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Noch kann auf dem Warsteiner Marktplatz geparkt werden. Mit den neuen Umgestaltungsplänen sollen die Parkplätze aber verschwinden. Es geht um die Sicherheit.
Warstein – Die Rückmeldungen auf die neuen Marktplatzpläne waren durchweg positiv. Der historische Brunnen bleibt, seine Geschichte soll per QR-Code vorgestellt werden. Spielelemente für „Größere“ soll es vor dem ehemaligen Kinderladen geben, wo inzwischen ein Versicherungsbüro eingezogen ist, Höhepunkt soll aber ein Wasserfontänenspiel in der Marktplatzmitte werden. Das gleiche Sitzmobiliar, wie es auf dem Dr. Segin-Platz bereits steht, soll auch auf den Marktplatz kommen. Hinzukommen unter anderem neue Leuchten, ein Denkmal für das einstige Progymnasium, eine „digitale Litfaßsäule“ im Bereich der Buswartehalle inklusive eines öffentlichen Sanitärhauses.
Die Ausschreibung der Maßnahme soll im Frühjahr erfolgen, im Sommer geht es dann um die Umsetzung, hieß es im Ausschuss für Bauen und Digitales, wo die Pläne im vergangenen Herbst vorgestellt wurden. Doch vielem Neuen wird auch etwas „Altes“ weichen müssen. Die Parkplätze auf dem Marktplatz werden verschwinden. „Man hatte sich zuletzt daran gewöhnt, dass der Marktplatz beparkt wurde. Es gab immer Stimmen dafür und dagegen“, erklärte jetzt Markus Teutenberg von der Stadt Warstein. Doch der Wegfall der Parkmöglichkeiten sei keine reine Entscheidung der Stadt, vielmehr sei die Kommunalversicherung ausschlaggebender Punkt in der Entscheidung gewesen. „Das Wasserspiel wird den Marktplatz beleben, genauso wie die Spielgeräte vor dem ehemaligen Kinderladen.“ Kinder laufen „manchmal unkontrolliert und schneller“, erklärt Teutenberg: „Wenn dort auch noch Autos fahren und parken, wäre es ein zu großes Gefahrenpotenzial, dass Kinder übersehen würden.“ Deshalb habe man diese Situation der Kommunalversicherung geschildert. Eine Alternative wäre gewesen, die Spielgeräte einzuzäunen, um das Parken zu ermöglichen, damit die Versicherung im Fall der Fälle „greift“. Aber keine Alternative für der Stadt: „Wir wollen hier ja die Möglichkeit einer Naherholung schaffen.“ Also müssen die Parkplätze verschwinden.
Markt wird weiterhin stattfinden, auch Schützenfestparade ist gesichert
Die Kommunalversicherung spiele immer dann eine Rolle, wenn auf städtischen Flächen „etwas passiere“, erklärt Teutenberg. Ein Kind verletzt sich beispielsweise auf einem städtischen Spielplatz, ein Fußgänger stürzt aufgrund eines Schlagloches oder Glatteis auf dem Bürgersteig. Dann werde abgewogen, wer für den Schaden verantwortlich sei – ganz unterschiedliche Faktoren spielen da rein, erläutert Teutenberg.
Und auch wenn auf dem Marktplatz zukünftig nicht mehr geparkt werde, der Markt werde dort weiterhin stattfinden: „Das war ja Ziel unserer Pläne: Der Nutzen des eigentlichen Marktplatzes bleibt bestehen.“ Auch Schützenfest-Paraden könnten trotz Wasserspiel weiterhin stattfinden wie auch der Weihnachtsbaum weiterhin aufgestellt werden könne, so Teutenberg.
Neue Parkplätze im Stadtgebiet werden beispielsweise an der nördlichen Hauptstraße entstehen. Die Brandimmobilie „ehemaliges Rustica“ wird abgerissen, um Parkplätze zu schaffen, teilte die Stadt kurz vor Weihnachten mit.
