VonEva Burghardtschließen
Am Samstag haben in Dortmund rund 30.000 Menschen gegen rechts demonstriert. Bis auf einzelne Zwischenfälle blieb es dabei laut Polizei friedlich.
- Am Samstag demonstrierten mehrere Zehntausend Menschen in Dortmund gegen Rechts.
- Die Demos liefen laut Polizei größtenteils friedlich ab.
- Bei einem Zwischenfall wurde eine Person verletzt.
- Dieser News-Ticker wurde beendet.
Update vom 21. Januar, 11:45 Uhr: Bei der Demonstration gegen Rechts sind in Dortmund nach Angaben der Polizei am Samstag (20. Januar) rund 30.000 Menschen zusammengekommen. Insgesamt zeigten sich die Beamten mit dem Ablauf der Demo zufrieden. Diese verlief laut Polizei größtenteils friedlich und störungsfrei. Gegen eine Person wurde wegen des Zeigens eines „Hitlergrußes“ ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Bei einer weiteren Versammlung in Dortmund-Dorstfeld kam es laut Polizei außerdem zu einer Auseinandersetzung zwischen Personen des linken und rechten Spektrums. „Mindestens eine Person aus der Gruppe der Rechten setzte dabei Pfefferspray ein. Dieses wurde beschlagnahmt“, so die Beamten. Eine Person wurde verletzt. Die Polizei nahm drei Menschen aus dem rechten Spektrum in Gewahrsam. Gegen sie wird nun laut Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Demos gegen Rechts in Dortmund gestartet: „Mindestens 10.000 Menschen dabei“
Update vom 20. Januar, 15:25 Uhr: Bei der Dortmunder Demo sind laut ersten Schätzungen der Polizei „mindestens 10.000 Menschen dabei“. Doch die Zahl kann noch weiter ansteigen. „Außerdem gibt es immer noch Zulauf, eine höhere Teilnehmendenanzahl ist also möglich.“
Mittlerweile ist der Demozug gestartet. „Bitte rechnen Sie ab sofort mit Verkehrsbehinderungen in Dortmund. Der Aufzug läuft über die Steinstraße, Grüne Straße, Brinkhoffstraße und anschließend über den Wall zum Platz der Deutschen Einheit“, so die Polizei Dortmund.
Demos gegen Rechts in Dortmund geplant – tausende Menschen erwartet
Update vom 20. Januar, 10:14 Uhr: Ein breites Bündnis hat für diesen Samstag zu einer Demonstration gegen die AfD und für die Demokratie aufgerufen. Zu der Kundgebung in der Innenstadt erwartet die Polizei mehrere Tausend Teilnehmer. Los geht es um 15 Uhr. Sie wollen unter dem Motto „Das neue Braun ist blau“ auf die Straße gehen. Zu der Demo hat der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus aufgerufen. Dazu gehören unter anderem kirchliche und gewerkschaftliche Organisationen, Bildungseinrichtungen, Sozialverbände, zivilgesellschaftliche Projekte und Parteien.
In den vergangenen Tagen hatte es in vielen Städten große Demonstrationen gegen rechts gegeben, nachdem ein Treffen von Rechtsradikalen im November in Potsdam bekannt geworden war. Daran hatten auch AfD-Politiker, Mitglieder der erzkonservativen Werteunion und Martin Sellner als früherer Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich teilgenommen.
Demos gegen Rechts in Dortmund geplant – tausende Menschen erwartet
Erstmeldung vom 18. Januar: Dortmund – In der Innenstadt in Dortmund (NRW) sind für Samstag (20. Januar) Kundgebungen geplant. Wie die Polizei mitteilt, werden dazu am Nachmittag mehrere tausend Menschen erwartet. Anlass für die meisten Demonstrationen sind die jüngst veröffentlichten Recherchen zu einem Geheimtreffen, an dem auch AfD-Funktionäre teilgenommen haben. Dabei ging es unter anderem um die Abschiebung von Menschen mit Migrationshintergrund. Zuletzt hatte eine ähnliche Demonstration in Köln mehrere zehntausend Menschen auf die Straßen gebracht, berichtet 24RHEIN.
Demos in Dortmund – Polizei warnt vor „massiven Verkehrsstörungen“
Die Polizei weist darauf hin, dass es am Samstag in der Innenstadt insbesondere rund um den Hauptbahnhof in Dortmund zu „massiven Verkehrsstörungen“ kommen kann. Dort findet die größte aller Kundgebungen statt. „Je nach Teilnehmerzahl kann es zu einer kompletten Sperrung des Königswalls kommen“, berichtet die Polizei. Wenn möglich, sollen die Menschen öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um in die Innenstadt zu kommen.
Für den Samstag sind verschiedene Demos in der Region angekündigt
- Unter dem Motto „Das neue Braun ist Blau“ beginnt um 15 Uhr hinter dem Hauptbahnhof auf dem Platz vor der Steinwache eine Demonstration. Vertreter vom Deutschen Gewerkschaftsbund in Dortmund haben sie angemeldet. Die Demonstration zieht über die Grüne Straße, Brinkhoffstraße, Königswall zur Abschlusskundgebung auf dem Platz der deutschen Einheit.
- Rund 250 Teilnehmer werden bei der Demonstration mit dem Thema „Solidaritätskundgebung zum Tag der Einheit der Ukraine“ erwartet. Sie beginnt um 12 Uhr und wird vom Friedensplatz über die Hansastraße auf den Hohen Wall und wieder zurück zum Friedensplatz ziehen.
- In Dorstfeld sollen rund 150 Menschen unter dem Motto „Neues Jahr, alte Probleme – AfD entgegentreten“ demonstrieren. Der Demozug beginnt am S-Bahnhof Dorstfeld-Süd, zieht dann einmal durch Dorstfeld bis zum S-Bahnhof Dorstfeld.
- In Bochum soll es bereits am Freitag (19. Januar) um 19 Uhr eine Demonstration in der Innenstadt geben. Wie die Stadt auf dem Nachrichtendienst X (ehemals Twitter) mitteilt, werden dort mehr als tausend Menschen erwartet. Der Demonstrationszug für freiheitliche Grundwerte startet am Kurt-Schumacher-Platz vor dem Hauptbahnhof. Auch in Münster ist eine große Demo gegen die AfD geplant.
Achim Stankowitz leitet in diesen Tagen stellvertretend die Dortmunder Polizeibehörde. Er sagt: „Dortmund geht auf die Straße für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.“ Aufgabe der Polizei werde es sein, den Schutz der Versammlung zu gewährleisten und „den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Rechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit störungsfrei wahrzunehmen.“ (ebu)
Rubriklistenbild: © Markus Matzel/Imago


