- VonStefan Gehreschließen
Mehrere Monate nach einem Wasserschaden hat sich der Schimmel-Befall in einem Mehrfamilienhaus der LEG an der Mittelstraße ausgeweitet. Bei der Sanierung gibt es unerwartete Hindernisse.
Hamm – Vor drei Monaten wurde der LEG ein Wasserschaden in einer Wohnung eines Hauses an der Mittelstraße im Stadtbezirk Herringen gemeldet. Behoben ist er bis heute nicht – mit der Folge, dass es Schimmelspuren bis in den Keller und in weiteren Wohnungen gibt. Dass der Schaden noch nicht repariert ist, liegt aber nicht an der LEG, sondern, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte, vor allem an dem Mieter selbst.
Problem seit Mitte August bekannt
In dem Haus gibt es insgesamt sechs Mietparteien, drei im Erdgeschoss und drei im ersten Stock. „Der vorliegende Schaden wurde uns erstmals Mitte August gemeldet, daraufhin haben wir umgehend ein Unternehmen mit der Leckageortung beauftragt. Diese externen Dienstleister vermuteten einen Rohrbruch auf der linken Seite des Gebäudes, allerdings konnte das Leck nicht exakt geortet werden, da unsere Techniker für einen längeren Zeitraum keinen Zugang zu der Wohnung im 1. OG erhalten haben“, so Unternehmens-Sprecher Mischa Lenz, der ausdrücklich betonte, dass man die entstandenen Unannehmlichkeiten für die Mieter äußerst bedauere.
Die Leckortung verzögert sich erneut, da die Wohnung mit diversen Gegenständen gefüllt ist und somit die betroffene Stelle nicht erreicht werden kann.
Um weiteren Schaden abzuwenden, musste die LEG, da sie keinen Zugang zu der betroffenen Wohnung erhalten hatte, kurzfristig dort die Warmwasser- und Heizleitungen abstellen. Daraufhin habe man eine Notöffnung der Wohnung beantragt. Die habe das zuständige Gericht jedoch abgelehnt, so der Sprecher. Nach mehreren Kontaktversuchen habe man die Mieter der Wohneinheit endlich erreichen und weitere Schritte in die Wege leiten können.
Diverse Gegenstände in der Wohnung
Doch damit ist das Problem nicht aus der Welt. Denn: „Die Leckortung verzögert sich erneut, da die Wohnung mit diversen Gegenständen gefüllt ist und somit die betroffene Stelle nicht erreicht werden kann.“ Man setze alles daran, die Leckortung schnellstmöglich durchzuführen, um die Situation für die Mieter zu verbessern. Die Schimmelbeseitigung in den Wohnungen im Erdgeschoss werde in den kommenden Tagen beginnen und es wurden Container vor dem Haus bereitgestellt, um beschädigte Gegenstände und Möbelstücke entsorgen zu lassen.
Eine der Mietparteien im Erdgeschoss wurde zeitweise in einem Hotel untergebracht und wird eine Ausweichwohnung außerhalb erhalten. Die anderen Wohnungen seien durch die vereinzelten Feuchtigkeitsschäden weiterhin eingeschränkt bewohnbar – auch hier werde die LEG alles daransetzen, die Schäden schnellstmöglich zu beseitigen.
Knöcheltief im Wasser
Nach Angaben eines Bewohners weisen mittlerweile vier der sechs Wohnungen Schäden in Form von Schimmel auf – die beiden Wohnungen links und in der Mitte. Seine Wohnung und die darüber seien zwar noch nicht betroffen. „Aber auf den Fluren riecht es muffig und auch im Keller sind deutliche Schimmelspuren zu erkennen. Auch die Außenwände sind feucht“, echauffierte er sich gegenüber unserer Zeitung. Teilweise gebe es dort schon Abplatzungen.
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Wie er und ein Nachbar berichteten, habe das Wasser in der betroffenen Wohnung, der Wohnung darunter und im Keller knöcheltief gestanden und sei von der Feuerwehr abgepumpt worden. Da er schwer lungenkrank sei, bereite ihm die Situation in seinem Haus große Sorgen. Er könne nur hoffen, dass die Schäden schnell behoben würden. Denn: Mit jedem Tag werde es schlimmer. Ihn ärgere es besonders, dass die Mieter mit ihren Sorgen bei der LEG offenbar auf taube Ohren stießen.
„Was ist mit Mietminderung?“
Das ganze Theater ziehe sich mittlerweile über drei Monate hin. Richtung Wohnungsunternehmen stellte eine weitere Nachbarin die Frage, ob sie eine Mietminderung zu erwarten haben. Denn: Aktuell könne sie ihre Wohnung nur eingeschränkt nutzen.
Zuletzt gab es auch Probleme mit den LEG-Wohnungen an der Friesenstraße in Herringen, die ausgeräumt werden mussten.