VonTorben Nieckeschließen
Am 29. Februar und 1. März wird es voraussichtlich zu umfangreichen Ausfällen im Linienverkehr der MVG kommen. Die Dienstleitungsgesellschaft Verdi ruft zum 48-stündigen Warnstreik auf.
Lüdenscheid – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft in der Woche von Montag, 26. Februar, bis Samstag, 2. März, erneut bundesweit alle Angestellten im öffentlichen Personennahverkehr zum Warnstreik auf. Die Streikwelle trifft Nordrhein-Westfalen am Donnerstag und Freitag, 29. Februar und 1. März.
Streik bei der MVG: In der nächsten Wochen fallen erneut viele Busse aus
Während des 48 Stunden andauernden Streiks wird es in Lüdenscheid und im gesamten Kreisgebiet voraussichtlich erneut zu massiven Ausfällen im Linienbusverkehr kommen. Während des letzten Streiks am 2. Februar kamen circa 50 Prozent der Busverbindungen der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) zum Erliegen. Davon waren auch die Schulbusse betroffen. Durch private Anbieter konnte zumindest die andere Hälfte der Buslinien in Betrieb gehalten werden. Auf der Homepage der MVG war eine Whitelist veröffentlicht worden, die eine Übersicht mit allen fahrenden Verbindungen aufzeigte.
Die Streikenden fanden sich währenddessen am Heim der International Police Association (IPA) in Lüdenscheid zusammen, um bei einer Kundgebung ihren Unmut zu den stockenden Tarifverhandlungen Ausdruck zu verleihen. Am Freitag konnte die MVG noch keine Einschätzung über das Ausmaß der Streikmaßnahmen in der kommenden Woche geben.
Stockende Tarifverhandlungen: Forderungen noch nicht erfüllt
Der erneute Streikaufruf durch Verdi ist eine Reaktion auf die gescheiterte Tarifverhandlungen in der vergangenen Woche. Nils Graf, zuständiger Gewerkschaftssekretär für den Verdi Bezirk Südwestfalen, erklärt in einer Pressemitteilung: „Die Kolleginnen und Kollegen der Nahverkehrsbetriebe sind enttäuscht und verärgert über das Verhalten der Arbeitgeber in der 2. Verhandlungsrunde, hatten sie doch bereits zuvor eindrucksvoll bewiesen, dass sie es ernst meinen und bereit sind, für die Durchsetzung ihrer Forderungen zu kämpfen.“
Streikgrund der Busfahrer: Bessere Bedingungen im OPNV
Verdi fordert deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten im ÖPNV und setzt sich für circa 30.000 Angestellte in NRW und sogar 90.000 in ganz Deutschland ein. Durch den erneuten Streik soll eine verbesserte Ausgangslage für die dritte Runde der Tarifverhandlung ausgehandelt werden. „Uns geht es ausdrücklich nicht darum, die Menschen zu treffen, die den ÖPNV jetzt schon ausgiebig nutzen, aus diesem Grund weisen wir jetzt frühzeitig auf die Warnstreiks hin, damit sich die Fahrgäste darauf entsprechend einstellen können“, erklärt Graf.
