Regeln in NRW

Eltern droht saftiges Bußgeld vor den Ferien: Schule schwänzen kann teuer werden

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Viele Eltern versuchen es jedes Jahr aufs Neue: Kind krankmelden, um bereits vor den Schulferien in den Urlaub zu fahren. Das kann aber richtig teuer werden.

Hamm - Familienurlaub ist teuer. Da wäre es doch prima, wenn man schon vor dem Start der Schulferien loskäme - die Flüge sind außerhalb der Hauptsaison oft günstiger und die Autobahnen leerer. Schon ein Tag kann da viel ausmachen. Jahr für Jahr erliegen Familien dem Reiz, die Ferien der Kinder eigenmächtig zu verlängern. Doch das ist riskant, denn das Bußgeld für den Verstoß gegen Schulpflicht ist saftig.

Verstoß gegen Schulpflicht vor den Schulferien: Bußgeld bis 1000 Euro in NRW

In Nordrhein-Westfalen starten die Sommerferien am 6. Juli 2024. Auch in diesem Jahr wird es Familien geben, die diesen Tag bereits am Urlaubsort verbringen, weil sie einen unerlaubten Frühstart hingelegt haben. Allein im Regierungsbezirk Düsseldorf wurden für das Jahr 2022 mehr als 400 Verfahren wegen Verletzung der Schulpflicht im Zusammenhang mit Ferien eingeleitet. In Köln waren es 315.

Das Problem kennen jedoch auch Schulen in den anderen NRW-Regierungsbezirken (neben Düsseldorf und Köln noch Münster, Arnsberg und Detmold). Sie dürfen daher von Eltern statt der üblichen handgeschriebenen „Entschuldigung“ ein ärztliches Attest verlangen, wenn ihnen die Krankheit eines Kindes direkt vor oder nach den Ferien verdächtig vorkommt. So sieht es das Landesgesetz vor - sehr zum Ärger von überforderten Kinder- und Jugendärzten in NRW, die nicht zu Kontrolleuren von Schulschwänzern degradiert werden wollen.

Ferien eigenmächtig verlängern verstößt gegen die Schulpflicht

Im Erlass „Teilnahme am Unterricht und an sonstigen Schulveranstaltungen“ heißt es wörtlich: „Unmittelbar vor und im Anschluss an die Ferien darf eine Schülerin oder ein Schüler nur beurlaubt werden, wenn die Beurlaubung ersichtlich nicht dem Zweck dient, die Schulferien zu verlängern, preisgünstigere Urlaubstarife zu nutzen oder möglichen Verkehrsspitzen zu entgehen.“

