VonSusanne Fischer-Bolzschließen
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer versprach an der gesperrten B236-Lennebrücke in Nachrodt Hilfe. Er macht Hoffnung auf eine schnelle Lösung.
Nachrodt-Wiblingwerde - „Wir haben es hier mit einem Fundamentschaden zu tun. Der Schaden rührt nicht von der Belastung der Brücke, sondern ist ein klassischer Hochwasserschaden. So lange das Fundament nicht da ist, müssen wir befürchten, dass die Brücke nicht mehr stabil ist“, erklärte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer nach einem Gespräch mit Vertretern von Straßen.NRW, die vor Ort von einer „ungeplanten Lasteinleitung und Lastumlagerung im Bauwerk“ sprachen.
NRW-Verkehrsminister Krischer an der gesperrten Nachrodter Lennebrücke
Mit der Behebung des Schadens solle so schnell wie möglich begonnen werden, sagte Krischer. Im besten Fall kann eine Notsanierung der Lennebrücke in zwei Wochen abgeschlossen sein. Dann darf der Verkehr, auch der Schwerlastverkehr, wieder fahren. Der Start der Arbeiten hängt vom Pegelstand der Lenne ab: 70 Zentimeter darf er sein, infolge der Schneeschmelze hat er jetzt 1,40 Meter.
Allerdings werde der Wasserstand voraussichtlich bald sinken. „Und dann kann das sehr schnell gehen, dass der Spezialbeton da eingebracht werden kann. Dann reden wir über wenige Wochen, dass die Brücke wieder befahrbar sein kann.“
Deshalb ist der Ruhrverband mit im Boot, um Maßnahmen zu ergreifen. Unterdessen ist die schwimmende Fußgängerbrücke in einer „Nacht- und Nebelaktion“ vom THW fast fertiggestellt worden. „Wir gehen hier nicht weg, bis sichergestellt ist, dass die Schüler am Montag - und alle anderen Fußgänger - über die Brücke laufen können“, so Kreisbrandmeister Michael Kling.
