Wahl am 28. September

Stichwahl in Duisburg um Oberbürgermeister-Amt: SPD-Kandidat siegt gegen AfD

  • schließen
  • Nina Wette
    Nina Wette
    schließen

In vielen NRW-Städten wurde am 14. September noch kein (Ober)-Bürgermeister gewählt. Auch in Duisburg stand eine Stichwahl an. Nach knapp einer Stunde liegt das Ergebnis vor.

Update von 18.57 Uhr: Alle Stimmzettel sind nun ausgezählt. Mit 78,57 Prozent konnte der SPD-Kandidat Sören Link das Amt des Oberbürgermeisters erneut für sich gewinnen. Der 49-Jährige ist seit 13 Jahren Oberbürgermeister von Duisburg. Der AfD-Kandidat Carsten Groß bekam in den Wahlbezirken 21,43 Prozent der Stimmen.

Update von 18.24 Uhr: Mittlerweile sind die Stimmzettel in 236 von 448 Wahllokalen ausgezählt. Demnach bekommt SPD-Kandidat Sören Link 75,48 der Stimmen, während Carsten Groß von der AfD 24,52 Prozent belegt.

Update vom 28. September, 17 Uhr: In einer Stunde schließen die Wahllokale in Duisburg und die Auszählung der Stimmen für die Oberbürgermeisterwahl beginnt. Dann entscheidet sich, ob der AfD- oder der SPD-Kandidat die Stichwahl für sich gewinnen konnte. Nach Angaben einer Sprecherin lag die Wahlbeteiligung um 12 Uhr bei 26,96 Prozent. Bei der letzten Stichwahl im Jahr 2012 lag diese noch bei 15,11 Prozent.

[Erstmeldung vom 27. September, 18.33 Uhr] Duisburg - Dort, wo beim ersten Wahlgang bei der Kommunalwahl in NRW keiner der Bürgermeisterkandidaten die Mehrheit der Stimmen erreicht hat, gibt es am 28. September eine Stichwahl. Dabei besteht in einigen Städten die Möglichkeit, dass erstmals in NRW ein AfD-Kandidat das Bürgermeisteramt für sich entscheidet. Eine dieser Städte ist Duisburg. AfD und SPD hoffen dort auf das Oberbürgermeisteramt.

Sören Link und Carsten Groß treten in Duisburg bei der Stichwahl an.

Sören Link (SPD) und Carsten Groß (AfD) treten bei der Stichwahl am 28. September an. Sören Link ist der amtierende Oberbürgermeister in Duisburg. Bereits seit 2012 bekleidet er das Amt. Beim ersten Wahlgang hatte er zwar die meisten Stimmen von allen Oberbürgermeister-Kandidaten, die Mehrheit von 50 Prozent erreichte er aber nicht. Bei der Kommunalwahl am 14. September gingen 46 Prozent der Stimmen an den SPD-Kandidaten, der AfD-Kandidat erhielt 19,7 Prozent der abgegebenen Stimmen.

SPD und AfD hoffen bei der Stichwahl in Duisburg auf das Oberbürgermeister-Amt

SPD-Kandidat Sören Link kann bei der Stichwahl auf den Rückhalt anderer Parteien zählen. So rufen beispielsweise die Grünen dazu auf, am 28. September Sören Link zu wählen. „Wir haben Sören Link in den letzten fünf Jahren oft kritisch gegenübergestanden – aber wir sind Demokrat:innen. Und Demokrat:innen müssen jetzt zusammenhalten. Deshalb rufen wir euch auf: Geht am 28.9. wählen und wählt den einzigen Demokraten, der zur Wahl steht“, werden die Grünen von der WAZ zitiert.

Damit erscheint ein Sieg der rechtsextremen Partei in Duisburg bei der Stichwahl zwar unwahrscheinlich, wie der Wahlabend tatsächlich enden wird, darüber entscheiden die mehr als 300.000 wahlberechtigten Duisburger aber erst am 28. September. Anders sieht das jedoch in Hagen aus, dort könnte es knapp werden. Der CDU-Kandidat Dennis Rehbein lang mit 25,1 Prozent nur etwas vor dem AfD-Mann Michael Eiche, der auf 21,2 Prozent der Stimmen kam.

Bei den Stichwahlen in NRW gibt es noch einen dritten AfD-Kandidaten, der um das Oberbürgermeister-Amt kämpft. Dabei handelt es sich um Norbert Emmerich, der in Gelsenkirchen gegen die SPD-Kandidatin Andrea Henze antritt. Emmerich kam auf 29,8 Prozent der Stimmen, Henze auf 37 Prozent.

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

Kommentare