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Schimmel an Wänden: Ein einfaches Hausmittel kann das Problem lösen

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Feuchte Wände im eigenen Heim können eine ernste Gefahr für die Gesundheit bedeuten. Wer Schimmel entdeckt, der kann sich mit einem einfachen Hausmittel helfen.

Hamm – Im Herbst fallen nicht nur die Blätter, sondern auch die Temperaturen. Mit Beginn der kalten Jahreszeit beginnt nicht nur die Heizperiode. Auch manche Ärgernisse plagen dann wieder Mieter und Eigentümer gleichermaßen. Ein Problem könnten Silberfische sein, die in feuchten Räumen umherkrabbeln. Sie sind zum Glück nicht schädlich und können mit einem einfachen Hausmittel vertrieben werden. Mehr Ärger bereitet da schon Schimmel an den Wänden – es gibt allerdings auch hier ein günstiges Hausmittel, das helfen kann.

Schimmel an den Wänden: Ein günstiges Hausmittel kann schnell helfen

Schimmel in der Wohnung oder im Haus ist gefährlich. Der Pilzbefall stellt eine klare Gefahr für die Gesundheit dar. Wer also schwarze oder grünliche Flecken an der Tapete entdeckt, sollte schnell handeln. Oftmals ist der Schimmelbefall selbst verschuldet – Fehler beim Lüften und Heizen müssen unbedingt vermieden werden. Sind die Flecken jedoch einmal an der Wand, könnte ein günstiges Hausmittel schnell helfen.

Die hässlichen Pilze an den Wänden und Tapeten können eines nämlich gar nicht leiden: hochprozentigen Alkohol. Je höher der Alkoholgehalt, desto besser. Ein Tuch – mit einem farblosen Alkohol – ordentlich durchnässen und dann die betroffene Schimmel-Wand damit abwischen. Sollte der Befall noch frisch und nur oberflächlich sein, müsstest dieses Hausmittel bereits ausreichen. Wenn nicht, dann sollten Sie größere Geschütze auffahren.

Richtig lüften: 10 Tipps helfen, Schimmel in der Wohnung zu vermeiden

Es ist ein Schlafzimmer mit geöffnetem Fenster zu sehen.
Damit es im Schlafzimmer nicht zu kalt wird, sollte man möglichst kurz vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen lüften. Gekippte Fenster sollten eher vermieden werden. Besser ist es, den Raum einmal intensiv mit weit geöffnetem Fenster stoßzulüften. Türen zu wärmeren Räumen dabei geschlossen halten, damit nicht die ganze Wohnung auskühlt.  © Wirestock/Imago
Eine Familie sitzt zusammen im Wohnzimmer.
Auch das Wohnzimmer sollte unbedingt ausreichend gelüftet werden. Immerhin kann sich in dem viel genutzten Raum einiges an Feuchtigkeit ansammeln, was langfristig zu Schimmelbildung führen kann. Halten sich mehrere Personen in einem Raum auf, kommt es auch vermehrt zu Feuchtabgabe über das Atmen oder Schwitzen. In diesem Fall sollte laut dem Umweltbundesamt vermehr gelüftet werden.  © Science Photo Library/Imago
Es ist ein Badezimmer zu sehen.
Das Badezimmer ist durch die große Luftfeuchtigkeit besonders gefährdet, Schimmel zu bilden. Nach dem Duschen oder Baden sollte daher unmittelbar und intensiv gelüftet werden. Durch das Öffnen der Fenster kann die Feuchtigkeit gleich entweichen.  © Pond5 Images/Imago
Es ist kondensierendes Wasser auf Glas zu sehen.
Ist das Lüften nur eingeschränkt möglich (beispielsweise durch fehlende oder nur sehr kleine Fenster), ist es ratsam, Wände und Boden gleich nach dem Duschen abzuwischen. Ganz einfach geht dies mit einem Fensterabzieher.  © YAY Images/Imago
Es ist eine Wand mit Schimmel zu sehen.
Die Wände von Kellern sind grundsätzlich sehr kalt. Gerade im Sommer kann sich im Keller daher Schimmel bilden. Grund dafür ist, dass an heißen Tagen die warme Luft in den Keller gelangt und als Feuchtigkeit an den Kellerwänden niederschlägt. Im Sommer sollten Hausbesitzer daher die Kellerräume möglichst nachts lüften, damit nur wenig heiße Luft in die Räume gelangt.  © YAY Images/Imago
Es ist ein Heizkörper zu sehen.
Wer richtig lüften möchte, sollte die Fenster nicht nur gekippt halten, sondern vollständig öffnen. Dabei allerdings im Winter nicht vergessen, die Heizung runterzuschrauben. Die Heizung nur ein bisschen runterzudrehen, ergibt dagegen keinen Sinn.  © Pond5 Images/Imago
Es ist eine Frau und ein Heizkörper zu sehen.
Wer regelmäßig beheizte Räume im Winter lüftet, sollte darauf achten, dass diese nicht vollständig auskühlen. Deshalb: Die Fenster nicht zu lange offen lassen und nach dem Lüften wieder heizen.  © Pond5 Images/Imago
Es ist ein offenes Fenster zu sehen.
Richtig lüften heißt vor allem regelmäßig zu lüften. Etwa zwei bis vier Mal täglich sollten die Fenster in vielgenutzten Räumen geöffnet werden. Sonst kann sich Feuchtigkeit an den Wänden ablagern und zu Schimmel führen.  © Pond5 Images/Imago
Es ist ein Wohnzimmer zu sehen.
Ein besonders schneller und effektiver Weg zu lüften, ist das Querlüften von Räumen. Beim Stoßlüften werden gleichzeitig Fenster und Türen in gegenüberliegenden Räumen geöffnet. So entsteht ein Luftzug, der die Feuchtigkeit besonders schnell aus den Räumen weht.  ©  Pond5 Images/Imago
Es ist ein beschlagenes Fenster zu sehen.
Bildet sich Kondenswasser an den Fenstern, ist dies ein ganz klares Zeichen dafür, dass nicht richtig gelüftet wird. Die hohe Luftfeuchtigkeit kann durch regelmäßiges Öffnen der Fenster und weniger Heizen gesenkt werden.  © Image Source/Imago

Im Supermarkt und Discounter, selbstredend auch im Drogeriemarkt, sind spezielle Schimmel-Entferner erhältlich. Bei diesen Hilfsmitteln ist allerdings Vorsicht geboten. Sie enthalten meistens Chlor und können die Umwelt sowie die eigenen Atemwege schädigen. In jedem Fall sollte man den Raum gut durchlüften und das Reinigungsmittel nicht direkt einatmen. Derartige Stoffe haben zudem noch einen weiteren Nachteil.

Schnell handeln bei Schimmelbefall an Wänden und Decken

Bei chlorhaltigen Putzmitteln könnten sich die Kleidung oder auch die Tapete sowie Möbelstücke verfärben. Am besten testen Sie es vorab immer an einer unauffälligen Stelle. Sollte nichts davon gegen den Schimmel helfen, bleibt dann immer noch die Suche nach professioneller Hilfe.

In jedem Fall gilt bei Schimmel: Handeln Sie so schnell wie möglich. Ihre Gesundheit und ihre Wohnung oder ihr Haus werden es Ihnen danken.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Niehoff

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