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Fischer-Halle wird ZUE: Ankunft neuer Flüchtlinge steht bevor

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Zwischenzeitlicher Wohnort für Flüchtlinge: Die Alfred-Fischer-Halle soll zeitnah belegt werden.
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Die Belegung der Alfred-Fischer-Halle mit Flüchtlingen steht kurz bevor. Das große Gebäude in Hamm-Heessen bietet Platz für 400 Personen.

Hamm – In der Alfred-Fischer-Halle in Heessen werden wohl in den kommenden Tagen die ersten Flüchtlinge Quartier beziehen. Wie die Bezirksregierung Arnsberg auf WA-Anfrage mitteilte, werde an dem bisherigen Zeitplan festgehalten und es ab der zweiten Kalenderwoche 2024 in Hamm eine neue Belegung geben. Konkret könne der Starttermin noch nicht benannt werden, da derzeit noch die letzten Vorbereitungsmaßnahmen in der Halle liefen und erst nach deren Abschluss die Belegung in Angriff genommen werden könne.

Das Land NRW hat die Fischer-Halle über die Bezirksregierung seit Dezember 2023 von der Stadt gepachtet. Der Vertrag läuft zunächst bis zum 30. September 2024 und umfasst auch das ursprünglich für die ukrainischen Kriegsflüchtlinge angeschaffte Inventar in der Halle und das angrenzende Schulungsgebäude. Die Stadt kassiert dafür eine sechsstellige Summe.

Flüchtlingswelle aktuell abgeebbt

Die Alfred-Fischer-Halle wird damit zur zweiten Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) im Stadtgebiet. Bis zu 830 Flüchtlinge werden bereits seit Jahren in der Landeseinrichtung am Alten Uentroper Weg betreut. In beiden (künftigen) ZUEs werden Flüchtlinge untergebracht, die sich noch im Asyl-Anerkennungsverfahren befinden. Ukrainische Flüchtlinge sind außen vor.

Die Fischer-Halle hat eine Kapazität von 400 Personen plus 100 Standby-Plätze. Eine Erhöhung sei derzeit nicht geplant, hieß es am Freitag aus Arnsberg. Wie viele Menschen anfangs kommen werden, lasse sich nicht vorhersagen. Diese hänge von den Zugangszahlen in der Erstaufnahmeeinrichtung in Bochum ab, von wo die Menschen auf die ZUEs verteilt werden. Aktuell sei die Flüchtlingswelle abgeebbt.   

Immer mehr Schüler in Hamm aus sprechen zu Hause vorrangig eine andere Sprache als Deutsch. Der Anteil liegt deutlich höher als im Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen.

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