

Kodi befindet sich in Gesprächen mit Investor

„Wir müssen den Vertrag mit dem Investor abwarten. Der wird dann letztendlich einen Plan haben und diesen umsetzen wollen“, erklärt der Unternehmenssprecher. Ob und in welchem Umfang es zu Filialübernahmen durch Wettbewerber kommt, hängt von den Ergebnissen der Sanierungsbemühungen und den Verhandlungen mit potenziellen Interessenten ab, berichtet zudem merkur.de.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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