- VonJörg Beuningschließen
Der Landesbetrieb Straßen-NRW wird von April bis September die Fahrbahn auf der Werler Straße in Rhynern erneuern. Das bringt Behinderungen im Verkehrsfluss mit sich.
Hamm – Verkehrsstörungen auf der Bundesstraße B63 im Bereich der Autobahnanschlussstellen in Hamm-Rhynern gehören zum Alltag. In diesem Jahr müssen Verkehrsteilnehmer und Anwohner wegen Bauarbeiten wohl ganz besonders tapfer sein. An zwei Wochenende im Herbst wird sogar komplett gesperrt. Wie das funktionieren soll, gibt der Landesbetrieb Straßen-NRW jetzt bekannt. Aber immerhin soll anschließend auch einiges besser werden. Was auch dringend nötig ist: Nicht weniger als 34.000 Pendler wollen täglich raus aus Hamm.
Im April geht es los. Zwischen der Aral-Tankstelle und der Einmündung „Im Weizenkamp“ nahe der „Rullko-Kreuzung“ werden Tragschicht und Asphaltdecke erneuert. Die Arbeiten werden sich insgesamt bis Herbst hinziehen. Die lange Dauer hat auch damit zu tun, dass die Straßen mit Rücksicht auf die Anwohner an den Umgehungsstraßen nicht vollständig gesperrt wird. Bis auf ganz wenige Ausnahmen werden zwei leicht verengte Fahrstreifen immer befahrbar sein. Ein Tempolimit auf 50 km/h wird dann gelten.
Vollsperrungen und Tempo 50: Staus auf der B63 werden wohl noch schlimmer
Erst mit dem Auftragen der Asphaltdecke im Herbst wird es Vollsperrungen geben. Diese werden an Wochenenden von Freitagabend bis Montagmorgen bestehen. Anvisiert für die Sperrungen werden die beiden Wochenenden 8. bis 11. und 15. bis 17. September. Dazu hat der Landesbetrieb Straßen-NRW jetzt die lokale Umleitung in Absprache mit den lokalen Behörden veröffentlicht.
„Darüber hinaus wird es noch eine weiträumige Umleitung geben“, erklärt Nadia Leihs, Sprecherin von Straßen-NRW. Soll heißen, es wird im Autobahnnetz an den umliegenden Kreuzen und Dreiecken auf die Baustelle hingewiesen, um möglichst viel Verkehr frühzeitig an Rhynern vorbeifahren zu lassen. Die A2-Anschlussstellen werden am ersten Sperr-Wochenende im Herbst auf jeden Fall komplett gesperrt, auch zu anderen Terminen sind vorübergehende Sperrungen möglich.
Die lokale Umleitung an den beiden Sperr-Wochenenden sieht vor, dass zwischen Verkehr in Richtung Süden und Norden unterschieden wird. Aus Hamm kommend sollen Hellweg, Gobel-von-Drechen-Straße und Kumper Landstraße die Hauptrouten sein, wobei noch zu klären sein wird, wie die Autobahnbrücke auf dem Hellweg für den Schwerlastverkehr genutzt werden kann. Aus Werl kommend soll es über die Allener und Wambelner Straße bis in den Ortskern Rhynern gehen. Und das jeweils als Empfehlung. Es ist also keine feste Einbahnstraßen-Regelung geplant.
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Erhebliche Schäden der Asphaltdecke
Notwendig ist die Baumaßnahme wegen der erheblichen Schäden auf der Asphaltdecke. Die Sanierung soll genutzt werden, um den Verkehrsfluss in Zukunft zu verbessern. So stehen nach Abschluss der Arbeiten zwischen Unnaer Straße bis Oberster Kamp künftig durchgängig zwei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Werl zur Verfügung. Ein Abfließen des Verkehrs auf die Autobahn soll damit unterstützt werden. Auch die Rechtsabbiegerspuren zur A2 werden verlängert.
Zusätzlich werden die fünf Ampelanlagen erneuert. Sie entsprechen dann den Erfordernissen der zunehmenden Digitalisierung der Verkehrsinfrastruktur. Mit flexiblen und verkehrsabhängigen Ampelschaltungen können Verkehrsflüsse verbessert werden, schildert der Landesbetrieb. Das Zusammenspiel der vielen Ampelanlagen auf kurzer Distanz wird häufig als Hauptursache für die Staus auf der B 63 angesehen.
Vier Millionen Euro werden verbaut
Ab April werden zunächst die Seitenbereiche der Werler Straße in Fahrtrichtung Hamm erneuert. Dafür wird die Baustelle in mehreren Bauabschnitten von Süden nach Norden entlang der B63 wandern.
Insgesamt investiert Straßen-NRW etwa vier Millionen Euro.
