VonTorben Nieckeschließen
Am Donnerstag und Freitag trifft die nächste Streikwelle im ÖPNV den Märkischen Kreis. Die MVG versucht, ihre Fahrgäste frühzeitig zu informieren.
Lüdenscheid – Die Dienstleistungsgesellschaft Verdi ruft in dieser Woche bundesweit zu Streiks im Öffentlichen Personen-Nahverkehr auf. Die Streikwelle trifft Nordrhein-Westfalen und somit auch den Märkischen Kreis am Donnerstag, 29. Februar, und hält bis einschließlich Freitag, 1. März, an.
Zweitägiger Warnstreik bei der MVG: Nur zwei Städte bleiben größtenteils verschont
Jochen Sulies, Pressesprecher der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG), bestätigt, dass es durch den Streik erneut zu massiven Ausfällen des Linienverkehrs im Märkischen Kreis kommen werde.
Während des bislang letzten Streiks am 2. Februar waren circa 50 Prozent der Busverbindungen der MVG zum Erliegen gekommen. Für Donnerstag und Freitag wird mit dem gleichen Ausmaß gerechnet. Darüber, welche Linien fahren, informierte die Verkehrsgesellschaft in der Vergangenheit in Form einer Whitelist auf ihrer Homepage.
Vorbereitung auf den Streik: Pro Streiktag eine Whitelist
Ähnlich soll es auch für Donnerstag und Freitag sein. „Für jeden Streiktag wird es eine eigene Whitelist geben. Auf diese können sich die Fahrgäste dann auch verlassen“, versichert Sulies. Aufgrund technischer Probleme habe es zuletzt bei der Veröffentlichung der Whitelist Komplikationen gegeben. „Wenn es alles läuft wie geplant, erscheint die Liste für den ersten Streiktag am Dienstag. So haben auch die Eltern eine Möglichkeit, sich rechtzeitig darüber zu informieren, welche Schulbusse fahren“, erklärt Sulies. Für Schüler besteht laut Aussage des Schulministeriums bei im Vorfeld angekündigten Ereignissen wie einem Streik des Nahverkehrs grundsätzlich die Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht.
Vom Streik weitestgehend verschont bleiben Meinerzhagen und Menden. „In beiden Städten wird der Linienverkehr größtenteils durch Externe übernommen“, berichtet Sulies.