Atemberaubend und exotisch: Die zehn schönsten Fernreiseziele der Welt

Pura Ulun Danu Tempel am Bratansee in Bali
Bali ist seit einigen Jahren ein Traumziel vieler Fernreisender: Es warten nicht nur traumhafte Sandstrände, sondern auch eine prachtvolle Natur und majestätische Tempel auf Weltenbummler – darunter der Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan. Ein Highlight sind außerdem die Reisterrassen von Tegalalang bei Ubud.  © agefotostock/Imago
Anse Lazio, Seychellen
Die Seychellen sind ein klassisches Fernreiseziel für all diejenigen, die gerne bei Sonnenschein die Seele baumeln lassen wollen – und das inmitten von atemberaubender Natur. Zu den schönsten Stränden gehören Anse Source d’Argent oder Anse Lazio (s. Foto). Die Unterwasserwelt der Seychellen bietet sich wunderbar zum Schnorcheln oder Tauchen an.  © Jürgen Feuerer/Imago
Monument Valley an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Arizona und Utah.
Die USA sind fast zu groß, um sie nur einmal als Fernreiseziel zu erwähnen: zwischen der Skyline in New York bis hin zum Walk of Fame in Los Angeles liegen fast 4.500 Kilometer voller Nationalparks, die Sie entdecken können. Außerdem erwarten Sie zahlreiche Metropolen wie San Francisco, Las Vegas oder Miami.  © Panthermedia/Imago
Tempel Wat Benachamabophit in Bangkok in Thailand
Thailand ist ein Top-Urlaubsziel für Reisende, die dem kalten Winterwetter in Europa entfliehen wollen. In den Urlaubsregionen Phuket, Koh Samui oder Krabi tummeln sich zahlreiche Sonnenhungrige, doch auch kulturell ist einiges geboten: Zum Beispiel die Tempel Wat Benachamabophit in Bangkok (s. Foto) oder Wat Rong Khun ganz im Norden des Landes.  © Cavan Images/Imago
Peyto Lake im Banff Nationalpark in Kanada
Natur pur winkt Urlaubern in der Wildnis von Kanada: Zwischen Bergen und Meer kommen Outdoorfans voll auf ihre Kosten – von Fahrradfahren über Wandern bis hin zu Kajakfahren. Besonders in der westlichen Provinz British Columbia befinden sich atemberaubende Nationalparks mit Fjorden, unberührten Gewässern und riesigen Wäldern.  © Galyna Andrushko/Imago
Vertrocknete Akazienbäume in der Sossusvlei in Namibia.
Eindrucksvolle Wüstenlandschaften und eine unglaubliche Artenvielfalt erwarten Sie auf einer Reise nach Namibia. Im Etosha Nationalpark treffen Sie hautnah auf die Wildtiere Afrikas, darunter Elefanten, Löwen, Geparden und Nashörner. Im Nordwesten des Landes ist der „Versteinerte Wald“ ein absolutes Muss: Hier befinden sich fossile Bäume, die zwischen 240 und 300 Millionen Jahre alt sind.  © Panthermedia/Imago
Blauer Oldtimer am El Parque Jose Marti in der Stadt Cienfuegos auf Kuba
Schicke Oldtimer und farbenfrohe Kolonialbauten – daran denken viele Urlauber, wenn es um Kuba geht. Die Karibikinsel hat aber viel mehr zu bieten: Neben der malerischen Altstadt von Havanna gibt es mehrere beeindruckende Nationalparks, darunter das Valle de Viñales im Westen Kubas oder die Sierra Maestra im Südosten. Wer einfach nur entspannen möchte, kann es sich aber auch an einem der zahlreichen Sandstrände bequem machen – besonders bekannt ist der Urlaubsort Varadero. © Christian Offenberg/Imago
Der Fjord Milford Sound in Neuseeland
Neuseeland hat landschaftlich eine Menge zu bieten: Üppige Regenwälder, prächtige Berglandschaften und majestätische Fjorde finden Sie hier genauso wie idyllische Strände und sanfte Hügellandschaften. Ein Must-see für viele Reisende ist das Filmset Hobbiton aus der „Herr der Ringe“-Trilogie, welches das zu Hause der Hobbits darstellt.  © agefotostock/Imago
Aussichtspunkt an der Chureito Pagoda vor dem Vulkan Fuji.
Eine spannende Mischung aus Tradition und Moderne bietet Japan: Die pulsierende Hauptstadt Tokio beeindruckt mit Wolkenkratzern und einer einzigartigen Popkultur, während in der Kaiserstadt Kyoto mit ihrer Vielzahl an Tempeln und Schreinen an die faszinierende Geschichte des Landes erinnert. Auch für Outdoor-Urlauber wird es nicht langweilig: Aufgrund der verschiedenen Klimazonen des Landes gibt es Möglichkeiten zum Wandern, Baden und Skifahren.  © Nicholas Hang/Imago
Uluru oder Ayers Rock in Australien
Abwechslung pur gibt es auch in „Down Under“: Bei einer Wanderung durch die Nationalparks erleben Sie die majestätische Flora und Fauna Australiens – doch auch Badestrände und Tauch-Spots sind geboten. Das bekannteste Beispiel hierfür ist das Great Barrier Reef. In den Metropolen Sydney und Melbourne dürfen Sie sich hingegen über architektonische Glanzstücke freuen.  © Marco Brivio/Imago

Wenigen Eltern ist bewusst, dass unentschuldigtes Fehlen in der Schule eine Ordnungswidrigkeit darstellt, die mit einem hohen Bußgeld geahndet werden kann. Versäumen Schülerinnen und Schüler unentschuldigt den Unterricht, kann die Bezirksregierung ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Erziehungsberechtigte sowie Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahre einleiten. So geht es aus Paragraph 126, Absatz 1 des Schulgesetzes NRW vor. In dem stehen allerdings auch schönere Dinge wie etwa die Regelungen zu Hitzefrei an NRW-Schulen.

Verlängerung der Ferien: Bußgeld von 10 bis 80 Euro pro Tag

Mit einem Bußgeld rechnen muss jeder sorgeberechtigte Elternteil für jedes einzelne schulpflichtige Kind. Im Grundsatz ist mit einer Geldbuße von 10 bis 80 Euro pro unentschuldigtem Fehltag zu rechnen. Die Höchstgrenze für ein Bußgeldverfahren wegen unentschuldigten Fehlens liegt in Nordrhein-Westfalen bei 1.000 Euro.

Damit ist NRW nicht einmal das strengste Bundesland. Noch teurer ist ein Verstoß gegen die Schulpflicht in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. So hoch sind die Bußgelder:

Verstoß gegen die SchulpflichtBußgeld-Höchstgrenze (in Euro)
Baden-Württemberg1.000
Bayern1.000
Berlin2.500
Brandenburg2.500
Bremen500 (für Schüler), 1000 (für Eltern)
Hamburg1.000
Hessen1.000
Mecklenburg-Vorpommern2.500
Nordrhein-Westfalen1.000
Rheinland-Pfalz\t1.000
Saarland1.000
Sachsen1.250
Sachsen-Anhalt\t1.000
Schleswig-Holstein\t1.000
Thüringen1.500

In der Praxis empfiehlt es sich, mit offenen Karten zu spielen. Eltern, die mit ihren Kindern einen Tag früher in den Urlaub fliegen wollen oder etwas später aus den Ferien zurückkehren, sollten frühzeitig die Schulleitung kontaktieren und um Erlaubnis fragen. Wer nicht ständig Sonderwünsche dieser Art vorbringt, wird in der Regel auf offene Ohren stoßen.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa/Illustration

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